2026-04-29T13:32:52.058Z

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Clemens: »Wird einige Veränderungen geben«

Der SV Schalding-Heining ist mit einem blauen Auge davongekommen, muss daraus aber die richtigen Lehren ziehen

von Thomas Seidl · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
Bei Markus Clemens ist die Erleichterung nach dem Klassenerhalt groß
Bei Markus Clemens ist die Erleichterung nach dem Klassenerhalt groß – Foto: Alexander Ferazin

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Markus Clemens hat beim SV Schalding-Heining schon sehr viel Höhen und Tiefen mitgemacht. Die vergangenen eineinhalb Jahre waren für den Macher der Grün-Weißen äußerst turbulent. Negativer Höhepunkt war vor zwei Wochen die Entlassung von Chefanweiser Stefan Köck, der nach über neunjähriger Amtszeit seinen Hut vorzeitig nehmen musste. Unter dem Interimstrainer-Trio Albert Krenn, Markus Gallmaier und Manuel Mörtlbauer konnten in drei Partien fünf Punkte eingespielt und somit der Klassenerhalt in trockene Tücher - auch weil der TSV Kottern zuletzt arg schwächelte - gebracht werden.

"Hinter uns liegen sehr anstrengende und fordernde Tage und Wochen", berichtet Markus Clemens, der kein Geheimnis daraus macht, dass er sich in der Causa Köck einen anderen Ausgang gewünscht hätte: "Stefan hat extrem viel für den SV Schalding-Heining geleistet, dafür werden wir ihm immer dankbar sein. Er ist ein hervorragender Trainer, der bis zuletzt alles probiert hat, das Ruder herumzureißen. Irgendwie sind wir aber nicht mehr aus dieser Sackgasse gekommen und deshalb haben wir als Verein reagiert, wenngleich das - vor allem menschlich - eine brutal schwere Entscheidung war."



Ende gut, alles gut? Nicht ganz. "Wir sind extrem froh, dass wir den Kopf noch aus der Schlinge ziehen konnten. Allerdings müssen wir ganz genau analysieren, was in der jüngeren Vergangenheit besser laufen hätte müssen. Man braucht nichts schönreden, wir haben sicherlich Fehler gemacht", räumt Clemens ein. Mit Neu-Coach Heiko Schwarz und mehreren Neuzugängen soll eine Aufbruchstimmung erzeugt werden. "Es wird einige Veränderungen geben und das ist auch gut so. Wir bekommen ein neues Trainerteam, das andere Ideen hat und frischen Wind reinbringen wird. Zudem haben wir einige Neuzugänge, von denen wir sportlich wie auch charakterlich überzeugt sind. Es sind einige junge Burschen dabei, denen man eine gewisse Anlaufzeit einräumen muss. Das haben wir einkalkuliert, sind aber dennoch positiv. Wir haben einen guten Stamm und werden versuchen, noch ein, zwei Ankerspieler zu verpflichten. Wenn uns das gelingt, sind wir optimistisch gestimmt", sagt Clemens.


Mit Ex-Coach Stefan Köck (re.) hat Clemens immer eine besondere Verbindung gehabt
Mit Ex-Coach Stefan Köck (re.) hat Clemens immer eine besondere Verbindung gehabt – Foto: Robert Geisler


Kampfansagen meidet der 52-Jährige: "Große Töne haben wir noch nie gespuckt und das werden wir auch künftig nicht tun. Es geht primär darum, eine Mannschaft mit Perspektive aufzubauen. Diesen Prozess haben wir in den letzten zwei, drei Jahren bereits eingeleitet, weil wir inzwischen fast die komplette Generation verloren haben, die jahrelang Regionalliga gespielt hat. Die Erwartungshaltung in unserem Umfeld ist hoch, davon müssen wir uns ein Stück weit loslösen. Die Bayernliga Süd ist eine sehr starke Klasse, in der wir nur über ein funktionierendes Kollektiv eine gute Rolle spielen können."


Markus Clemens hofft, dass es künftig mehr Derbys für den SVS geben wird: "Landshut wird hochgehen, vielleicht schafft es auch noch Seebach. Hauzenberg hat ebenfalls über die Relegation die Chance, es zu packen. Wir drücken beiden Vereinen die Daumen, denn solche Duelle wünschen wir uns viel mehr, statt ständig nach Oberbayern oder Schwaben tingeln zu müssen."