
Im zweiten Pokal-Halbfinale setzte sich der Spitzenreiter aus der Regionalliga West gegen Bonn durch und folgt damit der Viktoria in das Finale.
Mit einem 4:1-Erfolg konnten sich die Südstädter am Mittwochabend zu Hause durchsetzen. So deutlich, wie sich das Ergebnis liest, war es allerdings nicht. Die Fortuna konnte das Spiel zwar kontrollieren, kam aber in den ersten 25. Minuten zu selten gefährlich vor das gegnerische Tor. In der 26. Minute wurde es dann aber brenzlig für die Gäste, als Nico Thier die Latte traf. Fünf Minuten später war es dann Georg Strauch, der mit einem Volleyschuss zur Fortuna-Führung traf. Bonn wurde daraufhin mutiger und scheiterte durch Jonas Berg am Querbalken. Daraufhin ging es in die Pause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit sahen die knapp 5.000 Zuschauer, die für eine besondere Pokal-Atmosphäre sorgten, relativ wenig vom Spiel. Durch Bengalos zogen große Rauchschwaden durch das Kölner Stadion. Nach einer vierminütigen Unterbrechung konnte es dann aber weitergehen.
Viel passierte aber nicht und das Spiel ging in die heiße Schlussphase, die es in sich hatte. In der 78. Minute sorgte Bonns Yannick Schlösser für den Ausgleich, der sich zu diesem Zeitpunkt nicht angebahnt hatte. Den Gastgebern gelang allerdings die perfekte Reaktion, als Luca Majetic drei Minuten später die Kölner wieder in Führung brachte. Das Momentum war dann endgültig auf der Seite der Fortuna, als Bogdan Shubin durch eine Notbremse vom Platz gestellt wurde. Köln nutzte dann die offenen Räume und traf durch Tom Geerkens und Vleron Statovci noch zweimal.
Fortuna freut sich auf das Final-Derby
Fortuna-Coach Matthias Mink war nach dem Schlusspfiff sichtlich stolz auf den Auftritt seiner Elf: „Die Jungs spielen eine herausragende Pokal-Serie, so haben wir es uns erträumt. Wir sind im Finale und haben nun ein geiles Derby gegen die Viktoria im Mai", freut sich Mink. Trotz der Dominanz sah er kritische Momente: „Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte gut kontrolliert, aber das 1:1 tat uns weh. Es war jedoch eindrucksvoll, wie wir dann das 2:1 über die Linie gepresst haben. Das Ergebnis ist am Ende einen Tick zu hoch, aber wir haben die Räume gut genutzt", resümiert Mink, auf der vereinsinternen Website, das Spielgeschehen.
Auf der anderen Seite herrschte beim Bonner SC die Entäuschung, da man das Spiel lange eng halten konnte. BSC-Trainer Björn Mehnert fasste sich in seinem Statement, auch auf der Vereinswebsite der Fortuna, kurz: „Glückwunsch an die Fortuna für den Finaleinzug. Viel Erfolg im Finale. Mehr möchte ich gar nicht groß sagen", so Mehnert knapp. Unmut über die rote Karte schwang dann in einem Nebensatz noch mit: „Ich muss ein paar Sachen erstmal verarbeiten von auf und neben dem Platz. Ich hätte das Spiel gerne mit elf Mann beendet."