Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist

Das Ende vorweg - die SVH erledigte ihre Hausaufgaben heute nur unvollständig. Aufgrund der fehlenden Schützenhilfe auf den anderen Plätzen steht man nun einmal mehr kurz vor dem Abgrund.

Soweit hätte es nicht kommen müssen. Gegen die auf Sommerfußball eingestellten Hausherren ließ man sich allerdings zu sehr einlullen und nahm zu selten das Heft des Handelns in die Hand. Auch war das in der Vorwoche noch zurückgekehrte Matchglück der SVH nicht mehr hold. Während die Heimelf ihre Chancen mit einer Ausnahme konsequent nutzten, gerieten die Torabschlüsse der Ossen zu ungenau oder überhastet.

Das 1:0 für CSC fiel nach einer Serie von 3 Ecken, als ein CSC-Spieler den Ball irgendwie mit dem Unterschenkel vom Fünfmetereck über die Linie bugsierte. Die SVH verfiel nur kurzzeitig in Schockstarre und zeigte das, was heute den größten Respekt abnötigte - absolute Nehmerqualitäten und den unbedingten Willen wieder zurückzuschlagen. Beim 1:1 gelang dies durch einen tollen Querfurth-Kopfball nach einer Flanke von rechts an den kurzen Pfosten. Das Tor zum 2:2, CSC hatte zwischenzeitlich einen abgefälschten Freistoß aus 17 Metern im Torwarteck untergebracht, fiel durch Saake nach einer Ecke von der rechten Seite. Nicht mit dem Kopf sondern überlegt und mit dem Fuß, besorgte "Schürrle" damit den Halbzeitstand, da ein Koch-Schuss kurz vor dem Pausenpfiff das Tor um Millimeter verfehlte.

Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Hausherren etwas offensiver, was die SVH zunächst vor kleinere Probleme stellte. Gerade als man sich jedoch wieder einige Male gefährlich dem CSC-Tor annäherte und zumeist nur ein Abnehmer für die Hereingaben fehlte, schlugen wieder die Gastgeber zu. Nach schöner Seitenverlagerung und Flanke an den zweiten Pfosten gelang CSC mit ihrem bis dahin erstem wirklich gelungenem Spielzug die erneute Führung. Und erneut antwortete die SVH darauf mit wütenden Angriffen. Die Genauigkeit dieser Aktionen ließ aber zusehends zu wünschen übrig, was sowohl am Kräfteschwund als auch am Wissen um die tabellarische Ausgangssituation gelegen haben dürfte. Nichtsdestotrotz gelang durch Goebel, welcher zuvor noch zweimal zu hektisch abgeschlossen hatte, der mehr als verdiente Ausgleich. Dass es dabei blieb, lag an weiteren überhasteten Abschlüssen der Ossen während der 6-minütigen Nachspielzeit und an einer überragenden Parade von Hellal, der bei einem Konter von CSC im Eins-gegen-Eins noch irgendwie die Hand an den Ball bekam.

Zurück auf Tabellenplatz 14 hilft in der kommenden Woche nur noch ein Sieg. Alle anderen 29 Spieltage sind Vergangenheit. Der 30. Spieltag muss aber noch gespielt werden und es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.

Aufrufe: 019.5.2019, 17:38 Uhr
Gerd von AchsenAutor

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