2026-06-03T09:07:03.210Z

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"Da ging die Party mal richtig ab mit Freunden, Fans und Gönnern"

FuPa stellt Pokalsieger vor: Die SGM Aufhausen/Nellingen besiegt im Finale des Frauen-Bezirkspokals Neckar/Fils den 1. Göppinger SV mit 3:0.

von red · Heute, 07:30 Uhr · 0 Leser
Foto: SGM Aufhausen/Nellingen
Foto: SGM Aufhausen/Nellingen

Nach zwei bitteren Endspielniederlagen in den vergangenen Jahren hat die SGM Aufhausen/Nellingen den Frauen-Bezirkspokal Neckar/Fils gewonnen. Vor 590 Zuschauern in Eislingen besiegte das Team den 1. Göppinger SV mit 3:0. Ein früher Doppelschlag legte den Grundstein für den Erfolg, der im Anschluss gebührend gefeiert wurde.

Der unbändige Wille zum Erfolg

Die Erleichterung und der Stolz waren nach dem Abpfiff in Eislingen allgegenwärtig. Nach zwei schmerzhaften Endspielniederlagen in den vergangenen Spielzeiten war die Entschlossenheit bei der SGM Aufhausen/Nellingen vor dem Finale im Frauen-Bezirkspokal Neckar/Fils größer denn je. Es sollte diesmal einfach der Moment des Triumphs sein.

Trainer Ralf Häberle beschrieb gegenüber FuPa nach der Partie die tief sitzende Motivation seiner Mannschaft, die von der ersten Minute an auf dem Platz zu spüren gewesen sei: „Der Ausschlag für den Pokalsieg war der enorme Wille vom ganzen Team, das Ding zu holen – ob die auf dem Feld oder die auf der Bank und auch die, die nicht im Kader waren. Das war richtig zu spüren, dass es diesmal klappt.“

Neben dieser mentalen Stärke erwies sich auch die personelle Tiefe des Teams als entscheidender Faktor: „Der nächste Vorteil ist auch, dass wir einen großen Kader haben, in dem wir auch eins zu eins wechseln und über 90 Minuten Vollgas geben können.“

Ein Blitzstart als Dosenöffner

Vor 590 Zuschauern zeigte sich die SGM von Beginn an hochkonzentriert und gewillt, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Man spürte die Entschlossenheit, die Schmach der vergangenen Jahre vergessen zu machen. „Von Anfang an waren wir da, wollten das Spiel für uns entscheiden“, bilanzierte Trainer Ralf Häberle den fulminanten Beginn.

Es dauerte lediglich bis zur dritten Spielminute, ehe die erste Welle der Begeisterung durch das Team schwappte: Sophia Floridia erzielte die frühe 1:0-Führung. Dieses Tor sollte die Richtung für den restlichen Nachmittag vorgeben. „Der Dosenöffner war in der dritten Minute die Führung, danach hörten wir nicht auf und wollten mehr“, erklärte der Coach. Die SGM setzte sofort nach und belohnte sich nur wenig später erneut. In der 16. Minute war es wiederum Sophia Floridia, die mit ihrem zweiten Treffer auf 2:0 erhöhte.

Kontrolle und ein Hauch von Aluminiumglück

Nach der furiosen Anfangsviertelstunde beruhigte sich das Geschehen auf dem Rasen etwas, ohne dass die SGM die Spielkontrolle aus der Hand gab. „Nach 25 Minuten nahmen wir das Tempo ein bisschen raus und Göppingen kam besser ins Spiel, aber nicht mit sehr gefährlichen Aktionen“, schilderte Ralf Häberle die Phase vor dem Seitenwechsel. Mit einer 2:0-Führung ging es schließlich in die Kabinen.

Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich eine zähere Begegnung, in der der Spielfluss phasenweise verloren ging. Die SGM beschränkte sich nun primär darauf, den Vorsprung zu verwalten, durfte sich der Sache jedoch zu keinem Zeitpunkt gänzlich sicher sein. Der Gegner steckte nicht auf: „Göppingen hatte mit einem Lattenschuss noch die Möglichkeit zu verkürzen, was ihnen aber nicht gelang und sie sonst auch nichts Zwingendes mehr hatten.“

Als die reguläre Spielzeit bereits abgelaufen war, krönte Miriam Fritzsch in der Nachspielzeit (90.+3) den Auftritt der SGM mit dem Tor zum 3:0-Endstand, was die endgültige Entscheidung bedeutete.

Eine feuchtfröhliche Nacht im Sportheim

Nach dem erlösenden Schlusspfiff brachen alle Dämme, und die Last der vergangenen Jahre fiel von den Schultern der Spielerinnen. Der Gewinn der Trophäe wurde im Anschluss ausgiebig gefeiert. „Der Pokalsieg wurde gebührend gefeiert. Nach dem Spiel in Eislingen fuhren wir ins Sportheim nach Aufhausen, da ging die Party mal richtig ab mit Freunden, Fans und Gönnern“, gab Trainer Ralf Häberle einen Einblick in die Feierlichkeiten.

Für die feierwütigsten Spielerinnen war das Sportheim jedoch nur die erste Station einer langen Nacht: „Zu später Stunde gingen die, die noch nicht genug hatten, weiter in den Saustall – Insider wissen, was das ist. Das Trainerteam war da dann raus.“

Foto: SGM Aufhausen/Nellingen
Foto: SGM Aufhausen/Nellingen

Ein Ehrenplatz neben den historischen Titeln

Die Erinnerung an diesen triumphalen Tag wird im Verein dauerhaft präsent bleiben und ein greifbares Symbol erhalten. Der frisch gewonnene Pokal wird nicht in irgendeinem Schrank verstauben, sondern einen prominenten Platz im Clubhaus einnehmen, um an den historischen Erfolg dieses Teams zu erinnern. Er wird sich in eine Reihe mit den größten Erfolgen der jüngeren Vereinsgeschichte einreihen.

Trainer Ralf Häberle verriet: „Der Pokal bekommt einen besonderen Platz im Sportheim, neben dem Kreisliga- und Bezirksliga-Titel die Jahre zuvor.“ Damit schließt sich für die Mannschaft ein Kreis, der mit harter Arbeit begann und im Pokalsieg gipfelte.