Durch die Wertung des Sportgerichts verbucht der SV Schönberg seine ersten Punkte der Saison.
Durch die Wertung des Sportgerichts verbucht der SV Schönberg seine ersten Punkte der Saison. – Foto: Timo Babic

D-Liga-Spielabbruch: Störenfried schaut bis Dezember zu

SV Schönberg verbucht seine ersten Punkte gegen SG Bürstadt/Bobstadt

Bergstraße. D-Ligist SV Schönberg hat nun auch offiziell seine ersten Punkte auf dem Konto. Das am 28. August abgebrochene Heimspiel gegen die SG VfR Bürstadt/Bobstadt II wird mit 3:0 für die Schönberger gewertet. Das hat das Kreissportgericht geurteilt.

Die Partie war beim Stande von 4:3 für Schönberg in der ersten Minute der Nachspielzeit vorzeitig beendet worden, nachdem ein Zuschauer, bewaffnet mit zwei Stöcken, aufs Spielfeld gelaufen war. Dieser wurde zwar von den Schönbergern vom Sportgelände befördert, doch die Gäste aus dem Ried fühlten sich „eingeschüchtert und verängstigt“, sodass sie nicht weiterspielen wollten.

Der Ablauf des Geschehens war unstrittig. Lediglich die Einschätzung von Bürstadt/Bobstadt zur Bedrohungslage sei offenbar anders gewesen, sagte Kammervorsitzender Gerhard Ripper. Der Schiedsrichter schrieb in seinem Bericht von zwei etwa 70 Zentimeter langen, dünnen Stöcken, ähnlich einem auseinandergebrochenen Besenstiel, welche der Zuschauer in den Händen hatte, und erklärte, dass „niemand direkt bedroht worden war“, auch er selbst nicht. Das Spiel sollte ordnungsgemäß zu Ende gespielt werden. Die Gäste wollten jedoch nicht mehr.

Beide Teams werden zur Geldstrafe gebeten

Damit war für das Sportgericht klar, dass Bürstadt/Bobstadt die Schuld am Abbruch trägt, erkannte auf Spielverlust sowie die Mindest-Geldstrafe in Höhe von 100 Euro, da es ein „leichter Fall“ war.Der SV Schönberg wurde wegen Vernachlässigung der Platzordnung mit einer Geldstrafe zur Kasse gebeten. Ripper: „Bei der Höhe wurde berücksichtigt, dass ein Eindringen von außen nie ganz zu verhindern ist, hier aber schnell eingegriffen und der Störer entfernt wurde.“ Positiv bewertete das Sportgericht, dass der Störenfried erkannt und namentlich benannt wurde, so bestraft werden kann. Der Mann, ein Fußballer des SV Schönberg, wird in diesem Jahr nicht mehr gegen den Ball treten. Seine Sperre endet am 12. Dezember.



Aufrufe: 019.9.2022, 14:09 Uhr
Markus KarraschAutor