
Worms. Wormatias Luca Manganiello ist in dieser Spielzeit nicht gerade vom Glück verfolgt. Über mehrere Kurzeinsätze zu Saisonbeginn verdiente sich der Mittelfeldspieler am 13. Spieltag bei der Auswärtspartie beim SV Auersmacher (2:2) sein erstes Startelfmandat – und musste dieses nach nur 15 Minuten schon wieder abbrechen. Diagnose: Innenbandriss – das erste Halbjahr für den ehemaligen Jugendspieler des VfR war gelaufen. Am Samstag empfängt der Wormser Oberligist nun den SVA zum Rückspiel (14 Uhr, EWR-Arena). Wohl noch ohne das Mittelfeldtalent, das zuletzt erneut verletzt aussetzen musste (Bänderdehnung).
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Zugezogen hatte sich Manganiello die Verletzung Anfang April beim Auswärtssieg bei den Sportfreunden Eisbachtal. Es war sein erstes Spiel in der Saison über die komplette Distanz überhaupt. Doch die letzten Minuten schleppte sich der 20-Jährige bereits mit Schmerzen über den Platz. Nach dem Schlusspfiff humpelte Manganiello in die Kabine, während sich Wormatia-Trainer Marco Reifenscheidt bereits sorgte und sagte. „Luca ist für uns gerade eigentlich ein richtiger Faktor.” Reifenscheidt hatte Manganiello in den Wochen vor dem Eisbachtal-Spiel zunehmend mehr Spielzeit gewährt und der offensive Mittelfeldspieler dabei seinen Coach überzeugt. In Abwesenheit des Dauerverletzten Sandro Loechelt (muskuläre Probleme) und dessen Stellvertreter Irfan Catovic tat Manganiello dem Spiel der Wormser mit seinen fußballerischen Qualitäten sichtlich gut.
Gut für den VfR: Auch nach der Manganiello-Verletzung blieben die Wormaten in der Erfolgsspur. Doch die zwei späten 2:0-Siege gegen Eppelborn und Gonsenheim offenbarten auch, dass den Wormsern ohne Loechelt und Manganiello Kreativität und spielerische Momente abgehen. Es folgten zwei Unentschieden gegen Idar-Oberstein (0:0) und Arminia Ludwigshafen (2:2), bei denen das Team mit Einsatzwillen, Leidenschaft und Teamzusammenhalt überzeugte, spielerisch aber unter ihren Möglichkeiten blieb. In Ludwigshafen machte immerhin der wieder genesene Irfan Catovic mit einem tollen Freistoßtor auf sich aufmerksam.
Doch nicht nur wegen des Tores ist mit einem Catovic-Startelfeinsatz gegen Auersmacher zu rechnen. Zwar stiegen neben dem länger verletzt fehlenden Miguel Costa auch Nik Rosenbaum, Sandro Loechelt und Luca Manganiello in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining ein, Spielminuten schon an diesem Wochenende plant Reifenscheidt bei dem Quartett aber noch nicht unbedingt ein. „Sandro sitzt vielleicht schon wieder auf der Bank“, sagt der VfR-Trainer. „Für Manga kommt das Spiel aber wahrscheinlich noch bisschen zu früh.“
Im Hinspiel spielten die Wormser beim SV Auersmacher Unentschieden. Sie gaben eine Führung aus der Hand, kassierten dann einen vermeidbaren Platzverweis (Benjamin Franz) und gaben dadurch endgültig die Spielkontrolle ab. Sprich: Sie schlugen sich, wie so häufig im ersten Halbjahr, selbst. Ein halbes Jahr später ist die junge Mannschaft deutlich weiter. Die Ausbeute im neuen Jahr ist gut bis sehr gut (neun Spiele, 20 Punkte). Und doch waren bei den Auftritten zuletzt spielerische Mängel bei den Wormaten nicht zu übersehen – zumindest Luca Manganiello kann diese, zum Leidwesen aller Wormaten, gegen die im Abstiegskampf befindlichen Saarländer des SVA wohl (noch) nicht beheben.