2025-12-17T10:26:01.779Z

Allgemeines
– Foto: SV Grün-Weiß Bergfe

Curry 846-Cup: Nordberliner SC holt den Titel in Hennigsdorf

Finalsieg nach Neunmeterschießen, Gastgeber verliert spät den Zugriff

Der Curry 846-Cup in Hennigsdorf endet mit einem Sieger, der sich durch ein enges Turnier manövriert und im entscheidenden Moment die Nerven behält. Der Nordberliner SC gewinnt am heutigen Samstag den Titel nach einem dramatischen Finale gegen den SV Grün-Weiß Bergfelde, das erst im Neunmeterschießen entschieden wird. Der Titelverteidiger FC 98 Hennigsdorf II startet stark, scheitert jedoch im Halbfinale deutlich. Zwölf Minuten Hallenfußball pro Spiel reichen, um klare Linien zu ziehen – und ebenso, um Gewissheiten zu zerstören.

Turnierformat: Acht Teams, kein Sicherheitsnetz
Der Curry 846-Cup wird in zwei Vierergruppen ausgespielt, anschließend folgt die K.-o.-Phase mit Halbfinals und Platzierungsspielen. Jedes Team absolviert drei Gruppenspiele, danach zählt nur noch das direkte Duell. In diesem Modus ist jeder Ballkontakt ein Risikomoment, jeder Gegentreffer verschiebt die Statik des Turniers spürbar. Die Halle in Hennigsdorf wird so zur Bühne eines Wettbewerbs ohne Schonfrist.

Gruppe A: Gastgeber erfüllt die Pflicht
In der Gruppe A setzt sich der FC 98 Hennigsdorf II an die Spitze. Der Auftakt gelingt mit einem klaren 4:0 gegen den FC Arminia Tegel. Es folgt ein 2:2 gegen den Nordberliner SC, ehe der Gastgeber mit dem 3:2 gegen den Lichtenrader BC 1925 II den Gruppensieg absichert. Hennigsdorf II beendet die Vorrunde mit 7 Punkten und 9:4 Toren. Dahinter ordnet sich der Nordberliner SC mit 4 Punkten und 7:7 Toren ein. Der SC gewinnt zunächst 3:2 gegen Lichtenrade, verliert später 2:3 gegen Arminia Tegel und teilt mit Hennigsdorf II die Punkte. Arminia Tegel kommt ebenfalls auf 4 Punkte, Lichtenrade bleibt mit einem Zähler Gruppenletzter.

Gruppe B: Maximale Enge bis zum letzten Spiel
Die Gruppe B liefert das dichteste Tabellenbild des Turniers. Drei Mannschaften kommen auf jeweils 4 Punkte. Der SV Grün-Weiß Bergfelde steht mit 6:5 Toren an der Spitze dieser Dreierkonstellation, gefolgt von Füchse Berlin Reinickendorf mit 7:6 Toren und Delay Sports Berlin II mit 4:6 Toren. Bergfelde verliert zunächst 1:3 gegen die Füchse, reagiert mit einem 4:1 gegen Delay Sports und spielt anschließend 1:1 gegen SV BW Hohen Neuendorf II.

Die Füchse holen nach dem Auftaktsieg ein 2:2 gegen Hohen Neuendorf II, verlieren aber 2:3 gegen Delay Sports. Delay Sports startet mit einem 0:0 gegen Hohen Neuendorf II, unterliegt Bergfelde, gewinnt jedoch das direkte Duell gegen die Füchse. Hohen Neuendorf II sammelt drei Unentschieden und scheidet mit 3 Punkten aus.

Halbfinale: Rollen kippen abrupt
Im Halbfinale trifft der Gruppensieger der Gruppe A auf den Zweiten der Gruppe B. Der FC 98 Hennigsdorf II gerät gegen den SV Grün-Weiß Bergfelde früh unter Druck und verliert deutlich mit 1:6. Die zweite Vorschlussbegegnung bringt den Nordberliner SC gegen Füchse Berlin Reinickendorf zusammen. Der SC nutzt seine Chancen konsequent und gewinnt mit 5:3. Damit steht fest: Der Titelverteidiger ist ausgeschieden, der Nordberliner SC zieht ins Finale ein.

Platzierungsspiele: Jeder Rang wird ausgespielt
Auch abseits des Endspiels bleibt die Intensität hoch. Der Lichtenrader BC 1925 II gewinnt das Spiel um Platz sieben mit 5:2 gegen SV BW Hohen Neuendorf II und beendet das Turnier versöhnlich. Im Spiel um Platz fünf trennen sich der FC Arminia Tegel und Delay Sports Berlin II nach regulärer Spielzeit 2:2. Delay Sports Berlin II entscheidet das anschließende Neunmeterschießen für sich und sichert Rang fünf.

Spiel um Platz drei: Füchse bleiben stabil
Im Spiel um Platz drei trifft der FC 98 Hennigsdorf II auf Füchse Berlin Reinickendorf. Nach der klaren Halbfinalniederlage findet der Gastgeber nicht mehr zur nötigen Durchschlagskraft. Die Füchse setzen sich mit 2:1 durch und schließen das Turnier auf dem Podium ab. Für Hennigsdorf II bleibt damit ein Turnier, das stark beginnt und bitter endet.

Finale: Nordberliner SC behält die Nerven
Das Endspiel zwischen dem Nordberliner SC und dem SV Grün-Weiß Bergfelde endet nach regulärer Spielzeit unentschieden. Beide Mannschaften liefern sich ein offenes Duell, in dem keine Seite entscheidend davonzieht. Die Entscheidung fällt im Neunmeterschießen, in dem der Nordberliner SC die besseren Nerven zeigt und den Curry 846-Cup gewinnt.

– Foto: Sebastian Harbke/Veranstalter

Aufrufe: 03.1.2026, 22:40 Uhr
redAutor