
Am 30. und letzten Spieltag der Bezirksliga Rems/Murr/Hall bündelt sich noch einmal alles, was eine lange Saison ausmacht: Hoffnung, Druck, Rechenspiele und die große Frage nach dem letzten Schritt. TSV Gaildorf geht mit einem Punkt Vorsprung vor SV Allmersbach in das finale Fernduell um Meisterschaft und Aufstieg. Dahinter sind viele Tabellenplätze schon bezogen, im Keller aber bleibt trotz der bereits feststehenden Abstiege von SGM Kreßberg, TSV Rudersberg und SC Urbach vieles in der Schwebe. Es ist ein Schlusstag, der oben nach Krone und unten nach Erleichterung riecht.
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TSV Nellmersbach hat mit dem klaren 4:0 in Urbach im richtigen Moment Selbstvertrauen gesammelt. Vier Tore, drei Punkte, dazu nun 39 Zähler – das verschafft Luft, aber noch keine endgültige Ruhe in einer Liga, in der die Abstiegsfrage weiter von übergeordneten Entscheidungen beeinflusst wird. Im letzten Heimspiel will Nellmersbach die eigene Position festigen.
Für SGM Kreßberg ist der Abstieg bereits besiegelt. Das 2:4 gegen Obersontheim war ein weiterer Beleg dafür, dass die Mannschaft zwar noch Widerstand zeigt, sich aber nicht mehr retten kann. Gerade deshalb kann Kreßberg nun befreiter auftreten – und genau das macht solche Spiele oft unangenehm. Nellmersbach ist gewarnt.
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TSV Michelfeld 1954 hat mit dem wilden 6:3 in Rudersberg ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Vor allem offensiv wirkte die Mannschaft plötzlich voller Wucht und Entschlossenheit. Mit 31 Punkten bleibt die Lage dennoch heikel. Das letzte Heimspiel ist deshalb keine Kür, sondern eine weitere Prüfung auf dem Weg zu einem womöglich rettenden Abschluss.
SV Unterweissach verlor das Derby gegen Allmersbach mit 0:4 und kassierte damit einen harten Dämpfer. Mit 47 Punkten ist der Aufsteiger sportlich in einer hervorragenden Position und kann die Saison dennoch nicht einfach austrudeln lassen. Gegen einen Gastgeber mit echter Abstiegsangst braucht Unterweissach wieder Stabilität, Klarheit und Körperlichkeit. Michelfeld dagegen wird auf einen weiteren Befreiungsschlag drängen.
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TURA Untermünkheim holte zuletzt beim 2:2 in Schmiden immerhin einen Punkt und steht mit 42 Zählern auf einem ordentlichen sechsten Platz. Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Wochen immer wieder als unangenehmer Gegner gezeigt und will sich nun mit einem Heimsieg verabschieden. Zumal gegen einen Gegner, dessen Abstieg bereits feststeht, die Erwartungshaltung automatisch steigt.
TSV Rudersberg ist nach dem 3:6 gegen Michelfeld sicher abgestiegen. Die vielen Gegentore und die verpassten Momente ziehen sich durch diese Saison. Dennoch bleibt das letzte Spiel eine Frage der Haltung. Rudersberg kann ohne Druck auftreten, während Untermünkheim die Partie kontrollieren und sich den Schlusspunkt einer stabilen Runde nicht nehmen lassen will.
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Mit dem 4:2 in Kreßberg hat TSV Obersontheim seine Ausgangslage deutlich verbessert. 35 Punkte bedeuten vor dem letzten Spieltag immerhin eine etwas stabilere Position, aber noch keinen Zustand völliger Ruhe. Gerade deshalb hat dieses Heimspiel Gewicht. Ein weiterer Sieg könnte aus nervösen Rechnungen einen versöhnlichen Saisonabschluss machen.
