
Vier Spiele und nur ein Punkt 2026 sind ein enttäuschender Start. Die SG-SV Lobbach ist zwar noch Tabellensechster, hat aber die Chance verpasst sich frühzeitig ganz sicher fühlen zu dürfen. Am Samstag soll beim Schlusslicht endlich die Trendwende gelingen
"Wir befinden uns in einer schwierigen Situation, die wir so als Mannschaft noch nicht gekannt haben", sagt Patrick Münkel. Der Lobbacher Trainer zeigt sich mit der 1:3-Niederlage bei Srbija Mannheim und dem 1:1 gegen Bammental zum Auftakt einverstanden, "das waren sehr gute Auftritte gegen starke Gegner", dafür aber enttäuscht über die Niederlagen zuletzt in Neuenheim (2:4) und gegen Dossenheim (1:2), "diese Spiele haben uns gezeigt, was wir in Zukunft besser machen müssen."
"Es gibt mit Sicherheit bessere Zeitpunkte für so ein Spiel", sagt Münkel vor dem Gastspiel beim SV 98 Schwetzingen am Samstag um 15 Uhr. Die Platzierung des Kontrahenten ist für ihn maximal zweitrangig, viel mehr beschäftigt er sich mit seiner eigenen Mannschaft und sagt, "es ist egal, ob wir jetzt gegen den Letzten oder gegen den Achten spielen, für uns als Gemeinschaft ist es einfach ganz wichtig aus dieser Situation herauszukommen."
Es folgt die für einen Trainer obligatorische Warnung vor dem Gegner: "Schwetzingen ist nicht so schlecht, wie sie dastehen."
Seit rund vier Wochen herrscht diesbezüglich Klarheit. "Es ist schwierig, jetzt so viel über dieses Thema zu reden", sagt der 30-Jährige offen. Er hält fest: "Es ist mein Heimatklub, dem ich sehr eng verbunden bin und daher möchte ich, dass alles gut weitergeht."
Über etliche Jahre hat der Coach mit viel Herzblut an daran gearbeitet, die SG-SV in der Landesliga zu etablieren, was in der aktuell zweiten Saison nach der Kreisliga-Aufstieg offensichtlich gelungen ist. Ein drittes Jahr scheint bei neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegsrelegation nur noch Formsache. Allerdings sind dafür laut Münkel, "40 Punkte nötig und die haben wir noch nicht." Ein Sieg in Schwetzingen wäre ein großer Schritt auf dem Weg dorthin.
Für diese Frage benötigt der Lobbacher Trainer keine Bedenkzeit. "Für uns wird es im Mai um nichts mehr gehen", sagt er und ist fest davon überzeugt, "wir waren und sind zu gut dafür, um das jetzt negativ zu beenden. Das hat keiner verdient."
Für seinen neuen Klub wird es Anfang nur noch um etwas gehen, wenn die Brühler bis dahin eine Siegesserie hinlegen und das Spitzenduo des VfR Mannheim II und des FK Srbija Mannheim im ein oder anderen Spiel etwas liegen lässt. "Aber das können wir nicht beeinflussen", konstatiert Münkel.