
Für die Titelverteidigerinnen aus Differdingen sollte der 2.Platz in der Endabrechnung der Hallenmeisterschaft der Frauen 2026 einen leicht bitteren Nachgeschmack haben: weniger der Fakt, dass zwei Unentschieden (gegen Käerjeng und Junglinster) im Finalturnier dem Turniersieg im Weg standen, sondern eher, dass man im Gegensatz zu den Siegerinnen den kompletten Turnierverlauf ohne eine einzige Niederlage abschloss, war dafür verantwortlich.

Immerhin hatten die Verantwortlichen für den Spielplan womöglich in weiser Voraussicht agiert: dass Differdingen und Junglinster – als Favoritinnen des Finalturniers – das drittletzte Spiel gegeneinander bestritten machte daraus im Prinzip ein Finale. Beide Teams lagen mit beachtlichem Vorsprung vor der Konkurrenz, Junglinster war mit 2 Zählern Vorsprung auf Differdingen Spitzenreiter und ein Unentschieden sollte dem aktuellen Tabellendritten der 1.Liga der Außensaison zum Titel reichen.
Und so kam es dann auch: in einer intensiven und umkämpften Partie sollten keine Tore fallen und Junglinster hatte das benötigte Remis und damit den Titel in der Tasche. Beachtlicher Dritter sollte mit einem 2:0-Sieg über die Entente Osten im letzten Spiel überhaupt Zweitligist Entente Red Black/Steinsel werden.
Insgesamt war es unter den Augen von Nationaltrainer Dan Santos ein durchaus rassiges Finale, in dem sich nichts geschenkt wurde und bei dem in einer proppenvollen Halle gute Stimmung herrschte. Die Präsenz von gleich drei Teams aus dem Osten - Junglinster, die Entente WMH und die Entente Osten - schürte zudem gewisse Derby-Gefühle.
Differdingens Mélody Laurent nach Platz 2 gegenüber FuPa: „Zweiter zu werden ist nie schön. Ich glaube, alle Teams hier wollten gewinnen und Erster werden. Das Unentschieden am Ende schmerzt natürlich, aber wir haben auch gegen Käerjeng unentschieden gespielt und dadurch Punkte verloren. Wir müssen das letzte Spiel gewinnen, aber insgesamt war es weder unser bestes Spiel noch unser bestes Turnier. Für mich persönlich spiegelt das den 2.Platz ein wenig wider.“
Neben der Titelvergabe und den Trophäen für die einzelnen Platzierungen kam es zu weiteren Preisverleihungen. Die Entente Red Black/Steinsel wurde als fairstes Team des Turniers ausgezeichnet und das sechzehnjährige und im Finalturnier spielstarke Käerjenger Talent Enya Riggio wurde von den Trainern zur Spielerin des Turniers gewählt.