
Die TSG Hoffenheim zählt in dieser Saison zu den positiven Überraschungen in der ersten Bundesliga. Dass auch der Nachwuchs des Baden-Württemberger Profiklubs den Umgang mit dem runden Leder versteht, davon konnte man sich am Samstag auf der Platzanlage der SG Unterrath ein Bild machen.
Bei der hochkarätig besetzten dritten Auflage des Rheinland-Cups war die U12 der TSG eine Klasse für sich. Das Team von Maximilian Roth blieb in allen neun Turnierspielen ungeschlagen. Im Endspiel ließ Hoffenheim auch dem Bundesliga-Nachwuchs von Eintracht Frankfurt keine Chance. Die Hessen waren mit der 0:1-Niederlage noch gut bedient. „Hoffenheim hat immer den direkten Weg nach vorne gesucht. Ihr vertikales Spiel war schon beeindruckend“, schwärmte auch Unterraths sportlicher Leiter Toma Ivancic vom Auftritt des Turniersiegers.
Gegen ihn war erwartungsgemäß zum Auftakt auch für den Gastgeber nichts zu holen. Nach zwei 0:5-Niederlagen gegen jene Hoffenheimer und Hertha BSC Berlin steigerte sich die D-Jugend der SGU. Den niederländischen Gästen von Fortuna Sittard rang der Außenseiter sogar ein 1:1 ab. „Ich denke, wir haben uns hier gut verkauft. Die Jungs konnten auf dem Niveau ganz viel lernen, und genau dafür richten wir dieses Turnier ja auch aus“, erklärte Unterraths Trainer Marc Terliesner. Zu den „Lessons Learned“ zählte auch, dass man sich in den Spielen gegen die Großen nicht eine Sekunde zurücklehnen darf. Gegen Borussia Dortmund war der Jubel über das eigene geschossene Tor auf Unterrather Seite noch nicht verhallt, da schlug der Gegner in eiskalter Manier postwendend zurück. Am Ende behielt der BVB mit 3:1 die Oberhand. Nicht nur die Kaltschnäuzigkeit, mit der mancher Nachwuchskicker schon agierte, imponierte Marc Terliesner. „Auch die Spielintelligenz der Jungs ist enorm. Sie rennen nach Ballgewinn nicht blind nach vorne, sondern wissen schon ganz genau, wann sie auch mal abkappen und Ruhe ins Spiel bringen müssen“, schwärmte der Jugendcoach.
Terliesner war am Samstag jedoch nicht nur an der Seitenlinie gefragt. Als Gründer und Cheforganisator des Turniers war er für den gesamten Rahmen verantwortlich. Und dieser stimmte am Franz-Rennefeld-Weg. Selbst das dürftige Wetter trübte die gute Stimmung nicht. „Unsere Gäste waren alle rundum zufrieden“, freute sich Terliesner. Bestes Düsseldorfer Team im 16-köpfigen Feld war erwartungsgemäß die Fortuna. Der Lokalmatador scheiterte im Halbfinale knapp mit 0:1 am späteren Turniersieger, triumphierte anschließend aber im kleinen Finale mit 1:0 über die belgischen Talente von RSC Anderlecht.