
Manchmal muss man auch einem windigen und regnerischen Oktoberabend abliefern, wenn man sich in der Tabelle verbessern möchte. Das trifft diese Woche auf die SG Kirchardt und Türkspor Eppingen gleichermaßen zu. Die Eppinger müssen am Donnerstag zum ASV Eppelheim. Anpfiff ist um 19.30 Uhr.
"Wir drehen uns regelrecht im Kreis", sagt Mehmet Öztürk und erklärt auf diese Weise die jüngste 2:3-Niederlage gegen den TSV Amicitia Viernheim, die äußerst unglücklich zustande gekommen ist. Der Türkspor-Trainer ergänzt: "In der Entstehung des 0:1 treten wir über den Ball, das 0:2 ist ein Sonntagsschuss, der zuvor an beide Innenpfosten geht und das 0:3 resultierte nach einer Ecke, als wir unzureichend geklärt haben." Danach war seine Mannschaft sehr bemüht, spielte einen ansehnlichen Fußball und kam dank zweier Freistoßtore von Alperen Yilmaz auf 2:3 heran. Mehr sollte aber nicht mehr gelingen.
Aufgrund der Niederlage ziert Türkspor Eppingen wieder das Tabellenende mit weiterhin sechs Zählern Rückstand zur Abstiegsrelegation. Kurzfristig droht dieser Rückstand eher anzuwachsen als sich zu verringern. In der vorgezogenen Partie des 14. Spieltags fahren die Eppinger vermutlich chancenlos zum ASV Eppelheim. Der Gegner hat einer Vorverlegung zugestimmt, da sich Öztürk mit seiner Familie am Freitag in die Türkei aufmacht, wo er Trauzeuge seines Trainerkollegen Volkan Glatt (ehemals FC Bammental und VfR Mannheim) ist.
Zuvor gilt es in Eppelheim sich möglichst teuer zu verkaufen. Das wird aber alleine aufgrund der angespannten Personallage ein sehr schwieriges Unterfangen. "Wir haben gefühlt keinen Verteidiger mehr zur Verfügung und müssen uns in der hintersten Reihe komplett neu aufstellen", verrät Öztürk. Dies Ausfallliste ist mit Kapitän Hakan Aslantas, Salih Tökgöz (beide gelb-rot-gesperrt) sowie den verletzten Maximilian Gräßle und Ilja Eckel prominent besetzt.
In den sechs ausstehenden Partien 2025 gilt es noch ein paar Zähler zu sammeln und im Winter auf personelle Verstärkung zu bauen. Öztürk konstatiert: "In der Masse sind wir nicht landesligatauglich, deshalb müssen wir in der Winterpause handeln."