
Der Saisonstart in der Frauen-Mittelrheinliga brachte packende Partien, intensive Zweikämpfe und hochklassige Leistungen auf den Platz. Die Trainer zeigten sich nach den Spielen zufrieden, mahnten aber zugleich zur Konzentration und weiteren Arbeit.
Das Duell zwischen Casa de Espana und TuS Jüngersdorf-Stütgerloch war von Intensität geprägt. Casa-Trainer Stefan Gaeb sprach von einem „zweikampfintensiven Spiel auf Augenhöhe“. Seine Mannschaft habe anfangs nervös gewirkt, das frühe Tor sei eher aus dem Nichts gefallen. In der zweiten Halbzeit habe Casa aber besser die Fehler des Gegners ausgenutzt und von der eigenen Ausdauer profitiert. „Wir sind glücklich und stolz auf unser Team, das den Start so erfolgreich hinbekommen hat“, erklärte Gaeb, mahnte jedoch auch an, weiter konzentriert zu arbeiten, um das Ziel „Mittelfeldplatz“ zu erreichen.
Auf der Gegenseite sah TuS-Trainer Hans-Josef Ohrem sein Team in der ersten Halbzeit als spielbestimmend. Ein Tor sei allerdings vom Schiedsrichter fälschlicherweise wegen Abseits aberkannt worden. „Nach der Pause war ein kompletter Bruch im Spiel der Gäste, Casa war besser im Spiel und nutzte mehrere Fehler des TuS zum Ausbau der Führung“, stellte er fest. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer und offensive Wechsel änderten am verdienten Sieg der Kölnerinnen nichts mehr.
Alemannia Aachen ging trotz ersatzgeschwächter Mannschaft mit viel Selbstvertrauen ins erste Auswärtsspiel. Trainer Gökhan Demirci lobte seine Mannschaft: „Die ersten 15 Minuten waren ausgeglichen, danach haben wir das Spiel kontrolliert und uns viele Chancen erarbeitet, die wir leider nicht genutzt haben. Kurz vor Schluss haben wir dann den entscheidenden Treffer erzielt und drei sehr wertvolle Punkte mitgenommen.“ Besonders wichtig sei, dass trotz des hohen Drucks dem Gegner kaum Möglichkeiten eingeräumt wurden – ein verdienter Sieg durch diszipliniertes Spiel.
Peter Kolacki sah ein torreiches Spiel: „Für den Zuschauer war es mit 9 Toren natürlich ein absolutes Spektakel. Für uns als Trainer leider zu viele Gegentore. Daran müssen wir die nächsten Wochen arbeiten, geschlossener gegen den Ball zu verteidigen.“ Trotz der anfänglichen Defensivprobleme sei die Leistung der Mannschaft überzeugend gewesen, insbesondere der späte Siegtreffer zeigte die starke Willenskraft des Teams. Kolacki betonte: „Wir sind überglücklich mit einem positiven Ergebnis in die Saison zu starten, wissen aber auch, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.“
Gegen DJK Südwest Köln zeigte sich das Team von Jesse Muambay engagiert, konnte aber in der ersten Halbzeit die Chancen nicht verwerten. „Die Gäste haben sehr gut angefangen, haben hohes Pressing gespielt und gingen zurecht in Führung“, schilderte Muambay. In der zweiten Halbzeit übernahm Allner-Bödingen das Spiel, erarbeitete sich zahlreiche Gelegenheiten, musste sich am Ende jedoch mit 2:4 geschlagen geben. Muambay betonte die Geduld und Zuversicht für die kommenden Aufgaben: „Wir wissen, dass die Saison sehr, sehr lang ist, deswegen sind wir da geduldig. Wir bleiben dran und wollen gegen Alemannia Aachen die ersten drei Punkte holen.“