Kicken vor vollen Rängen, ein Bild, das es in den nächsten Wochen noch nicht geben wird.
Kicken vor vollen Rängen, ein Bild, das es in den nächsten Wochen noch nicht geben wird. – Foto: Simon Tschannerl/Archiv

Keine Lockerungen für den Amateurfußball bis Mitte März

Vorerst sind keine Erleichterungen für den Sport vorgesehen – die Fußballer müssen sich weiter gedulden.

Der Corona-Stillstand für den Amateur- und Breitensport könnte bis mindestens Mitte März verlängert werden. Das sieht eine neue Vorlage für die Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie am heutigen Mittwoch vor.

Trotz der Appelle der Sportministerkonferenz für schrittweise Lockerungen sind vorerst keine Erleichterungen für den Sport vorgesehen. Millionen Amateur- und Breitensportler müssen derzeit wegen der Beschränkungen im Corona-Lockdown auf ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb verzichten. Profisportler können unter Ausschluss von Zuschauern und mit strengen Hygienekonzepten dagegen weiter Spiele und Wettbewerbe ausrichten. Die Sportministerkonferenz hatte gefordert, den Sport in sämtlichen Erörterungen und Beschlussfassungen zu Lockerungen zu berücksichtigen.

Sie befürworten ein stufenweises Vorgehen zur vollumfänglichen Wiederaufnahme des Sportbetriebs im Einklang mit den Zielen des Gesundheits- und Infektionsschutzes, hieß es. Wie die BILD erfahren haben möchte, soll der Vorschlag eines Drei-Stufen-Konzepts zur Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs unterbreitet worden sein. Dieser Stufenplan dient allerdings nur als Diskussionsgrundlage. Konkret: In der Stufe 1 (Inzidenz von unter 35) sollen feste Trainingsgruppen trainieren können; nur draußen soll Kontaktsport in festen Gruppen erlaubt sein. In der Stufe 2 (Inizidenz unter 20) sollen Training und Wettkampf auch in größeren Gruppen stattfinden können. Kontaktsport allerdings weiterhin nur outdoor und in festen Gruppen. Und in der Stufe 3 (Inzidenz unter 10) werden auch Wettkämpfe für Kontaktsportarten innen wie außen gestattet.

In der Beschlussvorlage für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs bleibt jedoch offen, wie es für den Großteil der von der corona-bedingten Schließung betroffenen Bereiche weitergehen wird. Zum Sport gibt es keine konkreten Aussagen in dem Papier, das mit der Uhrzeit 7.40 Uhr am Morgen vom Kanzleramt an die Länder verschickt wurde. Es soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mit den Ländern Berlin und Bayern vorabgestimmt sein. Berlin hat derzeit den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz, Bayern die Stellvertretung. Auch andere Medien berichteten über den neuen Beschlussvorschlag.

Aufrufe: 10.2.2021, 17:26 Uhr
Redaktion RegensburgAutor

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