Der ASV Burglengenfeld um Kapitän Bastian Beer (links) zeigte gegen Seebach eine ansprechende Leistung, kassierte aber in der Schlussphase den Ausgleich.
Der ASV Burglengenfeld um Kapitän Bastian Beer (links) zeigte gegen Seebach eine ansprechende Leistung, kassierte aber in der Schlussphase den Ausgleich. – Foto: Thomas Schneider

Burglengenfeld: „Dumme“ Gegentreffer und neuer Stürmer

Der ASV ringt Spitzenreiter Seebach ein 2:2 ab – Auch ein Sieg wäre möglich gewesen

Der ASV Burglengenfeld erkämpfte sich im letzten Spiel vor der Winterpause der Landesliga Mitte gegen den Spitzenreiter TSV Seebach ein verdientes 2:2 (1:1)-Unentschieden. Mit etwas mehr Glück und Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss wäre sogar mehr drin gewesen. Das Spiel fand auf dem Kunstrasenplatz statt.

„Fußball kann manchmal ganz einfach sein“, so Seebachs Trainer Manfred Stern in der Pressekonferenz, als er den Führungstreffer für seine Mannschaft analysierte. Die in der Anfangsphase noch ungeordnete Abwehrreihe des Gegners sei mit einem langen Ball ausgespielt worden. „Ein billiges Tor“, wie er sagte. Den 1:1-Pausenstand bezeichnete er als gerecht. Die zweite Hälfte sei dann so gewesen, wie man sich Fußball wünsche. „Es war ein offener Schlagabtausch und ein spannendes Spiel bis zum Ende. Einfach ein geiles Spiel“. Mit dem Auswärtspunkt sei er zufrieden.

ASV-Trainer Timo Studtrucker trauerte den vielen vergeben Hochkarätern nach. Insgesamt sei er aber mit der Laufbereitschaft, mit der Kampfbereitschaft und mit dem mutigen Spiel seiner Mannschaft sehr zufrieden gewesen. Die beiden Gegentreffer bezeichnete er als „dumme, vermeidbare“ Tore. Mit Ausblick auf das nächste Jahr kündigte Studtrucker Verstärkungen an. Die Verpflichtung eines landesligatauglichen Stürmers sei bereits so gut wie unter Dach und Fach. Einen Namen wollte Studtrucker aber noch nicht nennen. Auch die Verteidigungsreihe soll noch verstärkt werden. Und auf der Torwartposition sei nach dem Abgang von Blazevic ebenfalls Handlungsbedarf. Allerdings gab er auch den Abschied von Lukas Schmidt an, der wieder zu seinem Heimatverein zurückkehren wird.

Schon in der zweiten Minute hatte die Studtrucker-Elf die große Chance zur Führung: Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite und einer scharfen Hereingabe nahm Patrick Käufer den Ball direkt und knallte ihn aus fünf Metern gegen den Kopf des Torwarts, der ansonsten keine Abwehrmöglichkeit gehabt hätte. Im Gegenzug fiel der Führungstreffer der Gäste: Nach einem langen Ball auf halbrechts war die ASV-Abwehr ungeordnet, Marcel Müller lief alleine auf Torwart Thomas Besenhard zu, der für den rot-gesperrten Marcel Bauer im Burglengenfelder Tor stand – und bezwang ihn mit einem Flachschuss in die lange Ecke.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte egalisierten sich die beiden Teams, indem sie die Räume im Mittelfeld eng machten. Nur gelegentlich tauchten beide Mannschaften vor dem gegnerischen Tor auf. So in der 22. Minute, als Niklas Scheuerer von der Strafraumkante abzog und den Ball an den Pfosten setzte. Auf der anderen Seite hatte auch der Gegner noch eine gute Gelegenheit, um das 2:0 zu machen: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld wurde schnell in die Spitze gespielt und dadurch die aufgerückte ASV-Abwehr überlistet. In letzter Sekunde konnte der einschussbereite Gegenspieler noch abgeblockt werden. Kurz vor der Pause gelang den Burglengenfeldern dann der verdiente Ausgleich. Eigentlich war es eine Kopie der Großchance aus der zweiten Minute – nur dass diesmal der Ball von der linken Seite vor das Tor gespielt wurde. Niklas Scheuerer war zur Stelle und diesmal landete die Kugel auch im Tor.

Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte sich ASV-Keeper Besenhard gleich mit einer Glanztat auszeichnen. Mit seinen Fingerspitzen lenkte er einen Schuss um den Pfosten. Die Gäste versuchten jetzt Druck zu machen und die Hausherren in die Defensive zu drängen. Das änderte sich allerdings ab der 70. Minute: Da gab es Freistoß für den ASV aus 20 Metern in mittiger Position. Andre Adkins legte sich den Ball zurecht und jagte ihn unhaltbar für den Gästekeeper in den linken oberen Torwinkel. Danach wurde es ein spannender, rassiger Schlagabtausch, allerdings mit den klareren Chancen aufseiten der Hausherren.

Nach einer scharfen Hereingabe von rechts war es für Niklas Scheuerer eigentlich schwieriger, den Ball nicht im Tor unterzubringen. Im langen Eck stehend nahm er aus drei Metern den Ball direkt und jagte ihn mit voller Wucht über die Querlatte. Die Fahrlässigkeit in der Offensive sollte sich zehn Minuten später rächen. Wieder war es Marcel Müller, der im Sechzehner mit einem Drehschuss in die lange Ecke Torwart Besenhard überwinden konnte. In der Schlussphase hatte der ASV noch zwei Riesenmöglichkeiten, das Spiel doch noch zu gewinnen. Doch wie schon in den vergangenen Spielen wurde auch diesmal in der Offensive zu fahrlässig mit den sich bietenden Chancen umgegangen.

Aufrufe: 021.11.2022, 08:00 Uhr
Josef SchallerAutor