
Was für ein Pokalabend für Buchbach, was für ein Erlebnis für Verein und Spieler: Vor 5124 Zuschauern kegelten die Rot-Weißen den TSV 1860 München am Dienstag auf Giesings Höhen aus dem Toto-Pokal. Am Ende ein klares 3:1 für das Team von Trainer Sven Zurawka.
„Wir haben schon vor der Saison gesagt, dass wir auch im Pokal weit kommen wollen“, hatte Zurawka immer wieder betont. Emotional geht auf dem weiteren Weg im bayerischen Toto-Pokal kaum mehr. „Unfassbar, ich bin überglücklich über die Mannschaft, was sie heute geleistet hat. Vor solchen Fans – Sechzig hat wirklich geile Fans, ein geiles Stadion. Ich bin unfassbar glücklich“, zeigte sich Buchbachs Tobias Stoßberger, der seine Mannschaft nach Vorarbeit von Albano Gashi und Zuspiel von Daniel Muteba in der 23. Minute in Front gebracht hatte, sichtlich beeindruckt.

Für TV-Co-Kommentator Sascha Mölders war Stoßberger ohnehin „der überragende Mann auf dem Platz“. Der Sieg sei verdient gewesen: „Das war eine klasse und reife Leistung.“ Überhaupt zeigte sich die „Wampe von Giesing“ sehr angetan, lobte die taktische Leistung der Rot-Weißen und die Spielintelligenz.
Grundsätzlich hatten die Löwen in der Partie unter der Leitung des St. Wolfganger Bundesliga-Schiedsrichters Wolfgang Haslberger meist mehr Ballbesitz. Die Gäste verteidigten zunächst hoch, ließen sich dann – auch mit dem Vorsprung im Rücken – etwas tiefer fallen und unterbanden so das Aufbauspiel der Giesinger, die kaum Mittel fanden, gefährlich in den Strafraum zu kommen. Buchbach war auch in der Vorwärtsbewegung hellwach und nutzte seine Chancen. So in der 41. Minute, als Mark Gevorgyan bei einer Flanke von Jonas Wieselsberger mit der Hand dran war und Kapitän Samed Bahar den Strafstoß zum 2:0 verwandelte.
Nach der Pause und einem Dreifachwechsel von Löwen-Trainer Alper Kayabunar hätte die Partie kippen können, zumal den Sechzgern der schnelle Anschluss per Elfmeter gelang, als Muteba den starken Fabio Wagner gefoult hatte. Youngster Arian Calderon, erst zur Pause eingewechselt, ließ Ludwig Zech keine Chance (53.). Doch die Rot-Weißen schlugen umgehend zurück, als Gashi einen Aufbau-Fehler nutzte und aus 16 Metern überlegt zum 3:1 traf (56.).
„Wir haben zu viele Geschenke verteilt, die eine abgezockte Mannschaft wie Buchbach beim ersten und dritten Tor natürlich nutzt“, monierte Kayabunar, dessen Mannschaft nur zwei Tage Pause nach dem Ligaspiel gegen Landsberg hatte. Dazu wurde Löwen-Kapitän Dennis Dressel deutlich: „Die Spielansetzung ist katastrophal. Für mich ist das Wettbewerbsverzerrung. Ich wusste nicht, dass das sein darf, dass es so etwas gibt.“
Im Viertelfinale warten die drei Drittligisten Jahn Regensburg, FC Ingolstadt und Würzburger Kickers oder die Regionalliga-Konkurrenten SpVgg Unterhaching, TSV Landsberg, TSV Aubstadt und 1. FC Schweinfurt 05 auf Buchbach. Die Auslosung läuft am Mittwoch, 9. September, ab 12.30 Uhr live auf dem Instagram-Kanal des BFV. Gespielt wird am 22. September und 6. Oktober.