2026-03-25T14:09:28.761Z

Allgemeines

Calden startet furios – Dörnberg und Wabern gelingt nächster Coup

24. Spieltag der Verbandsliga Nord

von red · Heute, 13:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Cecilia Schmerer

Der 24. Spieltag der Verbandsliga Nord hatte aus nordhessischer Sicht einiges zu bieten: SG Calden/Meimbressen feierte mit einem Kantersieg gegen Barockstadt II ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf, FSV Dörnberg schlug Verfolger Bad Soden und klopft plötzlich selbst oben an. Dazu legten TSV Wabern, Lichtenauer FV, FSV Wolfhagen, OSC Vellmar und SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach nach, während SC Willingen im Keller einen schmerzhaften Dämpfer hinnehmen musste.

Furios wie im Hinspiel

Was nach den jüngsten Heimniederlagen wie ein klassisches Druckspiel wirkte, wurde für Calden/Meimbressen zu einem furiosen Nachmittag. Der Aufsteiger führte nach nicht einmal einer Viertelstunde schon 3:0, nach 22 Minuten stand es 4:0, noch vor der Pause war beim 5:0 bereits alles entschieden. Besonders bemerkenswert: Im Hinspiel hatte Calden schon ein wildes 6:5 in Lehnerz gedreht, diesmal brauchte die Mannschaft kein Spektakel im Endspurt, sondern überrollte Barockstadt von Beginn an.

Pflichtaufgabe gelöst

Die Löwen zogen aus der Pflichtaufgabe gegen den Vorletzten diesmal den maximalen Ertrag. Nestor Raul Orellana traf dreimal, dazu legte Abdullah Alamri spät nach – so fiel der späte Frust der vergangenen Wochen zumindest ergebnistechnisch erst einmal ab. Für Lichtenau war der Sieg wichtig, weil nach den späten Punktverlusten gegen Bad Soden und in Eichenzell diesmal nichts mehr anbrennen durfte.

Bitterer Nachmittag

Für die Upländer war es ein bitterer Nachmittag, der im Abstiegskampf doppelt wehtat. Willingen hielt vor der Pause noch ordentlich dagegen, verlor nach dem schnellen 0:2 direkt nach Wiederbeginn aber den Faden. Auch durch personelle Probleme muss sich Willingen am Ende mit einer herben Klatsche und damit verbunden einem Rückschlag im Abstiegskampf begnügen.

Big Points

Der OSC lieferte die passende Reaktion auf das 0:5 in Bad Soden. Früh brachte Enver Maslak Vellmar in Führung, nach dem 2:0 durch Maximilian Agyekum legte der OSC auch in der zweiten Halbzeit konsequent nach und verschaffte sich damit im Tabellenkeller etwas Luft. Für die Mannschaft von Mario Deppe war das genau die Antwort, die nach dem Rückschlag der Vorwoche gefragt war.

Favoritenrolle gerecht geworden

Die Wölfe erfüllten ihre Pflicht, mussten dafür aber deutlich länger arbeiten als es das Endergebnis vermuten lässt. Wolfhagen tat sich trotz früher Führung lange schwer, ehe Tjarde Bandowski mit einem Hattrick innerhalb von fünf Minuten endgültig den Deckel draufmachte. Am Ende stand trotz viel vergebenen Aufwand einen verdienter Sieg der Wölfe.

Nächster Auswärtscoup

Die Zuckerrübenstädter landeten den nächsten Coup. Nach dem 2:1 in Bad Soden schlug Wabern diesmal auch den Tabellendritten Steinbach – und erneut kam der entscheidende Moment spät: Luca Wendel verwandelte in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter zum 3:2. Ein weiterer großer Waberner Wurf nach dem letzten Auswärtssieg in Bad Soden, bei dem sich die Mannschaft mit viel Leidensfähigkeit gegen die spielerische Dominanz des Gegners stemmte.

Weiterhin unaufhaltsam

Der vielleicht wichtigste nordhessische Sieg des Wochenendes gelang den Habichtswäldern. Dörnberg schlug den Tabellenzweiten verdient mit 3:1, blieb damit seit der Winterpause ungeschlagen und ist plötzlich mittendrin im Rennen um Platz zwei: Nur noch drei Punkte fehlen auf den Relegationsrang.

Winterschlaf beendet

Klei/Hun/Doh brauchte diese drei Punkte dringend – und bekam sie erst ganz spät. Nach Vereinsangaben war die erste Halbzeit klar bei den Gastgebern, die mehrere Chancen liegen ließen und kurz vor der Pause den Ausgleich kassierten; in der Nachspielzeit traf dann Ingmar Merle doch noch zum 2:1. Trainer Tim-Philipp Brandner sprach hinterher von einem am Ende glücklichen, wegen des starken ersten Durchgangs aber verdienten Sieg.