
Mit 25 Saisontoren ist Maximilian Engels das Gesicht der Wachtberger Offensive. Drei Spieltage vor Schluss steht der Verein unmittelbar vor der Rückkehr in die Bezirksliga. Im Interview spricht der Torjäger über seine tiefe Verbundenheit zum SVW, den „familiären Zusammenhalt“ und das besondere Verhältnis zu seinem Trainer.
Obwohl Engels in dieser Saison bereits regelmäßig traf, war die Ausbeute von vier Toren in einer Partie auch für ihn ein Novum. „In der Seniorenabteilung ist mir das bis jetzt noch nicht gelungen, in der Jugend bestimmt schon mal“, ordnet Engels die Leistung sachlich ein. Trotz der persönlichen Freude steht für ihn der Teamerfolg über allem: „Klar ist das ein besonderer Moment, aber wichtiger ist, dass ich der Mannschaft helfen konnte“.
Mit Blick auf die verbleibenden drei Partien gibt es keine zwei Meinungen: Die „Mission Wiederaufstieg“ soll erfolgreich abgeschlossen werden. Engels zeigt sich zuversichtlich: „Wir hatten von Beginn an eine klare Mission. Jetzt müssen wir die letzten Spiele positiv bestreiten, um unser Ziel zu erreichen“.
Dass Maximilian Engels trotz Angeboten höherklassiger Vereine dem SV Wachtberg die Treue hielt, liegt in seiner tiefen Verwurzelung begründet. Schon als Kind begleitete er seinen Vater zu Auswärtsspielen in der Mittelrheinliga. „Mich begeistert das familiäre Umfeld und der Zusammenhalt auf und neben dem Platz“, erklärt der beidfüßige Angreifer. Diese Faktoren seien ausschlaggebend dafür gewesen, den Verein auch nach dem unglücklichen Bezirksliga-Abstieg im letzten Jahr nicht zu verlassen. Besonders bemerkenswert: Trotz des Abstiegs mit beachtlichen 36 Punkten blieb das Team weitgehend zusammen. „Das zeigte, dass die Mannschaft trotz des Rückschlags zusammengeblieben ist, um das neue Ziel anzugehen“, so Engels.
Eine besondere Konstellation ergibt sich durch Trainer Patric Engels. Während es anfangs ungewohnt war, dass sein Vater die Mannschaft übernahm, blickt Maximilian auf positive Erfahrungen zurück: „Er hat mich schon mal in der Jugend trainiert, da hat es auch gut funktioniert“. Beide legen Wert auf eine professionelle Trennung zwischen privatem und fußballerischem Umfeld.
Die starke Saison des SV Wachtberg führt Engels primär auf das gute Klima innerhalb der Mannschaft zurück. Trotz kleinerer Rückschläge in der Hinserie habe man stets an die eigene Stärke geglaubt. „Wir verstehen uns untereinander einfach alle sehr gut“, fasst er das Erfolgsgeheimnis zusammen. Für die Zukunft hat sich der Torjäger vorgenommen, seine aktuelle Treffsicherheit auch nach einem möglichen Aufstieg unter Beweis zu stellen: „Mein persönliches Ziel ist, dass ich auch in höheren Klassen eine ähnliche Leistung abrufen kann“. Aktuell sieht es gut aus, dass er dieses Ziel bereits nächste Saison wieder zeigen kann.