2024-07-11T13:55:35.092Z

Ligabericht
Ein starkes Sandweiler stellte die Weichen früh Richtung Aufstieg
Ein starkes Sandweiler stellte die Weichen früh Richtung Aufstieg – Foto: Jerome Kieffer

D1S2: Hinter Sandweiler gelang City der Aufstieg auf den Zielgeraden

Breitgefächerte Gefahrenzone wurde ASL und Kopstal spät zum Verhängnis

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Gruppe der Aufstiegskandidaten schrumpfte stetig

Nicht ganz so toll wie Bissen im 1.Bezirk aber dennoch mehr als überzeugend sicherte sich die US Sandweiler den 1.Platz im 2.Bezirk der 1.Division und damit auch den direkten Aufstieg in die Ehrenpromotion. Entscheidenden Anteil daran hatten Spieler wie z.B. Familie Valente oder die Brüder Marques, die z.T. BGL-Ligue-Erfahrung und -Qualität mitbrachten. Die mit Abstand beste Abwehr der Liga sowie der zweitbeste Sturm sorgten dafür, dass die USS mit stattlichen zwölf Punkten Vorsprung Erster wurde.

Lange kämpfte Junglinster um Platz 2, nach dem vorentscheidenden direkten Duell mit Luxembourg City waren es dann aber die Hauptstädter, die diesen holen konnten. Der noch relativ junge Name vom Cents konnte sich mit Spielern wie Mokrani oder Mendy stetig ganz oben heranpirschen und erreichte so das Relegationsspiel, das man schließlich nach einer spektakulären Partie gegen Lorentzweiler für sich entscheiden konnte und somit ebenfalls in die zweithöchste Liga aufsteigt.

Absteiger Junglinster, das trotz teils widriger Umstände Dritter wurde, lieferte eigentlich eine gute Saison ab, die wie eben erwähnt erst kurz vor Schluss ein abruptes Ende nahm. Hatte man die Hinrunde auf Platz 1 abgeschlossen, so folgte nach dem Winter ein regelrechter Absturz. Ein kurzfristiger Trainerwechsel in der Vorbereitung auf die Rückrunde wirkte eher schlecht als recht, man konnte sich nur phasenweise fangen, so dass man Platz 2 schließlich an City abtreten musste.

„The best of the rest“

Merl-Belair spielte nie ganz oben mit, konnte sich aber in der Endabrechnung auf dem hervorragenden 4.Tabellenplatz einnisten, dies vor Mannschaften, die höhere Ambitionen hatten. Mit einer gesunden Mischung aus jung und alt und einem Altersschnitt von stets knapp unter 25 Jahren wusste man zu überzeugen. Ein Highlight war sicherlich das Pokalspiel gegen Hesperingen: gegen den zu dem Zeitpunkt amtierenden Meister lag man lange in Führung, ehe man erst kurz vor Schluss doch noch eine Niederlage einstecken musste! Kehlen kam erst nach dem Winter und entsprechend nach einem Trainerwechsel nach der Hinrunde besser in Fahrt. Der gute Kader belegte am Ende Platz 5, dies vor einem Itzig, das seine Saisonziele unter Trainer und Ex-Nationalspieler Marc Birsens mehr als erreichte. Itzig war zudem eine von nur zwei Mannschaften, die Topteam Bissen aus dem 1.Bezirk der 1.Division eine Pflichtspielniederlage zufügen konnte!

Mensdorf konnte den Plan, oben mitzuspielen, nicht bis zum Schluss durchziehen. Zu viele Aussetzer - vor allem gegen die Topteams - sowie vor dem Saisonende fünf Niederlagen am Stück vermiesten die Bilanz gehörig, ein besseres Abschneiden war durchaus drin. Schengen (8.) und Beles (9.) spielten jeweils eine solide Saison, doch von den beiden mit qualitativ hochwertigen Spielern besetzten Kadern hätte man zu Beginn eigentlich mehr erwarten können. Vor allem der FC The Belval verfehlte seine Ziele relativ deutlich. Das Duo bildet damit auch quasi die Trennlinie zu den Clubs, die im Abstiegskampf steckten.

>> Abschlusstabelle

>> Torschützen

Fast die halbe Liga spielte gegen den Abstieg

Aufsteiger Munsbach spielte nach einer zufriedenstellenden Hinrunde eine gute zweite Halbserie und konnte sich schließlich auf dem soliden 10.Platz einreihen, nachdem man sich verhältnismäßig früh seiner Abstiegssorgen entledigt hatte. Ganz anders sah dies für Pfaffenthal-Weimerskirch aus: den Hauptstädtern fehlte es an Konstanz, gute Leistungen wurden nicht immer mit guten Ergebnissen belohnt. Ein Trainerwechsel in der Sommervorbereitung und ein zweiter Mitte März diesen Jahres trugen nicht unbedingt dazu bei, dass die allgemeine Lage unter der „Rout Bréck“ besser wurde. Sehr weit hinter den eigenen Ambitionen her hinkte Kayl-Tetingen, das sich bereits früh von Trainer Victor Lobo trennte. Man kam unter Neu-Trainer und Vereinspräsident Mersudin Licina dennoch nie wirklich aus dem Tabellenkeller heraus, am Ende entschieden sechs mickrige Tore darüber, dass man die Abstiegsrelegation um Haaresbreite vermeiden konnte.

Remich-Bous konnte sich nach einer sehr komplizierten Saison über die Relegation retten. Zuvor lief nichts wie gewünscht und Ende Januar wurde der ganze Verein von einem schweren Schicksalsschlag getroffen, als ein Spieler bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Ein reaktivierter Sanel Ibrahimovic, ein vor dem Winter vollzogener Trainerwechsel, Verletzte uvm. ließen die Mannschaft kaum zur Erholung kommen. Bei der URB wird man froh sein, dieses Jahr doch noch mit einer positiven Note abgeschlossen zu haben. Aufsteiger AS Luxemburg sorgte zu Saisonbeginn für Furore, doch nach dem Rücktritt von Trainer Di Gennaro hörten einige Spieler auf und die Mannschaft spielte stets am Limit. Im Barrage-Spiel um den Klassenerhalt unterlag man schließlich Ehleringen und muss genau wie die beiden anderen Mitaufsteiger sofort zurück in die 2.Division.

Kopstal kämpfte verbissen, hatte auch Potenzial und Erfahrung in der Mannschaft, haderte aber auch oft mit dem eigenen Platz sowie manchen Entscheidungen von Unparteiischen. Zumindest die Relegation konnte man lange im Auge behalten, doch eine Serie kurz vor dem Saisonende mit vier Spielen ohne Niederlage sollte nicht mehr reichen, um das angestrebte Ziel – den Klassenerhalt – zu erreichen. Kaum eine Chance hatte mit Luna Oberkorn der dritte Aufsteiger, der lediglich drei Saisonspiele gewann, was in einer Liga mit sechzehn Mannschaften definitiv zu wenig ist, um um den Verbleib in der 1.Division mitspielen zu können.

Aufrufe: 013.6.2024, 09:30 Uhr
Paul KrierAutor