
Für den SV Glehn dürfte ein Mann wie Jörg Ferber mehr als nur eine einfache Verstärkung in der sportlichen Leitung sein. Der im Kreis Grevenbroich/Neuss durchaus bekannte 57-Jährige hatte zuvor jahrelang überzeugende Arbeit in der Landesliga beim SC Kapellen-Erft geleistet. Ab sofort leitet er die Geschicke beim A-Ligisten von der Johannes-Büchner-Straße.
Anfang Mai 2026 haben der SC Kapellen-Erft und Jörg Ferber bekannt gegeben, dass sie nach drei gemeinsamen Jahren getrennte Wege gehen werden. Der Rheinischen Post gegenüber erklärte Ferber: Da sind jetzt neue Leute mit eigenen Vorstellungen. Und in den Gesprächen hat sich irgendwann herausgestellt, dass es nicht passt, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von Konzepten für den SC Kapellen haben.“ In der Folge hat er auch seine Offenheit gegenüber Gesprächen über neue Aufgaben bekundet.
Lokal könnte Ferber schon als echte Legende des Amateurfußballs bezeichnet werden. Denn als Trainer war er mitunter in der Landesliga beim TSV Bayer Dormagen und dem VfR Neuss aktiv. Den Job des Strippenziehers hat er 2018 erstmals beim SC Kapellen angenommen, von wo aus er nach drei Jahren zur DJK Gnadental wechselte. Zuletzt hängte er noch ein dreijähriges Intermezzo mit Kapellen an.
Mit dem SV Glehn ist es der siebte Verein aus Grevenbroich/Neuss, bei dem er entweder das Amt des Cheftrainers oder des sportlichen Leiters innehat. Norbert Jurczyk, der Vorsitzende des Vereins, freut sich über den Coup, für den er mit Sicherheit die Verantwortung trägt: „Ich glaube, gerade dies macht die Aufgabe für Jörg so spannend. Bei uns sprudelt es nur so vor Ideen und Projekten. Wir brauchen dringend jemanden, der uns hilft, die dafür erforderlichen Strukturen zu schaffen und auszubauen. Mit seiner großen Fachkenntnis und seinem Netzwerk ist Jörg genau der Richtige“, erklärt der Vollblut-Glehner.
Ferber wird mit dem SV Glehn einen ambitionierten Verein übernehmen, der in den vergangene A-Liga-Saisons bewiesen hat, durchaus oben mitspielen zu können. In der abgelaufenen Spielzeit war der sechst Tabellenplatz, der letztlich zu Buche stand. „Die Gespräche mit dem Vorstand haben mich schwer beeindruckt. Der Verein hat sich eine tolle Philosophie verordnet und lebt diese auch mit großer Begeisterung aus. Hier möchte man sich sportlich, organisatorisch aber auch gesellschaftlich nachhaltig entwickeln und die Zukunft des Clubs auch langfristig auf eine solide Basis sichern. Ich denke, da kann ich mit meinen Kompetenzen bei der Umsetzung helfen und nehme diese Herausforderung sehr gerne an“, beschreibt er die Dinge, die ihn überzeugt haben.
Nun also eine für seine Verhältnisse kleinere Hausnummer. Vielleicht ist Jörg Ferber ja genau der Baustein, der dem SV Glehn für einen möglichen Bezirksliga-Aufstieg gefehlt hat.
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