
Strahlender Sonnenschein, perfekte Bedingungen und ein Derby mit viel Brisanz: Am Sonntag, den 7. September 2025, gastierte der BSC Sendling beim TSV Turnerbund München. Nach einem schwierigen Saisonstart mit einem Sieg und einer Niederlage wollte das Team endlich Konstanz zeigen – und legte los wie die Feuerwehr.
Schon nach vier Minuten sorgte Serzhiu Andronik für die frühe Führung. Nach einer klugen Vorlage von Papisse Dabo Gnako blieb Andronik eiskalt und schob am Keeper vorbei zum 0:1 ein. Der BSC dominierte die Anfangsphase nach Belieben und setzte in den nächsten Minuten weitere Nadelstiche. In der 15. Minute erhöhte Emin Abazovic – erneut nach Vorarbeit von Dabo Gnako – auf 0:2. Nur fünf Minuten später war es wieder Abazovic, der nach feinem Zuspiel alleine vor dem Torhüter auftauchte und das 0:3 markierte.
Die Sendlinger spielten wie entfesselt, kombinierten sehenswert und belohnten sich in der 21. Minute ein weiteres Mal: Habudulai Nimaga Conteh vollendete ein herrliches Zusammenspiel seiner Mitspieler zum 0:4. Spätestens jetzt schien das Spiel entschieden.
Doch anstatt nachzulegen, ließ der BSC merklich nach. Der TSV Turnerbund witterte seine Chance und kam noch vor der Pause durch Fabian Steinmüller zum 1:4-Anschlusstreffer.
Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber mit mehr Willen und Aggressivität auf den Ausgleich. Der BSC wirkte zunehmend verunsichert und hatte dem Druck nur wenig entgegenzusetzen. In der 75. Minute war es Khalil Chiha, der für das 2:4 sorgte – und die Partie wieder spannend machte. Spätestens als derselbe Spieler kurz vor Schluss (88.) auch noch das 3:4 erzielte, war das große Zittern angesagt. Mit Glück, Kampfgeist und etwas Schützenhilfe der Uhr retteten die Sendlinger den knappen Vorsprung über die Zeit.
Negativ blieb das ständige Geschrei des Turnerbund-Trainers in Erinnerung, der sich lautstark über Schiedsrichterentscheidungen echauffierte und dafür Gelb sah. Ein Platzverweis wäre durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.
Fazit: Der BSC Sendling zeigte in den ersten 30 Minuten seine ganze Offensivstärke, ließ danach aber deutlich nach und musste bis zur letzten Sekunde um den Sieg bangen. Für die kommenden Aufgaben gilt: Nur mit mehr Teamgeist, Disziplin und Durchhaltevermögen wird man auch gegen stärkere Gegner bestehen können.
Sonntag ist Heimspieltag! Um 15 Uhr trifft der BSC auf den TSV Milbertshofen. Seid dabei und unterstützt unsere Jungs lautstark!