Ambitioniert: Mit den Nibelungen hofft Max Selzer (rechts) genauso wie Celtic-Kapitän Marcel Edel auf den Sprung in die A-Klasse. Beide könnten auf der Strecke bleiben.	Foto: BK/Dirigo
Ambitioniert: Mit den Nibelungen hofft Max Selzer (rechts) genauso wie Celtic-Kapitän Marcel Edel auf den Sprung in die A-Klasse. Beide könnten auf der Strecke bleiben. Foto: BK/Dirigo

Süd-Vereine müssen auf Meisterrunde hoffen

Warum eine schnelle Fortsetzung der B-Klassen-Saison für die ambitionierten Wormser Klubs so wichtig ist

Worms. Es ist Winterpause im Südwesten. Zumindest bis zum 7. Januar hat der Südwestdeutsche Fußballverbands (SWFV) den Spielbetrieb im Amateurfußball bedingt durch den seitens der Politik verordneten Stillstand beendet. Ein Neustart im Dezember wäre unsinnig gewesen, zumal mit Blick auf das weiter grassierende Corona-Virus eine Verlängerung des Lockdowns zu erwarten ist. Die resultierende Terminnot soll am obersten Ziel aber nichts ändern: Die Runde soll, anders als die Vorsaison, zu einem geregelten Ende geführt werden. Mit dieser Prämisse hatte der SWFV seine Klassen im Spätsommer ja in minimum zwei Staffeln unterteilt. Zumindest eine Hin- und Rückserie in diesen Staffeln sollte zu bewältigen sein. Die Saison würde dann gewertet. Aber was geht noch? Ein Blick in die B-Klasse Alzey-Worms.

Die Situation beim Abbruch

Anders als alle übergeordneten Ligen, die „halbiert wurden, spielt die B-Klasse in drei Staffeln. Geplant war, dass lediglich drei Spieltage noch nach der Winterpause gespielt werden. Die Situation gestaltet sich jetzt aber ganz anders. Zumindest neun Spiele stehen für die meisten Teams noch an, um die Hin- und Rückserie in der eigenen Staffel zu beenden. Einzig in der nur mit acht Teams besetzten Staffel „Mitte“ sind einige Vereine schon ein gutes Stück weiter, aber auch hier warten auf die SG Altrhein noch zehn Begegnungen.

Ist der Terminplan zu halten?

Theoretisch schon, sollte es tatsächlich gleich im Januar weitergehen können. Ernsthaft daran glauben wird wohl aber kaum jemand, zumal angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen ein Verbot von Mannschaftssportarten weit ins neue Jahr hinein immer wahrscheinlicher wird.

Wie geht es also weiter?

Eine Prognose: Nimmt man zusätzlich die Risiken hinzu, die der Winter mit sich bringt, wäre es überraschend, wenn es tatsächlich frühzeitig weitergehen könnte. Laut Rahmenterminplan war eine Fortsetzung der Saison am letzten Februar-Wochenende geplant. Vielleicht sind bis dahin zwei, drei Wochen als Vorbereitung durchführbar und ein Neustart dann tatsächlich möglich. Gerade für die ambitionierten Klubs aus der Süd-Staffel der B-Klasse wäre es wichtig, sollten die drei Aufsteiger in die A-Klasse doch über eine anschließende Meisterrunde der jeweils drei Erstplatzierten aus den drei Staffeln ausgespielt werden. Ohne Meisterrunde müssten die Aufsteiger (sowie zwei Absteiger) eventuell über eine „Corona-Tabelle“ nach Quotientenregel ermittelt werden. Und da könnte es zum Nachteil werden, dass sich der TuS Hochheim sowie der Celtic FC und die Nibelungen gegenseitig die Punkte wegnehmen. In der B-Klasse Mitte war der TuS Dorn-Dürkheim bislang in sechs Spielen stets siegreich. Oder ließe sich doch noch eine verkleinerte Variante als Aufstiegsrunde finden?

Das Restrisiko Corona bleibt

Noch ist eine Trendumkehr bei den Infektionszahlen nicht erreicht. Je länger Einschränkungen bleiben (müssen), umso mehr drohen Aufstiegshoffnungen zu platzen.



Die Torjäger

10 Tore: Kevin Borlinghaus (Nibelungen Worms)-

9 Tore: Mert Artan (Celtic Worms).

8 Tore: Paul Jost (TuS Hochheim).

7 Tore: Jakob Siemens (SV Pfeddersheim), Steffen Bärsch (FSV Abenheim).

Aufrufe: 24.11.2020, 09:00 Uhr
Carsten SchröderAutor

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