TSV Schmiden verpasste beim 2:2 gegen Untermünkheim den großen Schritt. Mit 38 Punkten wirkt die Lage auf dem Papier etwas bequemer, doch auch hier gilt: Solange die endgültige Zahl der Absteiger nicht feststeht, bleibt ein Rest Unsicherheit. Schmiden hat die individuell stärkere Ausgangsposition, Obersontheim aber das dringendere Gefühl. Das verspricht ein intensives, enges Spiel.
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Die Rechnung für TSV Gaildorf ist angenehm einfach und brutal zugleich: Gewinnen – und die Meisterschaft ist sicher. Das 4:0 in Mainhardt war ein Auftritt voller Souveränität, mit klarer Struktur und der nächsten starken Offensivleistung. Mit 100 Saisontoren und 74 Punkten geht der Tabellenführer als Favorit in diesen letzten Akt.
SC Urbach ist längst abgestiegen und reist nach dem 0:4 gegen Nellmersbach als Außenseiter an. Doch genau darin liegt die kleine Gefahr für den Spitzenreiter: Solche Gegner spielen nur noch für sich, für Stolz und für einen versöhnlichen Ausklang. Gaildorf darf sich davon nicht beirren lassen. Alles andere als ein konzentrierter, klarer Heimsieg wäre eine Überraschung mit enormer Wucht.
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TSV Schwaikheim holte beim 2:2 in Breuningsweiler spät noch einen Punkt und hat sich damit bei 34 Zählern stabilisiert. Doch stabil heißt in dieser Liga eben nicht sicher. Im letzten Heimspiel wird es darum gehen, die Saison ohne neuen Blick über die Schulter zu beenden. Dafür braucht es gegen einen direkten Konkurrenten einen sauberen, entschlossenen Auftritt.
VfL Mainhardt kassierte gegen Gaildorf ein klares 0:4 und geht mit 35 Punkten in dieses heikle Auswärtsspiel. Der Aufsteiger hat sich lange ordentlich behauptet, steht nun aber in einer Zone, in der jedes Gegentor schwerer wiegt. Genau das verleiht dieser Partie besondere Schärfe: Schwaikheim und Mainhardt trennen nur Kleinigkeiten, aber am Ende könnte genau das entscheidend sein.
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SG Oppenweiler-Strümpfelbach hat mit dem 4:2 in Schornbach den dritten Platz festgezurrt und geht mit 53 Punkten in den letzten Spieltag. Die Mannschaft hat damit eine starke Saison bestätigt und will sie nun zuhause stilvoll abrunden. Viel Druck liegt tabellarisch nicht mehr auf diesem Spiel, sportlicher Ehrgeiz aber sehr wohl.
SV Breuningsweiler musste sich zuletzt mit einem 2:2 gegen Schwaikheim begnügen und blieb damit bei 41 Punkten. Das ist ordentlich, aber noch nicht ganz frei von Spannung. Gegen einen gefestigten Dritten braucht Breuningsweiler Konzentration und Widerstandskraft. Oppenweiler-Strümpfelbach will den Heimabschluss genießen, die Gäste wollen ihn möglichst ungemütlich machen.
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Für SV Allmersbach ist die Lage glasklar: Das 4:0 im Derby in Unterweissach hielt die Titelchance am Leben, mehr aber auch nicht. Mit 73 Punkten steht die Mannschaft einen Zähler hinter Gaildorf. Sie muss ihr Heimspiel gewinnen und zugleich auf einen Patzer des Tabellenführers hoffen. Nur dann lebt der große Traum bis zur letzten Sekunde.
TSV Schornbach verlor zuletzt 2:4 gegen Oppenweiler-Strümpfelbach und hat Rang vier damit zwar gehalten, aber die kleine Resthoffnung auf mehr endgültig verloren. Trotzdem ist dieses Spiel alles andere als bedeutungslos. Schornbach kann zum Zünglein an der Waage im Titelkampf werden. Genau das macht diese Partie so aufgeladen: Allmersbach braucht alles, Schornbach kann alles durcheinanderbringen.
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