2026-03-05T07:49:35.839Z

Allgemeines

Championship-Reform: EFL weitet Aufstiegs-Play-offs ab 2026/27 aus

LONDON – Die English Football League (EFL) hat am heutigen Donnerstag eine historische Änderung des Aufstiegsmodus für die Championship bekannt gegeben. Ab der Saison 2026/27 wird das Teilnehmerfeld der prestigeträchtigen Play-offs von vier auf sechs Mannschaften erweitert. Damit erhalten künftig Clubs bis zum achten Tabellenplatz die Chance auf den Sprung in die Premier League.

von Gerd Jung · Heute, 20:00 Uhr · 0 Leser
Größer, härter, spannender: Die neuen Championship-Play-offs
Größer, härter, spannender: Die neuen Championship-Play-offs – Foto: Getty Images

Verlinkte Inhalte

Seit ihrer Einführung in der Saison 1986/87 galten die Play-offs der zweithöchsten englischen Spielklasse als das „reichste Spiel der Welt“. Bisher kämpften die Teams auf den Plätzen drei bis sechs um das letzte Ticket für das Oberhaus. Doch das nun von den EFL-Vereinen verabschiedete neue Format bricht mit dieser fast 40-jährigen Tradition, um die Spannung im Saisonendspurt weiter zu erhöhen.

Das neue Format im Detail

Ab Sommer 2026 wird das Aufstiegsrennen nach dem Vorbild der National League (der fünften englischen Liga) um eine zusätzliche Vorrunde ergänzt. Der Modus sieht künftig sieben statt der bisherigen fünf Partien vor:

  • Eliminator-Runde (Viertelfinale): Die Teams auf den Plätzen 5 bis 8 treten in einem K.-o.-Spiel gegeneinander an. Dabei genießt der Tabellenfünfte Heimrecht gegen den Achten, während der Sechste den Siebtplatzierten empfängt.

  • Halbfinale: Die beiden Sieger der Eliminator-Runde treffen in Hin- und Rückspiel auf die Teams, die die reguläre Saison auf Platz 3 und 4 abgeschlossen haben. Letztere erhalten durch ihre Platzierung also ein „Freilos“ für die erste Runde.

  • Finale: Das Endspiel findet wie gewohnt als „Showdown“ im Londoner Wembley-Stadion statt.

  • „Mehr Drama, mehr Chancen“

    EFL-Geschäftsführer Trevor Birch begründete die Entscheidung mit der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit: „Die Play-offs sind ein Highlight des britischen Fußballkalenders. Durch die Erweiterung geben wir mehr Vereinen und ihren Fans bis zum letzten Spieltag eine realistische Chance, ihren Traum von der Premier League am Leben zu halten.“

    Hinter den Kulissen dürften auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle gespielt haben. Mehr K.-o.-Spiele bedeuten zusätzliche Einnahmen aus Ticketverkäufen und TV-Geldern. Kritiker warnen derweil vor einer „Entwertung“ der regulären Saison, da künftig sogar Mannschaften mit einer mittelmäßigen Bilanz über einen späten Lauf in die Premier League rutschen könnten.

    Auswirkungen auf die Liga

    Die Änderung betrifft vorerst nur die Championship. Für die League One und League Two bleibt das bisherige Format mit vier Play-off-Teilnehmern vorerst bestehen. Für viele Traditionsvereine, die oft knapp an den Top 6 scheitern, könnte diese Reform jedoch der entscheidende Türöffner für das große Geld im englischen Oberhaus sein.