2025-12-03T05:51:34.672Z

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Dominik Seemann ist als Trainer des Büdericher SV zurückgetreten.
Dominik Seemann ist als Trainer des Büdericher SV zurückgetreten. – Foto: Sascha

Büdericher SV steht plötzlich ohne Trainer da

Der Büdericher SV muss einen neuen Coach für die A-Liga-Fußballer finden. Dominik Seemann trat am Mittwochabend zurück. Auch sein spielender Co-Trainer Jesse Weißenfels schmiss hin. Das sind die Gründe, so geht’s weiter beim Dorfklub.

Mit dieser Entscheidung war beim Büdericher SV nach dem Aufschwung der vergangenen Wochen nicht zu rechnen. Der A-Ligist steht seit Mittwochabend überraschend ohne Trainer da. Deshalb haben Dominik Seemann und der einstige Drittliga-Profi Jesse Weißenfels ihre Ämter niedergelegt.

Acht Pflichtspiele, sechs Siege, ein Unentschieden – nach dem schwachen Saisonstart hatte der BSV zuletzt wieder Anschluss ans Tabellenmittelfeld in der Kreisliga A gefunden und warf zudem zwei Bezirksligisten aus dem Kreispokal. Am Mittwoch endete die anderthalbjährige Amtszeit von Dominik Seemann und seinem spielenden Co-Trainer Jesse Weißenfels.

„Ich gehe nicht im Groll. Wir haben extrem viel Herzblut, Zeit und Energie investiert. Aber der Ertrag – und damit meine ich nicht nur die Ergebnisse – hat perspektivisch einfach nicht mehr gepasst“, erklärt der 34-jährige Coach seinen „schweren Entschluss“.

Absagen, Verletzungen und eine geringe Trainingsbeteiligung machten es kaum möglich, die vorgegebenen taktischen Inhalte dauerhaft einzustudieren. „Es gibt noch drei, vier Gründe, die ich nicht öffentlich machen möchte. Die eine oder andere Enttäuschung ist ins Privatleben übergeschwappt. Es ist immer noch ein Hobby“, machte Seemann deutlich, der an der Seite von Weißenfels schnell für eine neue Aufgabe zur Verfügung steht: „Wir würden gerne als Duo weitermachen. Privat wie fußballerisch ticken wir gleich. Wenn die Vision eines Vereins passt und eine Mannschaft Bock hat, etwas zu entwickeln, sind wir sofort bereit – egal in welcher Liga.“

Sportleiter erstaunt über Zeitpunkt des Rücktritts

Beim BSV herrscht derweil noch Erstaunen über den plötzlichen Rücktritt zu einem unglücklichen Zeitpunkt. „Es war alles harmonisch, wir waren zufrieden mit seiner Arbeit. Aber Dominik hat eine andere Einstellung zum Fußball. Unsere Spieler sind Jungs aus dem Dorf, die gerne Fußball spielen, aber auch mal feiern. Da gehen die Meinungen auseinander", sagt der Sportliche Leiter, Rocco Steinert.

Einen Schnellschuss will der Verein bei der Nachfolgeregelung vermeiden. „Wir können aber auch nicht ewig warten, die Vorbereitung auf den Winter muss geplant werden“, so Steinert. Die Gespräche laufen, einige Kandidaten haben sich schon angeboten. Die parallelen Planungen des neuen Kunstrasenplatzes machen eine schnelle Regelung der wichtigsten Personalie nicht leichter.

In dieser Woche leiten Kapitän Jan Satzinger und Torwarttrainer Uwe Dignaß die Einheiten. Auch für das Auswärtsspiel des Tabellenzwölften am Sonntagmittag (15.15 Uhr) beim starken Aufsteiger SV Sonsbeck II gibt es eine interne Lösung. Schon am Freitag, jeweils ab 20 Uhr, steigen die Partien Viktoria Alpen gegen Concordia Rheinberg und SV Menzelen gegen ESV Hohenbudberg.

Aufrufe: 07.11.2025, 20:00 Uhr
Fabian Kleintges-TopollAutor