2026-05-15T09:36:57.455Z

Ligabericht

D2S1: Harlingen Spitze, Heiderscheid trotz Sieg in Not

Mit Video! Rambrouch überrascht Erpeldingen, Folschette nach Christnach ebenfalls in der Aufstiegsrelegation

von Kevin Harpes · Gestern, 17:28 Uhr · 0 Leser
Harlingen feierte den Aufstieg
Harlingen feierte den Aufstieg – Foto: Ben Majerus

Der 25.Spieltag in Zahlen

* Falls Torschützen im Ranking fehlen sollten, bitten wir die Vereine, diese nachzutragen oder sie uns per E-Mail an luxemburg@fupa.net inkl. Minute und Spielstand zuzusenden.

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Was am Wochenende los war

Ulflingen trat mit einem neuen Trainer in Redingen an, konnte die Talfahrt jedoch nicht unterbrechen. Trotz Führung kurz vor der Halbzeitpause glich Pratzerthal-Redingen noch vorm Pausenpfiff aus. Nach der 15-minütigen Unterbrechung spielte man sich dann in einen Rausch und ließ den Gästen aus dem hohen Norden keine Chance mehr. Am Ende siegte man 5:2. Beim Spiel Berdorf-Consdorf gegen Vianden ging es darum, wer Best of the Rest wird. Auch hier fiel das erste Tor für die Gäste kurz vor der Halbzeit. Jedoch fanden die Gastgeber keine Antwort auf den Rückstand. In der zweiten Halbzeit verdoppelte Vianden den Vorsprung. Mit de Carvalho Meira musste ein Gästespieler vorzeitig vom Platz, ändern tat dies nichts mehr am Endresultat. Mit diesem Auswärtserfolg überholt Vianden seinen Gegner in der Tabelle und grüßt nun von Platz 5.

Ein wahres Feuerwerk brannte Harlingen beim letzten Heimspiel gegen Böwingen ab. Mhibik startete dieses Feuerwerk mit zwei Treffern in der ersten Viertelstunde. Nach 90 Minuten stand es 6:0 für die Hausherren, dies ohne einen Treffer von Toptorjäger Jašarević. Dies änderte sich dann schnell in der Nachspielzeit, denn Jašarević legte zwei Tore drauf, seine Treffer 31 und 32. Mit 8-0 verabschiedete sich Harlingen von seinen Heimfans und grüßt wieder von der Tabellenspitze. Dies lag daran, dass sich Erpeldingen auswärts in Rambrouch geschlagen geben musste. Mit 4:0 lag Ramrbouch in Front und konnte dadurch den Klassenerhalt feiern. Webers Tor zum 4:1 war nur noch Ergebniskosmetik. Jedoch kann Erpeldingen sich nächste Woche aus eigener Hand im Spitzenspiel gegen Harlingen die Tabellenführung und Meisterschaft zurücknehmen. Die Story des Spieltages oder der Saison kommt aber aus Rambrouch, wie uns der Verein selber schrieb. Lest selbst:

Vom Bankdrücker zum Retter: Eric Grüneisen schießt Rambrouch zum Klassenerhalt. Der eigentliche Innenverteidiger musste in dieser Saison oft Geduld beweisen. Besonders in der Rückrunde fand sich Grüneisen häufig auf der Bank wieder oder gehörte teilweise sogar nicht zum Kader. Am vergangenen Sonntag lag Rambrouch gegen Böwingen noch mit 2:1 zurück, als Grüneisen eingewechselt wurde, nicht als Verteidiger, sondern als Stürmer. Der Joker erzielte gleich zwei Treffer und drehte die Partie praktisch im Alleingang zum 2:4-Auswärtssieg. Im entscheidenden Spiel gegen Erpeldingen wurde Grüneisen wieder als Stürmer eingewechselt. Gerade einmal vier Minuten nach dieser traf er wieder. Eric Grüneisen wurde dabei zur Symbolfigur des Klassenerhalts.

