2025-12-03T05:51:34.672Z

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Patrick Heinzl war seit Sommer 2022 Spielertrainer der SpVgg Brandten
Patrick Heinzl war seit Sommer 2022 Spielertrainer der SpVgg Brandten – Foto: Helmut Weiderer

»Brutale schwere Entscheidung«: Brandten entlässt Heinzl

Der 35-jährige Spielertrainer wurde beim A-Klassisten von seinen Aufgaben entbunden

Die SpVgg Brandten hat auf den enttäuschenden Saisonverlauf in der A-Klasse Regen reagiert und in der Vorwoche die Zusammenarbeit mit Spielertrainer Patrick Heinzl beendet. Der 35-jährige Routinier stand seit Sommer 2022 auf der Kommandobrücke des kleinen Dorfklubs aus der Gemeinde Langdorf. Vom ursprünglichen Saisonziel "Mittelfeldplatz" ist das Team um Spielführer Fabian Kollmaier aktuell weit entfernt. Auch im Spiel eins nach der Heinzl-Entlassung sprang allerdings im Kellerduell gegen die SpVgg Rabenstein nur ein enttäuschendes 1:1-Remis heraus. Gecoacht wurde die Mannschaft in dieser Partie bereits von Johannes Probst, der seit Jahren zu den absoluten Leistungsträgern gehört und bis zur Winterpause interimsmäßig das Coaching übernehmen wird.

"Mit der Verpflichtung von Pat ist es bei uns wieder aufwärts gegangen. Leider läuft es heuer leider überhaupt nicht, was mehrere Gründe hat. Trotzdem haben wir eine durchschnittliche Trainingsbeteiligung von 17 Mann, was für einen A-Klassisten bemerkenswert ist. In der Vorwoche ist dann aber der Mannschaftsrat auf mich zugekommen und hat ein paar Dinge auf dem Tisch gebracht, die nicht mehr passten. Letztlich haben wir eine Trennung beschlossen. Eine brutal schwere Entscheidung, mit der ich noch heute hadere", berichtet Brandtens Abteilungsleiter Michael Birnböck, der seinen Ex-Coach in den höchsten Tönen lobt: "Pat ist ein überragender Trainer, der problemlos auch in einer höheren Liga trainieren könnte. Er hat einen unfassbar guten Fußball-Sachverstand und ist extrem engagiert. Wahrscheinlich waren seine Anforderungen aber für unsere Mannschaft etwas zu hoch. Auch menschlich ist er ein ganz feiner Kerl, seine ganze Familie hat sich bei uns in den Verein integriert. Mir tut die ganze Sache unfassbar leid."



Wie es beim früheren Kreisligisten im neuen Jahr auf der Übungsleiter-Position weitergehen wird, steht noch in den Sternen. "Unsere Wunschvorstellung wäre natürlich ein Spielertrainer. Aber dieser Markt ist in unserer Region sehr, sehr dünn. Daher müssen wir schauen, was sich realisieren lässt", sagt Birnböck, der die Spielvereinigung trotz der bescheidenen sportlichen Lage immer noch vernünftig aufgestellt sieht: "Als sehr kleiner Verein schaffen wir es immer noch, zwei Herrenmannschaften zu stellen. Das ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich und wir hoffen, dass wir noch so lange wie möglich den Spielbetrieb eigenständig aufrecht erhalten können."

Aufrufe: 07.10.2024, 11:40 Uhr
Thomas SeidlAutor