
Hier rollt der Ball langsam an: Die Spielberichte der Kreisliga Emsland kommen Stück für Stück rein - Nachspielzeit inklusive!
Da war mehr drin für Grenzland

Eigentlich hätte das ein richtig schöner Mittwochabend für den SV Grenzland Twist werden können. Gute Laune auf dem Platz und zwei hundertprozentige Chancen gleich zu Beginn. Nur: Das Tor traf keiner. Und so kam, was im Fußball immer kommt, wenn man die Dinger vorne nicht macht, der Gegner macht’s mit der ersten Möglichkeit selbst. Marcel Paul netzte in der 23. Minute zum 0:1 ein, und Leschede hatte damit das Spiel gedreht, das eigentlich noch gar nicht angefangen hatte.
Bis zur Pause passierte nicht mehr viel, zumindest nichts, was man später noch erzählen müsste. Nach dem Seitenwechsel lief’s dann ähnlich weiter: Grenzland bemühte sich, Leschede lauerte und nach einer Ecke fiel das 0:2. Dumm nur, dass es ein Eigentor war. Die Art von Moment, bei der man kurz überlegt, ob man lieber im Boden versinken oder einfach so tun sollte, als sei gar nichts passiert.
Doch dann kam Bewegung in die Sache: Steffen Lüken traf in der 65. Minute zum Anschluss, und plötzlich war wieder Leben auf dem Platz und auf den Rängen sowieso. Angetrieben von den heimischen Fans stürmte Grenzland nach vorne, als gäbe es kein Morgen mehr. In der 86. Minute sorgte Louis Rolfes schließlich für den hochverdienten Ausgleich. 2:2 und gefühlt trotzdem zu wenig.
Am Ende blieb’s beim Punkt. Verdient, aber ein bisschen frustrierend, weil eben mehr drin war. Das sah auch Grenzland-Fan Alfons Schwieters so, der, weil Liveticker-Mann Niklas Küpker diesmal nichts schrieb, kurzerhand selbst zur Feder griff und seine Kurzfassung an FuPa schickte.
Und so hat das 2:2 am Ende doch noch was Gutes: Wenigstens gibt’s was zu lesen.
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Drei Punkte aus dem Doppelspieltag - Licht und Schatten für Börger

Der SV Börger erlebte am vergangenen Wochenende ein Wechselbad der Gefühle. Nach einer unglücklichen 2:3-Niederlage am Freitag gegen den SV Lengerich-Handrup fand das Team am Sonntag mit einem verdienten 3:2-Erfolg über den TuS Haren schnell wieder in die Spur.
Freitag: Starker Auftakt, schwaches Ende
Gegen Lengerich-Handrup begann Börger furios. Die Gastgeber bestimmten das Geschehen, kombinierten gefällig und erspielten sich früh mehrere hochkarätige Chancen. Ein vergebener Strafstoß in der 16. Minute schien zunächst keine Folgen zu haben, fünf Minuten später traf Dominik Albers per sehenswertem Freistoß zur Führung.
Doch die Effizienz blieb das Manko. Trotz klarer Überlegenheit verpasste Börger den zweiten Treffer und wurde kurz vor der Pause eiskalt bestraft: Binnen weniger Minuten drehte Lengerich-Handrup die Partie (39./43.). Nach dem Seitenwechsel drängten die Hausherren auf den Ausgleich, der Marc Wöste in der 72. Minute nach Vorarbeit von Mathis Albers schließlich gelang. Doch kaum war die Freude zurück, konterte der Gast erneut (78.) – der entscheidende Treffer zum 2:3. Trotz engagierten Schlussminuten blieb Börger ohne Punktgewinn.
Sonntag: Früh entschieden, spät gezittert
Zwei Tage später zeigte die Mannschaft die richtige Reaktion. Gegen den TuS Haren nutzte Börger die Fehler des Gegners konsequent. Bereits nach neun Minuten führte ein missglückter Rückpass zur frühen 1:0-Führung. In der 29. Minute legte Mathis Albers nach einer sehenswerten Kombination überlegt zum 2:0 nach, ehe Marc Wöste nur zwei Minuten später nach Vorlage von Johannes Gertken auf 3:0 erhöhte.
Im zweiten Durchgang kontrollierte Börger lange Zeit souverän das Geschehen, ehe in der Schlussphase die Spannung noch einmal zurückkehrte. Haren nutzte zwei Unachtsamkeiten (83./88.) und verkürzte, doch der Heimsieg geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Unter dem Strich ein verdienter Dreier, mit dem Börger den Doppelspieltag positiv abschließt.
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Zwischen Pfützen und Pässen - Papenburg gleitet davon
Auf nassem Rasen tat sich Grenzland schwer, Papenburg kam mit den Bedingungen besser klar und gewann verdient mit 5:2.
Schon nach 19 Minuten führten die Gäste durch Vitus Plate und Malte Fokken 2:0. Marten Hessel brachte Twist zwar kurzzeitig zurück ins Spiel (38.), doch Fokken verwandelte noch vor der Pause per Elfmeter zum 1:3.
Nach dem Wechsel blieb Papenburg eiskalt: Fokken traf erneut doppelt (49./66.) und machte seinen Viererpack perfekt. Grenzland vergab zwischenzeitlich einen Elfmeter, ehe Lars Gerke kurz vor Schluss wenigstens noch zum 2:5 traf.
„Es sollte heute nicht sein“, fasste Liveticker-Mann Alfons am Ende trocken zusammen. Auf dem glitschigen Platz war Papenburg einfach die robustere, zielstrebigere Mannschaft.
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0:0 der besseren Sorte, Bawinkel und Listrup teilen sich die Punkte

