
Ein besonderes Wiedersehen steht an: Wenn die Frauen des VfL Wolfsburg am Samstag (16.30 Uhr, live bei Sky) im Achtelfinale des DFB-Pokals auf den SC Freiburg treffen, wird es für Cora Zicai ein emotionales Duell. Die 20-Jährige stammt aus Freiburg, spielte acht Jahre für den Sport-Club und stand in 85 Pflichtspielen für die Breisgauerinnen auf dem Platz – nun läuft sie erstmals als Gegnerin im AOK Stadion auf.
„Ich freue mich extrem darauf“, sagt Zicai. „Es ist schön, langjährige Freundinnen und ehemalige Mitspielerinnen wiederzusehen – und diesmal auf der anderen Seite zu stehen. Natürlich will ich das Spiel genießen, aber am Ende zählt nur eins: dass wir alles für den Einzug ins Viertelfinale geben.“
Mit ihren ehemaligen Teamkolleginnen Nia Szenk und Maj Schneider steht sie weiterhin in engem Kontakt: „Wir schreiben regelmäßig und verstehen uns immer noch super. Es ist schön, dass die Verbindung geblieben ist – auch wenn wir jetzt gegeneinander antreten.“
Der Respekt vor dem Ex-Klub ist da, doch Zicai betont die Entschlossenheit des VfL: „Im Pokal kann alles passieren. Mit Freiburg waren wir oft der Underdog, aber das ist beim VfL natürlich anders. Wir werden am Samstag alles geben, um das Spiel zu gewinnen.“
Erst unter der Woche trafen die Wölfinnen in der Champions League auf Olympique Lyon – Spiele, die für Zicai einen besonderen Reiz haben: „Man muss sich erst ein bisschen daran gewöhnen, auf diesem Niveau zu spielen, aber genau dafür arbeitet man jeden Tag. Ich hoffe, dass wir noch viele solcher großen Spiele erleben dürfen.“
Bei der Vielzahl an englischen Wochen sieht die junge Mittelfeldspielerin die Belastung als Chance: „Es ist schon intensiv, aber ich bin hierhergekommen, um genau solche Erfahrungen zu machen. Es ist cool, so viele Spiele absolvieren zu können – und klar, ein freier Tag zwischendurch tut dann auch gut.“
Wenn Cora Zicai am Samstag aufläuft, wird sie beides vereinen: Heimatgefühl und Siegeswillen. Ein Spiel, das für sie mehr ist als nur ein Pokal-Achtelfinale.