Am Ende feierte der Coswiger FV und beendete mit einem 2:1-Erfolg über den LSV Tauscha deren Pokalserie.
Am Ende feierte der Coswiger FV und beendete mit einem 2:1-Erfolg über den LSV Tauscha deren Pokalserie.

Coswigs Jokertor lässt Tauscha's Titelhattrick-Traum platzen

Kreispokalfinale Meißen: LSV 61 Tauscha vs. Coswiger FV / Spielbericht

Der Coswiger FV hat den Pokal-Nimbus des LSV 61 Tauscha im Finale des diesjährigen Cup-Wettbewerbs des Landkreises Meißen gebrochen und sich in Lampertswalde vor einer tollen Kulisse von 486 zahlenden Zuschauern mit 2:1 durchsetzen können.

Bereits vor dem Anpfiff des vom SV Lampertswalde anlässlich ihres 65-jährigen Vereinsjubiläums ausgerichteten und gut organisierten Endspiels war die Unterstützung der beiden Fanlager zu vernehmen - hierbei ging der erste, wenn auch sportlich irrelevante Punkt, an die Coswiger. Im Vorfeld der Partie war von Tauschaer Seite zu vernehmen, dass gleich fünf Stammspieler aufgrund einer Hochzeit nicht im Kader stünden, was jedoch für den Austragungstermin eines solchen Events nicht von Bedeutung sein sollte.

Mit Sprung in das Spielgeschehen fand man sofort klassischen Pokalfight-Charakter vor: Dabei standen bei tropischen Temperaturen enormer Einsatzwille und hohes Tempo jedoch auch viel Hektik und ein überschaubares spielerisches Niveau gegenüber. Dabei erwischte der CFV den besseren Start und verbuchte zunächst Feldüberlegenheit ohne jedoch nennenswerte Chancen zu erspielen, während Tauscha immer wieder auf gefährliche Nadelstiche setzte und schließlich ein wenig überraschend in Führung gehen konnte.

Coswig-Schreck Schütt hinten wie vorne auffällig

Und wie schon im Ligaspiel war Kapitän Lucas Schütt der Torschütze, welcher als Innenverteidiger an diesem Tage omnipräsent schien, stets einsatzfreudig und abgeklärt in der Defensive agierte und vor dem gegnerischen Kasten vor allem bei Standards immer wieder für Unruhe in der Coswiger Abwehr sorgte. So auch dieses Mal, als der Abwehr-Hüne in eine Freistoßflanke hineinlief und cool mit der Innenseite flach ins Eck vollendete.

Doch davon zeigte sich der Kreisoberliga-Dritte der abgelaufenen Saison wenig beeindruckt und versuchte den Gegner weiter mit Dominanz zu knacken. So dauerte es schließlich keine zehn Minuten bis Felix Schmid den Ausgleich für seine Farben markieren konnte. Vorausgegangen war ein schöner Pass von Kapitän Sebastian Scheithauer und eine gute Vorteilsauslegung von Schiedsrichter Napp, sodass Schmid am Ende dieses wohl temperierten Konters nur noch einnetzen musste (19.).

Es blieb also spannend auf dem grünen Rasen und so verteilten sich die weiteren Chancen bis zu Pausenpfiff gleichermaßen auf beide Seiten bzw. Gehäuse, wobei etwas Zählbares dabei nicht mehr herausspringen sollte. So ging nach unterhaltsamen ersten 45 Minuten mit einem gerechten 1:1-Remis in die Kabinen.

Tauscha dezimiert sich und muss die Hitzeschlacht in Unterzahl beenden

Im zweiten Spielabschnitt zogen sich die CFV-Kicker zunächst weiter zurück, sodass Routinier Jan Derfert in der Sturmspitze mehr oder minder in der Luft hing. Doch die 61er konnten die Passivität nicht ausnutzen und so dauerte es ein wenig, ehe auch Torchancen wieder im Spielbericht zu vermerken waren. Nach einer guten Stunde Spielzeit wurde Coswig dann wieder aktiver und sollte über Konter gefährlich vor dem Tor von LSV-Keeper Griebsch auftauchen.

Als dann Lukas Petzold vom Tauschaer Peter Hoffmann sehr rabiat von den Beinen geholt wurde, schickte ihn der Referee mit der roten Karte zum vorzeitigen Duschen (64.), was im Lager der Schulze-Elf natürlich für reichlich Unmut sorgte, angesichts der teils grenzwertigen Zweikampfführung aber keinesfalls unberechtigt erschien. Auch mit zehn Akteuren verkaufte sich der zuletzt zweifache Pokalsieger teuer und warf alles in die Waagschale, um diesen Pokalfight für sich zu deklarieren.

Mit zunehmender Spielzeit wurden bei diesen Temperaturen natürlich auch die Beine schwerer und die Konzentration begann nachzulassen, sodass die vergebenen Torgelegenheiten durch beispielsweise Scheithauer noch mehr schmerzten. Als die durch die Trinkpausen mit sechs Minuten ausgewiesene Nachspielzeit bereits lief, sollte doch noch der erlösende Lucky Punch zugunsten der Coswiger zustande kommen und beide Teams vor der Verlängerung "retten".

Joker Jasari wird zum goldenen Schützen

Joker Altim Jasari, der erst zehn Minuten zuvor eingewechselt wurde, avancierte zum Helden dieses Endspiels, denn der Youngster vollendete in der dritten Minute der Nachspielzeit zum umjubelten 2:1-Siegtreffer für die Kreisstädter und verhinderte damit den Titel-Hattrick des LSV Tauscha, die in diesem Match schlichtweg zu wenig Großchancen kreiieren konnten. Unter dem Strich sahen die Zuschauer vor der Rekordkulisse ein packendes und rassiges Finale, welches in einen würdigen Rahmen seitens der Gastgeber gebettet wurden.

Anschließend fanden sich beide Teams zur obligatorischen Siegerehrung und Pokalübergabe ein, ehe Moderator Gert Zimmermann noch den Siegtorschützen Jasari sowie den Coswiger Interimscoach Sven Hampel interviewte. Anschließend wurde die neu gewonnene Trophäe von den Coswigern auf dem eigenen Sportfest gebührend gefeiert.

Aufrufe: 04.7.2019, 15:00 Uhr
FuPa SachsenAutor

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