Manchmal ist ein Unentschieden eben das ehrlichste aller Ergebnisse. So geschehen am Sonntag in Bawinkel, wo der heimische SV und der SV Listrup 90 Minuten lang alles gaben und sich dabei größtenteils gegenseitig neutralisierten.
Das Spiel erinnerte ein wenig an zwei Schachspieler, die zwar wussten, wie die Figuren ziehen, aber lieber nichts riskieren wollten. Beide Teams standen kompakt, ließen kaum etwas zu und zeigten: Verteidigen kann auch schön sein, zumindest für Taktikfreunde.
Die besten Chancen hatte Bawinkel kurz vor Schluss, als Malte Freese und zuvor Marcel Hempen jeweils gefährlich auftauchten, aber den Ball nicht über die Linie brachten. Listrup hielt dagegen, kam jedoch selbst selten in Tornähe.
Am Ende stand ein 0:0, das niemandem wirklich weh tut. Bawinkel kann sich über eine stabile Defensive freuen, Listrup bleibt vorne dran und alle dürfen sich sicher sein: schöner wird’s vielleicht schon nächsten Freitag in Leschede.
Fazit: Kein Feuerwerk, aber ehrlicher Fußball. Und wer genau hinsah, konnte immerhin sehen, wie wichtig ein gutes Stellungsspiel sein kann, auch wenn’s am Ende nur für die Punkteteilung reicht.
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Ein Sonntag zwischen Schlamm, Schweiß und Schmunzeln

