2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
– Foto: Horst Vogler

BSV schrammt am Derbysieg vorbei

1:1 beim TuS Bersenbrück

Der BSV Rehden bleibt in der Erfolgsspur, auch wenn es am Freitagabend im Derby beim TuS Bersenbrück nicht ganz zum dritten Sieg in Serie reichte. In einem packenden, intensiven und hoch emotionalen Oberliga-Duell trennten sich beide Teams vor 518 Zuschauern im Hasestadion 1:1 (1:0). Nach frühem Rückstand durch Simon James (23.) belohnte sich der BSV nach einer Leistungssteigerung mit dem verdienten Ausgleich durch Beytullah Özer (59.). Selbst in Unterzahl kämpften die Schwarz-Weißen bis zur letzten Sekunde – und hatten am Ende sogar den Sieg auf dem Kopf.

Trainer Kristian Arambasic musste seine Elf im Vergleich zur Vorwoche umbauen. Eric Anozie fiel mit muskulären Problemen aus, weshalb Takang-Ngufor Anubodem in die Startelf rückte. Zudem begann Malik Euwi für Serkan Temin.

„Wir mussten umstellen, weil Eric verletzungsbedingt gefehlt hat. Taka und Malik haben sich das verdient, aber man hat gemerkt, dass sie anfangs etwas nervös waren“, erklärte Arambasic nach der Partie. „In dieser Phase haben wir gewackelt, und ich hätte mir von Taka etwas mehr Ruhe gewünscht. Gegen den Ball war die Abstimmung noch nicht optimal – folgerichtig kassieren wir das 1:0.“

Nach 23 Minuten nutzte Bersenbrücks Simon James einen Steilpass in den Strafraum, täuschte Euwi und schob flach zum 1:0 ein. Kurz darauf vergab Luis Monteiro die direkte Antwort (24.). Danach aber fand Rehden immer besser ins Spiel – auch durch eine taktische Anpassung.

„Nach dem Gegentor haben wir auf ein 4-3-3-System umgestellt – das hat man sofort gemerkt“, so Arambasic. „Wir hatten das Spiel besser im Griff, Luis hatte eine Riesenchance, und bei André gibt’s für mich einen klaren Elfmeter, der nicht gepfiffen wird. Kurz vor der Pause köpft Noah an die Latte – mit etwas Glück gehen wir da schon mit 1:1 in die Kabine.“

Arambasic greift zur Pause ein – und wird belohnt

Zur zweiten Halbzeit stellte der BSV erneut um – diesmal auf ein 4-4-2-System. „Wir hatten das Gefühl, dass wir mit zwei Stürmern mehr Druck aufbauen können“, erklärte Arambasic. „Das hat super funktioniert – wir waren griffig, haben Bersenbrück hinten reingedrückt und dann mit einer Traumkombination den Ausgleich erzielt.“

Der Treffer war tatsächlich sehenswert: Über mehrere Stationen lief der Ball von der linken Seite über Mazur und Monteiro zu Elias Beck, der flach auf den kurzen Pfosten flankte – und dort stand Beytullah Özer, der per wuchtigem Kopfball zum 1:1 traf (59.).
„Ein richtig schöner Angriff – und das von hinten links bis nach vorne rechts. Besser kannst du’s kaum spielen“, lobte Arambasic.

Gelb-Rot bringt Spannung zurück

Das Spiel blieb intensiv, Bersenbrück drängte auf die erneute Führung, doch der BSV verteidigte leidenschaftlich. Dann der Knackpunkt: Gelb-Rot für Luis Monteiro (70.) nach einem Offensivfoul.
„Schon in der 16. Minute hat er Gelb für ein Allerweltsfoul bekommen“, kritisierte Arambasic. „Die zweite Gelbe war dann eine unglückliche und zu harte Entscheidung. Wir hatten einen Schiedsrichter, der die Karten sehr locker sitzen hatte – das hat das Spiel in der Schlussphase beeinflusst.“

Trotz Unterzahl hielt der BSV stand – und hatte am Ende sogar die Riesenchance zum Sieg.
„Kurz vor Schluss bringt Nikita eine perfekte Flanke auf Malik, der aus fünf Metern frei zum Kopfball kommt – und der Ball geht ganz knapp vorbei. Das wäre der Lucky Punch gewesen!“, so Arambasic, der sich nach dem Abpfiff über die Reaktion seiner Mannschaft freute: „Je länger das Spiel dauerte, desto besser hatten wir es im Griff. Ärgerlich, dass Malik am Ende nicht trifft.“

Kämpferische Moral, gerechtes Ergebnis

„Das 1:1 geht schlussendlich in Ordnung“, resümierte der Rehdener Trainer. „Wir haben gegen einen starken Gegner mit viel Mentalität gespielt, mussten nach der Gelb-Roten Karte vieles kompensieren, aber das hat die Mannschaft hervorragend gemacht. Die Jungs haben alles gegeben – man sieht, dass wir als Team zusammenwachsen.“

Auch Kapitän Julian Wolff zog ein positives Fazit: „In der zweiten Halbzeit hatten wir alles unter Kontrolle – da war sogar mehr drin.“

Nach dem späten Schreckmoment um Oleksii Mazur, der nach einem Zusammenprall behandelt werden musste, gab es später Entwarnung. Der Linksverteidiger kam mit leichten Prellungen davon.

Arambasic sieht Fortschritt und richtet den Blick nach vorn

„Wenn man sieht, dass wir gegen Atlas Delmenhorst und Bersenbrück in zwei Wochen vier Punkte geholt haben, dann ist das sehr ordentlich“, sagte Arambasic. „Als Zuschauer – auch als neutraler – kann man sagen: Beim BSV Rehden sieht man wieder Leidenschaft, Power und Intensität. Das hatten wir zu Saisonbeginn noch nicht so.“

Sein Fazit fällt entsprechend positiv aus: „Wir haben in Bersenbrück vier verschiedene Systeme gespielt – und alle haben funktioniert. Das zeigt, dass die Entwicklung klar nach vorne geht. Jetzt heißt es: dranbleiben, weiter punkten und am Freitag gegen Heeslingen wieder alles raushauen.“

TuS Bersenbrück – BSV Schwarz-Weiß Rehden 1:1
TuS Bersenbrück: Nils Böhmann, Nicolas Eiter, Leonard Hedemann, Philipp Schmidt, Patrick Siemer, Fyn Luca Ebeling (46. Maik Emmrich), Moritz Waldow, Mathis Wellmann, Saikouba Manneh (77. Julius Kanowski), Marcos Alvarez, Simon James (64. Silas Burke) - Trainer: Andy Steinmann
BSV Schwarz-Weiß Rehden: Daniel Banfalvi, Oleksii Mazur (92. Uzoma Eke), Beytullah Özer (77. Niklas Bär), Henri Malik Euwi, Julian Wolff, Takang Anubodem (46. Serkan Temin), André Nicolas N'Diaye, Nikita Marusenko, Luis-Felipe Monteiro, Noah Wallenßus (99. Dominik Klann), Elias Beck (88. Nick Kaperkon) - Trainer: Kristian Arambasic
Schiedsrichter: Alexander Jahn - Zuschauer: 518
Tore: 1:0 Simon James (22.), 1:1 Beytullah Özer (59.)
Gelb-Rot: Luis-Felipe Monteiro (76./BSV Schwarz-Weiß Rehden/)

Aufrufe: 013.10.2025, 08:02 Uhr
ckAutor