
Im letzten Saisonspiel muss sich der TSV 1860 München gegen Erzgebirge Aue vor heimischem Publikum mit einem 1:1 zufriedengeben. Der Ticker zum Spiel.
München – Für den TSV 1860 München ist es „The Last Dance“, wie 1860-Cheftrainer Patrick Glöckner das letzte Spiel der Saison 2024/2025 vorab betitelte. Nach einer mittelmäßigen Saison empfangen die Löwen zum Abschluss Erzegbirge Aue (alle TV-Infos hier) und wollen sich mit einer ordentlichen Leistung von ihren Fans in die Sommerpause verabschieden – angesichts vieler Abschiede könnte der Sport jedoch zur Nebensache werden.
Auf den TSV und besonders Glöckner, der jüngst seinen Vertrag verlängerte, wartet eine besondere Partie. Nach seiner Roten Karte im Auswärtsspiel gegen den SC Verl zuletzt ist Glöckner für die Partie gesperrt. Das bringt dem scheidenden Co-Trainer Stefan Lex ein besonderes Abschiedsspiel in der 3. Liga ein. Er wird sich mit Nico Masetzky die Aufgaben des gesperrten Chefs teilen.
„Ich möchte nochmals hervorheben, wie wertvoll er für unser Trainerteam war“, sagte Glöckner über Lex, der laut Club auf eigenen Wunsch seinen Posten abgibt. „Ich sehe das mit einem lachenden und weinenden Auge. Ich freue mich, ihn als Menschen hinzugewonnen zu haben und werde auch künftig mit ihm in Austausch bleiben“, sagte Glöckner über den früheren „Löwen“-Profi.
Glöckner selbst zeigte sich angesichts seiner Vertragsverlängerung glücklich. „Das tut gut“, sagte der Coach am Tag darauf. Es sei „schwierig, wenn man zwischen den Stühlen sitzt und mit den Spielern nicht über ihre Zukunft sprechen kann, weil man selbst noch nicht verlängert hat.“ Es habe zwar lange gedauert, aber dafür wurde in allen Bereichen Klarheit geschaffen. „Wir haben jetzt alles sortiert und geordnet.“
Glöckner hatte die damals abstiegsbedrohten „Löwen“ Ende Januar als Nachfolger von Argirios Giannikis übernommen. In 17 Spielen holte er acht Siege und vier Remis, wodurch die Münchner souverän den Klassenverbleib sicherten. Die „Löwen“ belegen den zehnten Tabellenrang.
In der kommenden Saison wird Glöckner dann ein „neues“ 1860 vorfinden. Neben Co-Trainer Stefan Lex wird auch Torwart-Urgestein Marco Hiller die Löwen verlassen, mit Kevin Volland und Florian Niederlechner hingegen hochkarätige Neuzugänge zur Mannschaft hinzustoßen. Daran und an den 165. Geburtstag des Clubs will Glöckner im Spiel gegen Aue aber noch keine Gedanken verschwenden: „Wir werden das Ganze seriös angehen und nicht an irgendwelche Feierlichkeiten denken.“ (LuHa/dpa)