
Über acht Monate ist es her, dass Ex-Profi Migel-Max Schmeling zuletzt ein Pflichtspiel für seinen Ex-Club Westfalia Herne bestritt. Nur wenige Tage nach dem 7:2-Kantersieg über den DSC Wanne-Eickel riss sich der 25-Jährige bei einem Spiel in der Icon League das Kreuzband und den Meniskus, was seinem damaligen Trainer Christian Knappmann überhaupt nicht schmeckte.
Der ehemalige Dritt- und Regionalligaspieler, der in seiner Laufbahn unter anderem schon beim MSV Duisburg, Borussia Dortmund II, SC Verl und Wuppertaler SV unter Vertrag stand, klagte anschließend während seiner Reha über mangelnde Unterstützung seitens der Herner Westfalia und löste daraufhin seinen Vertrag auf. Seit den Weihnachtstagen war der gebürtige Gelsenkirchener vereinslos, was zur neuen Saison nun ein Ende hat.
Zur Saison 2025/26 wird Migel-Max Schmeling für Landesliga-Aufsteiger BV Herne-Süd auflaufen. Das gab der amtierende Meister der Bezirksliga Staffel 9 am Freitagvorabend (19. Juni) bekannt.
"Mit Schmelle bekommen wir nochmal richtig Qualität dazu", freut sich Herne-Süds Sportlicher Leiter Tim Eibold über den Transfercoup. "Ein Baller, der sportlich und menschlich ins oberste Regal gehört. Ich kenne Schmelle schon länger, somit weiß ich um seine fußballerische Qualität. Dazu passt er auch menschlich perfekt zu unserem aktuellen Kader und er verleiht diesem nochmal eine ganz besondere Note."
In einem Top-Fitnesszustand befindet sich Schmeling allerdings noch nicht. Zu schwer liegen die Folgen der schweren Verletzung aus dem letzten Herbst heute noch. "Jetzt heißt es richtig fit zu werden, denn nach seiner Knieverletzung benötigt er noch ein paar Wochen Aufbautraining", so Eibold, "aber da haben wir gar keine Bedenken. Der gesamte Verein und auch die Fans können sich auf einen echten Königstransfer freuen."
Migel-Max Schmeling stellt klar: "Ich freue mich, dass der Wechsel nun geklappt hat. Die Gespräche mit Tim Eibold waren die ganze Zeit sehr positiv, auch das Gespräch mit dem Trainer Dennis Hasecke war extrem angenehm."
Es haben allerdings auch andere Vereine um die Dienste des einstigen Drittliga-Linksverteidigers gebuhlt, wie Schmeling bestätigt. "Ich habe mit vielen anderen Vereinen gesprochen, aber beim BV Herne Süd hatte ich direkt zu Beginn ein sehr gutes Gefühl, gerade weil ich dort auch schon einige Jungs kenne. Ein familiärer Verein, wo man sich wirklich wohlfühlt. Nach meiner Verletzung ist es für mich wichtig wieder Fuß zu fassen und den Jungs mit meiner Erfahrung weiterzuhelfen."
Beim BV Herne-Süd wird Migel-Max Schmeling unter anderem auf einen alten Weggefährten treffen. Mit Marcus Piossek (35) spielt seit Januar ein weiterer Ex-Profi bei den Schwarz-Gelben. Piossek war zuvor als spielender Co-Trainer und Sportlicher Leiter bei Westfalia Herne tätig und lotste damals Schmeling an das Schloss Strünkede.