2026-03-05T07:49:35.839Z

Allgemeines

Christian Brückl: Der Kultspieler des SV Schalding-Heining

Jeweils drei Auf- und Abstiege hat der technisch beschlagene Mittelfeldspieler bei den Grün-Weißen mitgemacht

von Thomas Seidl · 27.11.2025, 10:40 Uhr · 0 Leser
Dauerbrenner beim SV Schalding-Heining: Christian Brückl
Dauerbrenner beim SV Schalding-Heining: Christian Brückl – Foto: Peter Solek

Verlinkte Inhalte

präsentiert von
ZF BKK

Jeweils drei Auf- und Abstiege, unter anderem 183 Einsätze in der Regionalliga Bayern, mittlerweile mehr als 400 Pflichtspiele: Christian Brückl gehört seit 2009 - unterbrochen von einem einjährigen Spielertrainer-Intermezzo beim damaligen Kreisligisten FC Vilshofen - zu den Protagonisten des SV Schalding-Heining.

"Über meine Zeit beim SVS könnte ich sicherlich schon ein Buch mit mehreren Kapiteln schreibt", lacht Brückl, der aber in den vergangenen Monaten wenig Grund zur Freude hatte. Ein Sehenanriss in der Wade setzte den inzwischen 35-jährigen Routinier lange außer Gefecht. Als der Mittelfeldmann wieder fit war, zog er sich Anfang September im Gastspiel bei der U21 des TSV 1860 München eine Muskelverletzung zu. Deshalb stehen in der laufenden Runde erst sieben Einsätze des Schalding-Urgesteins zu Buche. "Die letzten Wochen und Monate waren mitunter schon etwas frustrierend, zumal ich in der Vergangenheit weitestgehend von Verletzungen verschont geblieben bin", sagt Brückl, der dem Köck-Team daher in der Spielzeit 2025/2026 bis dato keine sonderlich große Hilfe war. Als Tabellenelfter verkörpern die Kicker vom Reuthinger Weg derzeit nur Bayernliga-Mittelmaß. "Bisher war es eine Saison mit Höhen und Tiefen. Die Kaderplanung war erst relativ spät abgeschlossen und dementsprechend hat es eine gewisse Zeit gebraucht, bis wir uns gefunden haben. Leider haben wir ein paar richtungsweisende Duelle verloren und daher geht es nun primär darum, nicht hinten reinzurutschen", erklärt der erfahrene Crack.



Brückl (unterer Reihe, dritter von links) gehörte dem Team an, das 2013 den Sprung in die Regionalliga schaffte
Brückl (unterer Reihe, dritter von links) gehörte dem Team an, das 2013 den Sprung in die Regionalliga schaffte




Ob die "goldenen Zeiten" der Grün-Weißen endgültig vorbei sind, will und kann Brückl nicht pauschal beantworten: "Ob nochmal so eine Generation kommt, die den Verein über Jahre getragen hat, ist momentan schwer vorstellbar. Die Zeiten haben sich geändert. In der Region gibt es nicht unzählig viele Fußballer, die problemlos Bayern- oder Regionalliga spielen können. Die es vielleicht im Kreuz hätten, haben oft nicht den notwendigen Ehrgeiz oder die Geduld, um es zu probieren. Ich gebe jeden jungen Fußballer den Rat, es auf diesem Niveau zu versuchen und so lange wie möglich auf diesem Level zu spielen. Der SV Schalding-Heining ist in der Region nach wie vor die Top-Adresse." Wie lange "Oldie" Brückl noch an den Reuthinger Weg fahren wird, steht in den Sternen. "Das hängt sicherlich auch ein Stück weit davon ab, wer Trainer wird und wie derjenige dann mit mir plant. Daher lasse ich das auf mich zukommen", sagt der vierfache Familienvater, der in Passau wohnhaft ist.



Eine Rückkehr ins Spielertrainer-Geschäft schließt "Jinx" Brückl in absehbarer Zeit ebenfalls nicht aus: "Das ist sicherlich irgendwann wieder eine Option. Allerdings wird der SV Schalding-Heining mein erster Ansprechpartner sein und Priorität hat für mich ohnehin, dass ich im Frühjahr wieder regelmäßig auf dem Platz stehe und meine Leistung bringe. Wenn ich gesund bleibe, traue ich mir schon zu, in der Bayernliga noch Akzente setzen zu können."