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Folschette war in Bourscheid zu Gast und wollte in Form bleiben für die Relegation. Dies gelang auch eindrucksvoll. In der 55. Minute ging man zwar in Rückstand, doch diesen ersten Rückschlag glich man schnell wieder aus. Kurz nach dem Ausgleich musste dann Mendy mit Gelb-Rot vom Feld und Folschette war nur noch zu zehnt. Auch diesen Rückschlag schüttelte man ab und zeigte Moral. Die nächsten drei Tore im Spiel erzielte man alle selbst und gewann mit 4:1. Mit Rückenwind geht man in die wichtigsten Wochen der Saison.

Auch Christnach wollte mit Rückenwind in die Relegation gehen, jedoch verlor man sein Heimspiel gegen Heiderscheid. Nicht nur dies, auch Billy Lavinas musste, in seiner letzten Saison, verletzt ausgewechselt werden. Für die Gäste war es, mit Blick auf das Ell Spiel, ein extrem wichtiger Sieg. Zum Ende der Saison zeigt sich Ell von seiner besten Seite. Nach dem halben Dutzend gegen Bourscheid letzte Woche, schenkte man dieses Mal dem Schlusslicht aus Clerf 6 Tore ein. Clerf konnte auch einmal einnetzen, verlor aber zwei Spieler durch Gelb-Rot. Mit diesen beiden Ergebnissen kommt es nun nächste Woche zum Showdown wo Heiderscheid Ell empfängt. Beide haben den Klassenerhalt in der eigenen Hand.

Steffen: „haben zu keinem Moment an unserer Qualität im Kader gezweifelt“

Nicola Steffen, bekennender Schalke-Fan, nach dem Spiel zur aktuellen Topform und dem eigenen Finale vor der Brust: „Wir sind im Moment gut in Form und die Mannschaft hat heute eine gute Leistung gezeigt. Ich bin der Meinung, dass wir in den ersten 5 Spielen der Rückrunde viel Pech hatten und da sicherlich den ein oder andere Punkt verdient gehabt hätten. Ab dem Spiel gegen Ulflingen ist das Momentum auf unsere Seite gefallen. Wir haben davon profitiert, weiter diszipliniert aufzutreten. Als einer von ein paar Führungsspielern in der Mannschaft stehe auch ich im engen Austausch mit dem Trainerteam und wir haben zu keinem Moment an unserer Qualität im Kader gezweifelt.

Es war meiner Meinung nach eher eine Frage der Zeit bis es endlich läuft. Jetzt halten wir besser zusammen, arbeiten mehr füreinander und das merkt man auch an den Ergebnissen. Eine positive Dynamik in der Mannschaft entsteht nicht dann, wenn die Ergebnisse einwandfrei sind, sondern genau dann, wenn es schwer ist und man trotzdem für den anderen da ist. Nächste Woche wird sicher ein spezielles und hitziges Spiel, mit wahrscheinlich vielen Zuschauer, die sich in einer Art Finale ein gewisses Spektakel erwarten. Heiderscheid hat die letzten Wochen auch ordentliche Ergebnisse aufzuweisen und es geht um sehr viel, also wird die Motivation auf beiden Seiten riesig sein. Wir gehen aber nicht in dieses Spiel um auf Unentschieden zu spielen.

Wir wollen unser Spiel durchziehen und auf Sieg gehen. Natürlich muss man intelligent spielen und kein unnötiges Risiko nehmen, aber wir wollen mit Selbstvertrauen und einer positiven Mentalität in dieses Spiel gehen. In so einem Spiel wird die Mannschaft, die nicht überdreht und einen kühlen Kopf behält, die besseren Karten haben. Wir werden diese letzte Woche genau so ernst angehen, wie wir das schon die ganze Saison gemacht haben, wo wir von unserem Trainerteam super vorbereitet und betreut werden. Und ich rede hier ganz bewusst von unserer letzten Trainingswoche der Saison. Den Aufstieg von Schalke habe ich schon anständig gefeiert, es wurde wieder Zeit.“