Burglengenfeld: »Eine schöne Momentaufnahme«
Nach zwei Spieltagen führen die Naabtalkicker das Tableau der Landesliga Mitte an
von Florian Würthele · 28.07.2026, 11:00 Uhr · 0 Leser
Der ASV Burglengenfeld um die Neuzugänge Kai Dirmeier (links) und Lindi Morina ist hervorragend aus den Startlöchern gekommen. – Foto: Felix Schmautz4:1-Heimsieg gegen Aufsteiger Grainet, 7:1-Auswärtstriumph in Tegernheim: Der ASV Burglengenfeld hat in der Landesliga Mitte einen Start nach Maß hingelegt. Aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber den punktgleichen Teams aus Dingolfing und Bad Kötzting, grüßt das Ensemble um Kapitän Dominic Fritz nach dem 2. Spieltag von der Tabellenspitze. Als Nächstes wartet auf den ASV mit dem amtierenden Vizemeister TSV Seebach ein echter Prüfstein. Wir hatten die Gelegenheit, uns mit dem neuen Übungsleiter Matthias Rascher über die aktuelle Lage zu unterhalten.
Gegen den FC Tegernheim waren Dreifach-Torschütze Patrick Käufer, Tobias Wunderle & Co. am vergangenen Freitag klar Chef im Ring. Es war ein Klassenunterschied. Von Beginn an agierte der ASV griffig und diszipliniert. „Wenn man so ein Ergebnis hört, denkt man, das ist bestimmt ein paar Tore zu hoch ausgefallen. Aber ganz im Gegenteil: Wir hätten auch noch ein paar Tore mehr erzielen können, wenn nicht sogar müssen. Meiner Meinung nach war das Ergebnis hochverdient“, befindet Rascher rückblickend. Seiner Mannschaft kann er nur ein Kompliment machen: „Sie hat von der ersten Minute an das Spiel komplett angenommen und alles genauso umgesetzt, wie wir es wollten.“ Gerade in der ersten Phase des Spiels sei es jedoch nicht leicht gewesen. „Wir haben einen Elfmeter verschossen und im Gegenzug hatte Tegernheim die Chance auf die Führung. Doch wie die Mannschaft das weggesteckt hat und einfach ihr Spiel durchgezogen hat, war an den Tag schon beeindruckend.“
Trotz des optimalen Saisonstarts bleibt Burglengenfelds neuer Chefcoach, der letzte Saison dem Trainerstab des Regionalligisten SpVgg Ansbach angehörte, auf dem Teppich: „Wir wissen, dass noch 32 Spieltage zu gehen sind und wir jedes Spiel mit 100 Prozent angehen müssen. Sonst wird es nicht reichen, Punkte zu holen.“ Rascher hat einige Mannschaften auf dem Zettel, die in der Landesliga Mitte heuer oben mitmischen könnten: „Wenn wir ehrlich sind, gibt es mit Dingolfing, Seebach, Bad Abbach oder Ettmannsdorf schon einige Klasse-Mannschaften, die gerne zum Schluss ganz oben stehen wollen.“
Der 39-jährige Freystädter unterstreicht: „Für uns ist das gerade eine schöne Momentaufnahme, die wir gut einschätzen können. Nichtsdestotrotz bin ich überzeugt, dass meine Mannschaft auch in den nächsten Spielen hungrig bleiben wird, Punkte zu holen.“ Angesprochen auf das Saisonziel, erklärt Rascher: „Eigentlich ist es tatsächlich so, dass wir im Moment kein konkretes Ziel verfolgen, sondern uns als Mannschaft finden und schönen Fußball spielen wollen. Wir haben intern gesagt, dass wir nach Beendigung der Herbstrunde am 29. November auf die Tabelle schauen und uns dann ein Ziel für die Restrückrunde stecken. Das oberste Ziel ist jedoch, erstmal so schnell wie möglich 40 Punkte zu holen, sodass wir auch nächste Saison Landesliga spielen werden.“
Für Burglengenfelds Cheftrainer Matthias Rascher ist die Unterstützung der Fans ein wichtiger Aspekt für den sportlichen Erfolg. – Foto: Felix Schmautz
Die vom Trainer erwähnten Seebacher geben am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) ihre Visitenkarte im Naabtalpark ab. Der TSV wurde im Mai Vizemeister, scheiterte in der Relegation am Aufstieg in die Bayernliga. Dementsprechend geht Rascher von einem sehr herausfordernden Heimspiel aus: „Ich konnte mir Seebach jetzt ein paar Mal anschauen und muss sagen, dass sie schon eines der stärksten Teams der Landesliga Mitte sind. Sie haben viel Wucht in Ihren Reihen, egal in welchen Mannschaftsteilen. Außerdem sind sie im taktischen Bereich total variabel. Das wird nicht leicht. Umsonst haben sie letzte Saison nicht um den Bayernliga-Aufstieg gespielt.“
Trotzdem möchte der aktuelle Spitzenreiter zu Hause nachlegen. „Wir haben ein Heimspiel und wollen das von der ersten Minute an zeigen. Für uns wird wichtig sein, dass wir wieder auf unser Maximum in Sachen Einsatz und Laufbereitschaft kommen. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft die gute Trainingswoche mitnehmen wird und unseren Fans zeigen möchte, dass wir auch gegen einen Großen der Landesliga bestehen möchten“, sagt Matthias Rascher, dem die Unterstützung der eigenen Anhänger wichtig ist: „Wir hoffen natürlich, dass unsere Fans wieder so eine gute Stimmung machen wie die letzten zwei Spiele. Das tut der Mannschaft richtig gut.“