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Claus Breitenberger on tour: Der Plan von Bredi und seine Eindrücke

Die Fußball-Ikone aus Schwäbisch Gmünd besucht interessante Spiele in der Region und hat in der englischen Woche seine Eindrücke gesammelt.

von hes · 04.10.2024, 15:30 Uhr · 0 Leser
Claus Breitenberger mitten beim Kabinenjubel des SV Neresheim nach dem 1:0-Sieg im Bezirkspokal bei Union Wasseralfingen.
Claus Breitenberger mitten beim Kabinenjubel des SV Neresheim nach dem 1:0-Sieg im Bezirkspokal bei Union Wasseralfingen. – Foto: privat

Claus Breitenberger, der auch kurz Bredi genannt wird, ist eine Fußball-Ikone in Württemberg. Der 58-Jährige, der in Schwäbisch Gmünd wohnt, besucht seit über 40 Jahren viele Spiele als Zuschauer. Er ist überall ein gern gesehener Gast. Auf FuPa berichtet Bredi über seine Begegnungen und Erlebnisse. Natürlich kündigt er auch seine Besuche an. Bei welchen Spielen wird Bredi vor Ort sein? Hier kommen seine Antworten dazu und auch seine Eindrücke von den Partien in der englischen Woche, die er besucht hat.

Freitag

Mein Programm für die nächsten Tage steht nun auch. Erstmals in dieser Saison werde ich ein Spiel der Normannia verpassen und vielleicht ist das ja ein gutes Omen für den FCN, wobei ich den anderen FCN, nämlich den aus Nöttingen, heute Abend als Favoriten ansehe. Für mich geht es heute Abend nochmals nach Bissingen, wo die TSG Backnang zu Gast sein wird.

Ein Spektakel ist bei dieser Partie nicht zu erwarten. Eher ein Spiel zweier kampf- und defensivstarker Teams, in dem die von Haris Krak trainierten Bissinger, die seit fünf Spielen ungeschlagen sind, auf Grund ihrer größeren Offensivstärke für mich leicht favorisiert sind. Doch die TSG Backnang hat ihre letzten beiden Spiele auch gewonnen und scheint zudem ihre Torflaute beendet zu haben. Sechs Treffer gelangen dem Team von Pavlos Osipidis in den letzten beiden Spielen. Das sind zwei mehr als in den acht Spielen zuvor. Bin gespannt ob heute weitere hinzu kommen. Doch Bissingens Torwart-Legende Sven Burkhardt wird da was dagegen haben.

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Samstag

Am Samstag will ich dann mal wieder nach Schwäbisch Hall fahren, wo Karsten Maiers Team aus Holzhausen zu Gast ist. Vor ein paar Wochen hätte ich noch gesagt, dies wird ein Spitzenspiel. Aber aktuell befindet sich das Team von Thorsten Schift in der Abstiegszone, während der Oberliga-Absteiger aus dem Sulzer Teilort Holzhausen bisher durchaus überzeugen konnte und als Tabellenführer in den Optima-Sportpark reist. Ich glaube dennoch dass das trotz der aktuellen Tabellensituation ein enges Spiel wird, zumal ja Holzhausens Lokalrivale von der Balinger Zweiten, die ja ebenfalls in hinteren Tabellenregionen feststeckt, vor kurzem bewiesen hat, dass auch der FCH nicht unschlagbar ist.

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Sonntag

Am Sonntag will ich mal wieder ein Spiel des FC Spraitbach besuchen. Der Aufsteiger aus der Gmünder Kreisliga A hatte zuletzt mit argen Personalproblemen zu kämpfen und verlor am letzten Sonntag nicht unerwartet das Lokalderby in Lorch mit 1:3. Nun trifft die Mannschaft von Kristof Mattyasovszky auf den Landesliga-Absteiger und Tabellenführer SV Neresheim, der am Mittwochabend in einem begeisternden Bezirkspokalspiel bei der Union aus Wasseralfingen mit 1:0 gewann und, obwohl ebenfalls von verletzungsbedingten Personalproblemen betroffen, auch als Favorit nach Spraitbach reist. Die Mannschaft von Andreas „Bobo“ Mayer wird sich aber darauf einstellen müssen, dass die Spraitbacher ähnlich motiviert auftreten werden wie das Wasseralfinger Team am Mittwoch. Und ich denke daher, dass das eine intensive und spannende Partie werden könnte.

