2024-07-11T13:55:35.092Z

Ligabericht
Ein starkes Sanem dominierte den 2.Bezirk der 2.Division fast nach belieben
Ein starkes Sanem dominierte den 2.Bezirk der 2.Division fast nach belieben – Foto: Guy Braun

D2S2: Sanem überflügelte alle

Spannung pur in allen Teilen der Liga

>>> Über diesen Link könnt ihr FuPa Luxemburg unterstützen - weitere wichtige Infos dazu findet ihr hier.

Sanems Solo und spannendes Verfolgerrennen

Mit einer Mannschaft, die laut Experten auch in einer 1.Division hätte mithalten können, spielte Absteiger Sanem eine herausragende Saison. Wer den besten Sturm und die beste Abwehr – und dies mit bemerkenswertem Abstand – sein Eigen nennen kann und wer mit einem meilenweiten Vorsprung von 17 Punkten Meister seiner Klasse wird, hat den Aufstieg mehr als verdient! Diese Überlegenheit brachte auch mit sich, dass das Rennen um den zweiten direkten Aufstiegsrang lange sehr spannend blieb.

Schließlich konnte sich Steinfort diesen begehrten Platz sichern. Vorsichtig hatte man vor der Spielzeit 23-24 angegeben, oben mitspielen zu wollen. Aus diesem Vorhaben wurde mehr. War die Hinrunde noch gut, aber nicht überragend gelaufen, so tat man sich im zweiten Teil der Saison als zweitbestes Team hervor. Am Ende musste man aber noch einmal zittern, aus den letzten fünf Partien holte man bei einer Forfait-Niederlage nur drei Punkte. Das Polster war aber groß genug, um den Aufstieg perfekt zu machen.

Wenn man wie Koerich eine Seuchensaison als Tabellendritter abschließt, dann drängt sich die Frage auf, wie der Verein aus dem Westen Luxemburgs abgeschnitten hätte, wäre man ohne seine schier unendliche Serie an schwerverletzten Spielern geblieben! Quasi mit dem letzten Aufgebot kämpfte sich Koerich mit nur zwei Zählern aus den letzten drei Ligaspielen noch auf Rang 3, was gleichbedeutend mit der Teilnahme am Barrage-Spiel um den Aufstieg war.

Abgebrüht entschied man dieses schließlich für sich und steigt zum ersten mal seit 24 Jahren in die 1.Division auf. Mit einem gesunden Mix aus jung und alt schaffte es auch der FC Ehleringen auf einen Relegationsplatz. In einer engen Tabelle stets in Reichweite eines solchen verlor man keines seiner letzten sechs Meisterschaftsspiele und ging damit mit Rückenwind in sein Barrage-Spiel gegen die AS Luxemburg, das man knapp für sich entscheiden konnte.

Etliche Aspiranten gingen leer aus

Zweiter nach der Hinrunde wurde Gasperich Fünfter in der Rückrunde – was im Schnitt aber keineswegs Platz 3 oder 4, sondern nur den undankbaren fünften Rang ausmachte. Nur fünf Tore schlechter war man als Ehleringen. Seit Anfang April fehlte es den Ergebnissen an der nötigen Konstanz und Trainer Lopes haderte des Öfteren mit der Einstellung seiner Spieler. Dass Absteiger Bartringen es schwer haben würde war sehr früh klar. Nach der späten Entscheidung am grünen Tisch, dass man das Barrage-Spiel der vergangenen Saison doch verlieren würde, blieb kaum Zeit, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. So dauerte es, bis man sich gegen Ende der Hinrunde gefunden hatte und konstantere Ergebnisse abliefern konnte. Mehr als Platz 6 in der Endabrechnung war für den FC Sporting in dieser Saison damit nicht drin.

>> Abschlusstabelle

>> Torschützen

Nörtzingens Saison kannte Licht und Schatten. Als Saisonziel hatte man den Klassenerhalt ausgegeben, dieser wurde mehr als erreicht. Im ersten Halbjahr der kürzlich abgeschlossen Spielzeit war man Dritter, zum Saisonende konnte man sich immerhin noch Rang 7 sichern und so einen Platz in der oberen Tabellenhälfte für sich beanspruchen. Ebenfalls furios in die Saison kam Aufsteiger Moutfort-Medingen, das erst am 8.Spieltag seine erste Niederlage einstecken musste. Danach musste man sich den Realitäten der 2.Division stellen und nach einer schwachen Rückrunde war man über sein Punktepolster froh, da es ansonsten mit Blick nach unten noch einmal hätte eng werden können.

Abstiegskampf bis zum Schluss

Mit Mertert-Wasserbillig riskierte ein Absteiger vor allem im ersten Teil der Saison, auch in der 2.Division gegen den Abstieg zu spielen. Der Neuaufbau ging nicht unproblematisch vonstatten, da es den Ergebnissen an Konstanz fehlte. Eine kleine Serie kurz vor Ende der Spielzeit war dann der entscheidende Schritt zum Klassenerhalt. Nach einer ordentlichen ersten Halbserie holte Minière Lasauvage 2024 nur halb so viele Punkte wie aus den ersten dreizehn Spielen und rutschte damit Richtung Abstieg, den man aufgrund teils guter Leistungen aber vermeiden konnte.

Küntzig startete mit vier Niederlagen in die Saison, konnte sich danach aber fangen und sammelte in den restlichen zwölf Spielen bis zum Winter immerhin fünfzehn Punkte. In der zweiten Saisonhälfte lief es ebenfalls nur mäßig, man blieb aber stets über dem Strich, so dass am Ende der Klassenerhalt geschafft wurde. Eine noch schwierigere Saison durchlebte Biwer, das zweimal den Trainer wechselte und erst ganz durch einen knappen Sieg bei Nachbar UMW die Abstiegsrelegation vermeiden konnte.

Der CS Oberkorn hatte in der Hinrunde mit nur fünf Punkten nichts zu melden. Doch welches Potenzial in der Mannschaft steckte, zeigte man in der Rückserie. Nach dem im Winter vollzogenen zweiten Trainerwechsel verbesserte sich das Team vom letzten Hinrundenplatz auf den beachtlichen Rang 6 in der Rückrunde. In der Endabrechnung kam man damit aber nicht über die Abstiegsrelegation hinaus. In dieser setzte man dem Aufwärtstrend die Krone auf und gewann klar gegen Bourscheid. Den dritten Abstieg in drei Jahren musste die US Esch hinnehmen, die einer schwachen Hinrunde eine noch schwächere Rückrunde folgen ließ, so dass man nie aus dem Tabellenkeller herauskam.

Aufrufe: 014.6.2024, 13:32 Uhr
Paul KrierAutor