Spiel eins nach der Trennung von Trainer Georg Overhoff und gleich eins, das vermutlich noch eine Weile Gesprächsstoff liefern wird. „Es gibt keine Ausreden mehr“, hatte Sportvorstand Jürgen Röckers vor der Partie gesagt. Doch nach 90 Minuten gegen den VfL Rütenbrock dürften die Haselünner zumindest reichlich Erklärungsbedarf haben und Schlammspritzer sowieso.
Schon nach acht Minuten der erste Dämpfer: Wilke Pohlmann sah Rot, und das Spiel kippte in Richtung Rütenbrock, noch bevor sich das Bier in der Hand der Zuschauer setzen konnte. Eine Minute später klingelte es bereits, Maik Müller mit einem Freistoß, der mehr durch den Torwart als durch die Mauer ging.
Doch Haselünne zeigte Moral. Leo Döbber glich nach 25 Minuten aus, ein Treffer aus dem Lehrbuch für „Wenn schon Chaos, dann richtig“. Aber in der zweiten Halbzeit legte Rütenbrock los, als hätte jemand den Energieknopf gefunden: Hermes (2x) und Fischer schraubten das Ergebnis auf 1:4. Der VfL spielte dabei streckenweise Tiki-Taka im Matsch, während der HSV mit sich, dem Wetter und dem Rückstand kämpfte.
Erst in den Schlussminuten bäumte sich Haselünne auf, Struckmann (85.) und Coroneo (89.) machten das Spiel noch einmal wild. „Was ist hier los?!“ tippte Liveticker-Reporter Julian Müller, während sich der Rest des Stadions zwischen Hoffnung und Herzrasen bewegte. Doch die Aufholjagd kam zu spät.
Am Ende hieß es 3:4 - ein Ergebnis, das so viel über Moral wie über Defensive erzählt. Rütenbrock durfte feiern, Haselünne bleibt mit vielen Fragen zurück. Nur eines ist sicher: Die Mannschaft wird beim nächsten Training genug Gesprächsstoff haben.
Oder, wie es der Liveticker zum Schluss perfekt zusammenfasste: „Damit verabschiede ich mich aus der Kommentatorenkabine. Allen einen schönen Sonntag.“
Man spürt, er hatte ihn sich verdient.
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Ein schwerer Acker, sechs Tore und jede Menge Einsatz

Auf schwierigem Geläuf entwickelte sich in Surwold ein kampfbetontes Spiel, das Leschede am Ende verdient für sich entschied. Früh traf Marcel Paul zum 1:0, Michael Knieper legte gleich doppelt nach, und Johannes Duisen köpfte zwischendurch ebenfalls ein - 4:1 zur Pause, die Richtung war klar.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Knieper mit seinem dritten Treffer, ehe Surwold durch Borgmann und Hoppe noch einmal kurz aufhorchen ließ. Doch Leschede blieb stabil und setzte in der Nachspielzeit durch Christian Räkers per Elfmeter den Schlusspunkt zum 6:3.
Am Ende standen drei Punkte, sechs Tore und ein zufriedener Trainer, auch ohne Glanz, aber mit reichlich Kampf, Cleverness und einem kleinen Lächeln im Matsch.
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In letzter Sekunde - Bokeloh rettet sich ins Glück

Ein grauer Sonntagnachmittag, leichter Regen und rund 150 Zuschauer, mehr braucht es nicht für ehrlichen Fußball in Bokeloh. Der SV Bokeloh empfing den SV Lengerich-Handrup und zeigte von Beginn an, wer hier das Spiel machen wollte.
Schon nach fünf Minuten rauschte ein Schlenzer von Niels Alsmeier knapp vorbei, kurz darauf verpasste Erik Lüssing die Führung nur um Zentimeter. Bokeloh war klar überlegen, Lengerich kam höchstens durch Standards in die Nähe des Tores, einmal rettete sogar die Latte. Zur Pause stand es dennoch 0:0, was niemand so recht verstehen konnte.
Nach dem Wechsel dasselbe Bild: Bokeloh drückte, traf den Pfosten, scheiterte am Keeper und fing sich dann prompt das Gegentor. In der 60. Minute segelte ein Freistoß in den Strafraum, Thomas Fehren stieg hoch, und plötzlich stand es 0:1. Fußball in seiner reinsten Form: Einer hat Chancen, der andere das Tor.
Doch Bokeloh gab nicht auf. Die Mannschaft warf in der Schlussphase alles nach vorne, der Regen wurde stärker, die Minuten liefen davon, bis zur 98. Minute. Da stand Mirko Lake genau richtig und drückte den Ball zum 1:1 über die Linie. Ausgleich! Jubel! Erleichterung!
Ein Punkt, der sich wie ein kleiner Sieg anfühlte. Die Chancenverwertung bleibt ausbaufähig, die Moral dagegen erstklassig. Bokeloh bleibt Tabellenführer, wenn auch nur knapp vor Listrup.