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Eindrücke

Ziemlich schwer tat ich mich gestern mit der Einschätzung des Oberliga-Spiels zwischen dem FSV Hollenbach und dem SV Fellbach. Beide Trainer waren bei der Pressekonferenz, nicht zuletzt auf Grund der angespannten Personalsituation, zufrieden mit den Leistungen ihres Teams, jedoch unzufrieden mit dem Ergebnis. Persönlich denke ich als einer, der das gestern neutral verfolgt, dass die Punkteteilung irgendwo gerecht war.

Als Hollenbach-Anhänger wäre ich jedoch mit dem Ergebnis unzufriedener gewesen als ein Gästefan. Als Fellbach-Fan hätte ich mich nämlich eher darüber gefreut, dass das Team zweimal einen Rückstand aufgeholt hat und nach dem 2:1 auch eine kritische Phase überstanden hat. Zudem ist es in Hollenbach traditionell schwer, zu etwas Zählbarem zu kommen. Doch Fellbachs Coach Tomislav Zoric sah das offenbar etwas anders und es ist auch für mich immer interessant, wie die Trainer solche Spiele analysieren. Im Fußball gibt es ja oft kein "Richtig" und kein "Falsch".

Eher gedämpft war die Stimmung heute in Hollenbach nach dem 2:2 gegen den SV Fellbach.
Eher gedämpft war die Stimmung heute in Hollenbach nach dem 2:2 gegen den SV Fellbach. – Foto: privat

Einen sehr weiten Weg nach Hollenbach hatte das Schiri-Gespann mit Tobias Huthmacher und seinen beiden Assistenten Mario Doser und Allessandro Winter. Alle drei gehören der SRG Saulgau an.
Einen sehr weiten Weg nach Hollenbach hatte das Schiri-Gespann mit Tobias Huthmacher und seinen beiden Assistenten Mario Doser und Allessandro Winter. Alle drei gehören der SRG Saulgau an. – Foto: privat

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Wirklich hart erarbeitet war der 1:0-Sieg der Neresheimer im Bezirkspokal bei Union Wasseralfingen. Und das lag ganz bestimmt nicht daran, dass der Bezirksliga-Tabellenführer enttäuscht hat, sondern an der Tatsache, dass der A-Ligist eine ganz starke Leistung geboten hat.

Claus Breitenberger mitten beim Kabinenjubel des SV Neresheim nach dem 1:0-Sieg im Bezirkspokal bei Union Wasseralfingen.
Claus Breitenberger mitten beim Kabinenjubel des SV Neresheim nach dem 1:0-Sieg im Bezirkspokal bei Union Wasseralfingen. – Foto: privat

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In der letzten Saison musste der TSGV Rechberg in den Derbys gegen den TSGV Waldstetten II und den TV Straßdorf II keine Niederlage hinnehmen. Diese Serie endete am Dienstagabend aber abrupt. Mit 4:0 bezwang der TSGV Waldstetten II seine Rechberger Filiale und der Sieg war ohne Zweifel auch völlig verdient. Das Team von Trainer Stefan Dudium präsentierte sich dieses Mal auch ungewohnt effektiv und spätestens nach dem 3:0 in der 70. Minute war das Spiel gelaufen. Die eine oder andere Torchance hatten die Rechberger zwar auch aber es war einfach zu wenig um die Waldstetter ernsthaft zu gefährden. Und so ging das Duell "Jung gegen Alt" an die Jungen.

Es sind lauter Waldstetter, auch wenn zwei von denen beim TSGV Rechberg tätig sind. Von links nach Rechts Stefan Dudium (Trainer Waldstetten II), Benjamin Vogt (Trainer Rechberg) und neben mir Michael Henkel (Vereinsmitarbeiter Waldstetten). Hinten noch Max Holl (Spieler Rechberg).
Es sind lauter Waldstetter, auch wenn zwei von denen beim TSGV Rechberg tätig sind. Von links nach Rechts Stefan Dudium (Trainer Waldstetten II), Benjamin Vogt (Trainer Rechberg) und neben mir Michael Henkel (Vereinsmitarbeiter Waldstetten). Hinten noch Max Holl (Spieler Rechberg). – Foto: privat

Der frühere Schwabsberger Trainer Alexander Barth war am Dienstag als Schiedsrichter im Derby zwischen dem TSGV Waldstetten II und dem TSGV Rechberg im Einsatz. Und er hat seine Sache aus meiner Sicht insgesamt gut gemacht.
Der frühere Schwabsberger Trainer Alexander Barth war am Dienstag als Schiedsrichter im Derby zwischen dem TSGV Waldstetten II und dem TSGV Rechberg im Einsatz. Und er hat seine Sache aus meiner Sicht insgesamt gut gemacht. – Foto: privat