2024-07-11T13:55:35.092Z

Ligabericht
Atert Bissen war die Überflieger-Mannschaft der Saison
Atert Bissen war die Überflieger-Mannschaft der Saison – Foto: Arend F.

D1S1: Bissen wie von einem anderen Stern

Feulen belohnte tolle Saison nach der Relegation mit dem erstmaligen Aufstieg in die Ehrenpromotion

Der 1.Bezirk der 1.Division war die einzige Liga der 1.Herren, in der bereits verhältnismäßig früh alle wichtigen Entscheidungen gefallen waren. Bissen wurde zur einzigen 1.Herren-Mannschaft, die Ligen-übergreifend ohne Niederlage blieb!

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Bissen und später Feulen setzten sich ab

Spannend war es nicht unbedingt im Rennen um Platz 1, sondern um Platz 2, da mit dem FC Atert Bissen eine wahre Übermannschaft unterwegs war. Ohne eine einzige Niederlage und einem Torverhältnis von 120:23 konnte niemand dem Absteiger Paroli bieten, der über einen bemerkenswerten Kader verfügt, dem bereits der Durchmarsch Richtung BGL Ligue nachgesagt wird. So stritten sich vier, fünf Vereine lange um Platz 2, welcher sich aber die ebenfalls sehr gut aufgestellte US Feulen einige Wochen vor Saisonende schon sichern konnte. Edis Osmanovic und Co. besiegten in der Relegation Weiler schließlich klar und folgten Bissen somit in die 2.Liga.

Einen herausragenden 3.Platz in der Endabrechnung sicherte sich Aufsteiger Daring Echternach. Die junge Truppe von Trainer Georg Schanen spielte eigentlich nie wirklich um den Aufstieg mit, konnte aber gegen Saisonende einen weiteren Sprung nach vorne machen, so dass man eigentliche Aufstiegsaspiranten zum Schluss hinter sich lassen konnte. Platz 4 ging an ein Sporting Mertzig, das eine konstante Saison ablieferte und dadurch gegen Ende sogar noch Restchancen auf Platz 2 bekam. Man wollte oben mitspielen, was eigentlich gelungen ist, wenn man bedenkt, wie schwer es aufgrund der Konkurrenz war, in dieser Spielzeit einen der beiden oberen Plätze zu ergattern.

Ein geteiltes Tabellenmittelfeld

Norden, Diekirch und eine Zeit lang auch Bastendorf waren die Teams, die noch am ehesten Druck auf Feulen ausüben konnten. Zudem sorgte der FF Norden 02 für Furore im Pokal, so dass Platz 5 das Leistungsvermögen eigentlich nicht ganz widerspiegelt, doch zwei Niederlagen in den letzten vier Begegnungen vermiesten die eigentlich gute Bilanz. Ganz ähnlich erging es Diekirch. Oft knapp hinter Platz 2 gelegen, kann man aber mit der Saison insgesamt zufrieden sein. Der unter Fabio Gaspar vollzogene Neuaufbau scheint gelungen und es wurde eine Basis gelegt, auf der man aufbauen kann. Schnupperte Bastendorf in der Hinrunde ebenfalls noch am zweiten Tabellenrang, so lief es nach dem Winter nicht mehr so gut. Ein möglicher Aufstieg war auch nie ein wirkliches Thema, einzig eine Serie von fünf Spielen ohne Sieg Mitte der Rückrunde verhinderte ein besseres Abschneiden.

Useldingen wollte nach einer schwierigen Vorsaison Vorsicht walten lassen. Dies ist der Mannschaft von Trainer Paul Hunnewald, der dem Verein künftig in einer anderen Funktion zur Verfügung stehen wird, mit 51 Punkten mehr als gelungen, man hatte nie etwas mit dem Abstieg zu tun und kann sich über einen Platz in der oberen Tabellenhälfte freuen. Hosingen hat unter Neil Pattison eine größtenteils sorgenfreie Runde gespielt und mit Platz 9 das Saisonziel, einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, erfüllen können. Mehr, aber auch weniger, war für den FCASH nicht drin. Schieren hatte als zweiter Absteiger nie die Ressourcen eines Bissen und musste einen Neuaufbau einleiten. Nach einer ordentlichen ersten Halbserie lief es im zweiten Teil der Saison weniger gut, trotzdem konnte die junge Mannschaft reichlich Erfahrung sammeln. Nach zwei Trainerwechseln kehrte Ruhe in ein Team ein, dessen Findungsphase nicht immer einfach war – am Ende krönte man sich mit dem Gewinn der „Coupe FLF“, was so nicht vorhersehbar war.

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Erpeldingen war lange ein Sorgenkind. Die junge Elf – oft lief man mit einem Altersschnitt von rund 23 Jahrem auf – kannte Licht und Schatten. Gute Ergebnisse gegen Topteams gab es genauso wie Niederlagen gegen Kellerkonkurrenten. Da man kurz vor Saisonende den Abstieg bereits vorzeitig vermeiden konnte, hat man sein Soll erfüllt. Dies trifft ebenso auf Berdorf-Consdorf zu, das Leader Bissen z.B. zwei Unentschieden abringen konnte, spielerisch durchaus zu überzeugen wusste, aber dennoch lange gegen den Abstieg spielte. Vor allem nach dem Winter kannte man mit nur drei Siegen eine schwierige Zeit.

Die Gefahrenzone

Nach einer desolaten Hinrunde mit nur sechs Punkten aus 15 Spielen vollzog die AS Wintger in der Winterpause den zweiten von zwei Trainerwechseln. Unter Almir Civic gelang dem Aufsteiger ein Aufschwung, man holte dreimal so viele Punkte als in der Hinrunde und konnte sich so in die Abstiegsrelegation retten. In dieser scheiterte man dann aber an Koerich sowie am eigenen Unvermögen und muss den Gang in die 2.Division antreten. Aufsteiger Gilsdorf spielte eine von den Ergebnissen her insgesamt schwierige Saison. Dennoch konnte man sein Saisonziel erreichen, da man den direkten Wiederabstieg in der Relegation gegen Minerva Lintgen doch noch verhindern konnte.

Kaum eine Chancen hatten im 1.Bezirk der 1.Divison Fels als dritter Aufsteiger sowie Colmar-Berg. Bei der AS Rupensia Lusitanos erfolgte im Laufe der Saison ein Vorstandswechsel, nach welchem man auch sportliche versuchte, wieder in ruhigere Gewässer zu kommen. Ende März vollzog man einen von zwei Trainerwechseln, die Leistungen wurden teils besser, den Abstieg konnte man aber nicht mehr vermeiden. Ein ähnliches Bild lieferte die AS Colmar-Berg ab, die mit einem kleinen Kader kaum eine Chance hatte. Oft hielt man rund eine Stunde mit, bevor man einbrach. Daran änderte auch ein Trainerwechsel nichts, zu schwach war der Kader der ASC.

Aufrufe: 012.6.2024, 13:30 Uhr
Paul KrierAutor