BSC-»Totalausfall« – Kareth und Regenstauf drehen nach Rückstand auf
Bezirksliga Süd, der Sonntag: Schwarzhofen macht aus einem 0:2 ein 3:2 +++ Hainsacker punktet dank eines späten Lucky Punchs +++ Auch Bach jubelt spät +++ Wenzenbach standesgemäß
von Florian Würthele · Heute, 17:26 Uhr · 0 Leser
Anton Henning (links) und der TSV Kareth-Lappersdorf behielten in Ramspau trotz eines Blitz-Rückstands kühlen Kopf. – Foto: Dominik AdlhochAls „Sonntag der Moral“ entpuppte sich das heutige Geschehen in der Bezirksliga Süd. Drei Mannschaften (Kareth, Regenstauf und Schwarzhofen) münzten einen Rückstand in einen Sieg um. Zwei weitere Teams (Bach und Hainsacker) kamen erst in der Crunchtime zum Sieg- bzw. Ausgleichstreffer. Ligaprimus Wenzenbach fuhr gegen den Tabellen-Nachzügler aus Töging den erwarteten Pflichtsieg ein. Im Abstiegskampf sackte Schwarzenfeld ganz wichtige Punkte ein. Die Stimmen zu den Spielen...
Christoph Bächer (Trainer FSV Prüfening): „Wir haben ein sehr gutes Gesicht gezeigt. In den ersten 45 Minuten waren wir bärenstark, da war es ein sehr ausgeglichenes Spiel mit wenigen klaren Torchancen. In der zweiten Hälfte verloren wir etwas die Struktur, waren aber trotzdem gut drin. 86 Minuten lang machten wir ein echt gutes und griffiges Spiel. Nach einer Ecke, wo wir noch konsequent genug verteidigten, kassierten wir das 0:1. So verlieren wir das Spiel leider und unberechtigt. Es wäre ein klassisches Unentschieden gewesen – gegen einen Gegner, der verbal und körperlich an der Grenze des Erlaubten arbeitete. Wir haben weitere Schritte nach vorne gemacht, es waren viele gute Sachen dabei. Auch gegen gute Mannschaften können wir mithalten. Glückwunsch an Bach.“
Sven Leppien (Spielertrainer VfB Bach): „Ein wichtiger und völlig verdienter Sieg. Auf einem katastrophalen Platz zeigten wir eine sehr erwachsene Mannschaftsleistung. Wir spielten abgeklärt, ließen nichts zu und waren über 90 Minuten klar die bessere Mannschaft.“
Adi Götz (Trainer SV Schwarzhofen): „Ein gutes bis sehr gutes Bezirksligaspiel. Parsberg war der erwarte starke Gegner. Nichtsdestotrotz waren wir in den ersten 35 Minuten die aktivere Mannschaft; Parsberg hat gut verteidigt und versucht, den ein oder anderen Vorstoß zu kreieren. Es folgten schläfrige sechs Minuten von uns. Nach zwei richtig gut vorgetragenen Angriffen der Parsberger stand es aus heiterem Himmel 0:2. Wir waren uns aber die ganze Zeit sicher, dass heute mehr drin ist. Wir haben unsere Heimstärke doch ausgespielt. Uns ist entgegengekommen, dass der Gegner durch einige Disziplinlosigkeiten selbst geschwächt hat. Wir haben immer mehr die Initiative ergriffen, erzielten das 1:2, 2:2 und schließlich den Siegtreffer durch einen herrlichen Kopfball. Trotz allem sind wir als verdienter Sieger aus dem ersten Heimspiel 2026 hervorgegangen.“
Niko Wohlmann (Trainer FC Thalmassing): „In der ersten Halbzeit gab es beidseitig wenig Torchancen. Wir hatten jedoch mehr vom Spiel. Im zweiten Durchgang waren wir mehr am Drücker und sind nach einer schönen Vorlage verdient in Führung gegangen. Spätestens mit dem Elfmeter hätten wir den Sack zumachen müssen. Hainsacker hat in der letzten Sekunde mit dem letzten Freistoß aus dem Gewühl heraus das glückliche 1:1 erzielt. Ein komplett unnötiger Punktverlust für uns. Auf der Leistung können wir auf jeden Fall aufbauen.“
Bastian Lerch (Trainer TSV Kareth-Lappersdorf): „Wir sind mit dem frühen Gegentor denkbar schlecht ins Spiel gestartet und hatten in der ersten Halbzeit unsere Probleme. Gott sei Dank haben wir nach 10, 15 Minuten die Schlagzahl erhöhen und den Ausgleich machen können. Am Ende sind wir froh, dass wir hier gegen einen harten Gegner gewinnen konnten. Es ist aktuell einfach wichtig, aus solchen Spielen die drei Punkte mitzunehmen.“
Nizar Klica (Trainer BSC Regensburg): „Für uns war das ein Spiel zum Vergessen. In Kareth spielen wir 80 bärenstarke Minuten und geben das Spiel in zehn Minuten aus der Hand. Heute war es genau umgekehrt. Wir spielten die ersten zehn Minuten stark, es folgten 80 Minuten Totalausfall von allen. Unsere Fehler wurden vom Gegner gut bestraft. Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung.“
Matthias Beier (Vorsitzender SV Wenzenbach): „Die ersten Minuten verliefen für uns sehr unglücklich. Wir sahen nach einer Viertelstunde schon zwei Gelbe Karten und eine Zeitstrafe, vergaben eine hundertprozentige Chancen zur Führung. Mit dem ersten Tor nach einer guten halben Stunde ist das Spiel dann aber für uns gelaufen. Wir haben drei schnelle, schön herausgespielte Tore geschossen, womit das Spiel eigentlich durch war. In der zweiten Halbzeit haben wir noch eine Chance genutzt. Im Endeffekt war es ein souveräner Sieg, der Gegner hatte kaum Chancen.“
Robert Huber (Sportlicher Leiter FC Pielenhofen-Adlersberg): „Der Gast war heute in den entscheidenden Momenten bissiger und somit geht der Sieg auch in Ordnung. In den letzten 30 Minuten hatten wir zwar noch gute Möglichkeiten, mehr als ein Lattentreffer sprang aber nicht heraus.“