
19 Zusagen für die Saison 2026/27 sowie drei externe Neuzugänge hatte Landesliga-Spitzenreiter SV Budberg Ende April fix vermeldet. In der Woche nach dem wichtigen Heimsieg gegen BW Mintard und vor dem spannenden Saisonfinale gibt Trainer Tim Wilke weitere Einblicke in die Kaderplanung. So liegt jetzt von weiteren vier Spielern die Zusage vor.
Fest steht inzwischen: Der erfahrene Innenverteidiger Devin Warnke, A-Jugend-Neuzugang Luis Weyhofen, der jüngere Bruder von Leistungsträger Felix, und Lennart Severith werden ab Sommer nicht mehr zum Landesliga-Team gehören. Das Trio läuft künftig für die zweite Mannschaft auf. Dem Landesliga-Kader erhalten bleiben auch Fynn Jansen, Finn Berg, Jamie van de Loo und Jonas Twardzik.
Noch offen bleibt dagegen die Zukunft von Mike Terfloth. Allerdings deutet beim früheren Oberligaspieler aktuell vieles auf ein Karriereende hin. Der Defensiv-Routinier plagt sich seit längerem immer mit anhaltenden Knöchelproblemen herum. Wilke macht dennoch keinen Hehl daraus, dass er die Hoffnung auf einen Verbleib des 33-Jährigen noch nicht endgültig aufgegeben hat.
„Er ist so ein guter Fußballer und vor allem ein guter Mensch, dass ich bis zum letzten Tag der Saison abwarte, vielleicht doch noch ein Ja zu bekommen“, erklärt der Coach. Gleichzeitig zeigt der Trainer großes Verständnis für die Überlegungen seines Führungsspielers: „Man kann es, wenn es so kommt, nur schade finden.“ Terfloth gilt intern nicht nur als Leistungsträger, sondern auch als wichtige Identifikationsfigur für die Kabine und den gesamten Klub.
Mit U19-Abwehrmann Hans Schaath steht der nächste eigene Nachwuchsspieler für die kommende Saison in den Startlöchern. Zudem wird auch A-Liga-Torjäger Yannik Kehrmann künftig näher an den Landesliga-Kader heranrücken und zur Vorbereitung aus der zweiten Mannschaft dazustoßen. „Er hat sich das über die letzten zwei Jahre total verdient und ist schon seit dem Winter Teil unserer Trainingsgruppe“, lobt Wilke.
Ohnehin wollen die Budberger von ihrem bekannten Kurs unabhängig von der Ligazugehörigkeit nicht abweichen. „Der Weg bleibt klar der gleiche“, betont der Coach. „Wir wollen mit eigenen Leuten arbeiten. Dazu braucht und möchte man immer ein bisschen externes Blut.“
Parallel dazu erlebt der SVB derzeit einen ungewöhnlich großen Zulauf an externen Interessenten. Zahlreiche Testspieler befinden sich momentan im Probetraining an der Rheinkamper Straße – darunter sogar Akteure aus Süddeutschland und Westfalen. Die Verantwortlichen spüren: Die sportliche Entwicklung und mediale Aufmerksamkeit haben den Verein deutlich sichtbarer gemacht.
„Das ist schon kurios, weil wir sonst eher wenige solcher Anfragen hatten“, sagt der Trainer. „Jetzt melden sich plötzlich Spieler von außerhalb unseres Fußballkreises, die bei unseren Bedingungen bereit wären, für uns zu spielen.“ Konkrete Entscheidungen seien bislang allerdings noch nicht gefallen. „Wir schauen uns alles ganz entspannt an. Im Moment ist noch niemand in einer engeren Auswahl“, teilt der 51-Jährige mit.
Der Kader umfasst derzeit 26 Feldspieler plus zwei Torhüter. Trotzdem sei grundsätzlich noch Platz für weitere Verstärkungen vorhanden. „Im Amateurbereich ist ein Kader sowieso selten komplett voll“, erklärt Wilke. Zudem könnten die noch offenen Auf- und Abstiegsentscheidungen erst spät zusätzliche Bewegung in den Markt bringen. „Wir halten Augen und Ohren offen.“
Neben der Kaderplanung arbeitet Wilke derzeit auch persönlich weiter an seiner Trainerentwicklung. Seine B-Lizenz möchte der Budberger Coach voraussichtlich bis Ende des Jahres an der Sportschule Wedau abschließen.
Zusagen aus dem aktuellen Kader: Marc Anders, Fynn Eckhardt, Ole Egging, Jan-Luca Häselhoff, Alessandro Hochbaum, Malte Kluge, Florian Mordt, Oliver Nowak, Laurin Severith, Niklas Ueberfeld, Jeremy Umberg, Benedict Vana, Felix Weyhofen, Moritz Paul, Lennart Hahn, Tim Beerenberg, Fynn Jansen, Finn Berg, Jamie van de Loo, Jonas Twardzik.
Noch offen: Mike Terfloth (Karriereende wahrscheinlich).