
Die Landesliga-Fußballer des TSV Dachau 1865 bleiben in der Erfolgsspur. In Kempten gab es einen hochverdienten 2:0-Auswärtserfolg.
Die Landesliga-Fußballer des TSV Dachau 1865 spielen eine herausragende Rückrunde. In Kempten fuhren sie den siebten Sieg im neunten Spiel ein. 2:0 gewannen die Dachauer am vergangenen Samstag im altehrwürdigen Iller-Stadion. Es war der 13. Saisonsieg.
Und dieser Sieg war hochverdient aufgrund einer Steigerung in der zweiten Halbzeit. Matchwinner war wieder Lorenz Knöferl mit zwei Toren, der „Master und Goalgetter of Rückrunde“ , wie es heißt.
Die Mannschaft von Trainer Christian Doll hat jetzt 47 Punkte auf dem Konto. Da stellt sich automatisch die Frage, was für die Dachauer bei einer ähnlich konstanten Vorrunde möglich gewesen wäre. Mit nur drei Siegen mehr würde 1865 im Rennen um die Aufstiegsrelegation mitspielen. Doch für die laufende Saison ist es zu spät, leider aus der Sicht der Spieler, Fans und Verantwortlichen.
„Das war ein super Sieg für uns“, sagte Dachaus Abteilungsleiter Jonas Hoffmann. „Wir haben uns auf die Spielchen der Kemptener, die uns einlullen wollten, nicht eingelassen.“
Beide Mannschaften traten in der ersten Halbzeit eher bieder auf. So gab es wenige echte gute Torchancen auf beiden Seiten. Die Torhüter hatten nicht viel zu tun.
Kempten hatte zwei Minimalchancen, die Doll-Elf hatte eine halbe. Doch standen sich in der 44. Minute John Haist und Lorenz Knöferl selbst im Wege. Im letzten Drittel waren die Dachauer einfach nicht konsequent genug. Die ersten 45 Minuten blieben ein Sommerkick im April.
Eine deutliche Steigerung nach der Pause führte zum Dachauer Auswärtssieg. In der 50. und 60. Minute hatte Winterneuzugang Fabien Ngounou Djayo schon zwei dicke Kopfball-Möglichkeiten nach Ecken. Das erlösende Führungstor fiel in der 67. Minute, Lorenz Knöferl war mit einem Solo nach einem Konter erfolgreich. Knöferl, der als Achter oder Zehner deutlich wertvoller als auf der Außenbahn ist, drang in den Strafraum ein, spielte den Kemptener Torwart Zeynel Anil aus, und bugsierte den Ball ins leere Tor.
Das 0:2 in der 85. Spielminute war die vorzeitige Entscheidung. Knöferl traf nach einem Pass von Luca Friederich. Sven Kosel hatte die Szene mit einem Monsterballgewinn in der eigenen Hälfte und einem traumhaften Steilpass auf Friederich eingeleitet.