
Am letzten Spieltag der gerade abgelaufenen Saison endete eine Ära im Amateurfußball am Niederrhein. Denn mit Christian Cichon beendete mit 39 Jahren ein Spieler seine Laufbahn im Seniorenfußball, den sicherlich weit über den Kreis Kempen-Krefeld hinaus sehr viele Fußballer nicht nur kennen, sondern auch schätzen. Und heutzutage sicherlich eine Seltenheit: In seinem FuPa-Profil taucht eigentlich nur ein Verein auf...
Doch dann ist da kurzfristig neben dem SC Schiefbahn in der Spielzeit 2022/23 auch eine Saison bei Teutonia Kleinenbroich zu finden. Wie es dazu kam? Die Kleinenbroicher sind Cichons Jugendverein, und er war dort im Wort, dass er dort eine Saison helfen werde, wenn Not am Mann sei. Dieser Zusage kam er damit nach, um danach noch einmal mit zwei Spielzeiten in Schiefbahn seine Karriere zu beenden.
"Eigentlich wollte ich ja schon vor drei, vier Jahren aufhören. Aber körperlich bin ich soweit noch fit, und für die Kreisliga A war das schon noch in Ordnung. Aber irgendwann muss man erkennen, dass es nun einmal so ist. Vielleicht sehe ich das in einem halben Jahr auch schon wieder anders", sagt er allerdings auch, hält sich also zumindest noch ein kleines Hintertürchen offen. Den regulären Trainingsbetrieb will er jedenfalls nicht mehr absolvieren und plant eher Einsätze für die Ü32. So ganz lassen kann Cichon es nach einem Fußballerleben dann eben auch nicht.
Den Zeitpunkt hält er aber auch aus anderen Gründen für logisch. Die Schiefbahner geben der Mannschaft ein neues Gesicht, haben bereits vier Spieler und einen spielenden Co-Trainer verpflichtet (wir berichteten hier). "Für den Aufstieg hat es in der vergangenen Saison nicht gereicht, und wenn man nun langfristig eine schlagkräftige Truppe aufbauen will, dann nicht unbedingt mit einem 39-Jährigen", erklärt Cichon. Das heißt aber nicht, dass er nicht jederzeit aushelfen würde, wenn er damit noch helfen können, womit auch immer. Denn dafür sind Spieler und Verein nach den vielen Jahren einfach zu eng miteinander verbunden.
