
Mechtersheim. Flutlichtspiel in der Verbandsliga Südwest: Tabellenführer TuS Mechtersheim gastiert am Freitag (19.30 Uhr/live im Stream der AZ) beim kriselnden VfB Bodenheim. Für die Gäste, die nach ihrem Abstieg aus der Oberliga im Sommer neu gestartet sind, läuft es bislang nahezu perfekt – elf Siege aus 13 Spielen, Tabellenplatz eins und ein Spiel weniger als die Konkurrenz.
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TuS-Trainer Nauwid Amiri, der im Sommer die Verantwortung übernahm, hat aus einem umgebauten Kader eine verschworene Einheit geformt. „Ich bin sehr glücklich in Mechtersheim. Wir haben eine sehr gute Mannschaft, vor allem tolle Charaktere, die auch neben dem Platz zusammenhalten“, sagt der 34-Jährige. Bereits im Frühjahr hatte Amiri gemeinsam mit Vereinsikone Ralf Gimmy den TuS in den letzten Oberliga-Spielen betreut, den Abstieg aber nicht verhindern können. Im Anschluss übernahm er als Cheftrainer. „Der Verein hat mit mir einen Zwei- bis Dreijahresplan erstellt, um wieder in die Oberliga aufzusteigen. Uns war aber bewusst, dass die Verbandsliga sehr unangenehm ist. Hier musst du in jedem Spiel an deine Grenzen gehen“, sagt der Bruder von Mainz-05-Profi Nadiem Amiri.
Bisher gelingt das eindrucksvoll. Mechtersheim überzeugt mit hoher individueller Qualität und Teamgeist. „Wir haben viele starke Einzelspieler, aber das Entscheidende ist, dass jeder an die Mannschaft denkt. Das macht uns momentan so stark“, erklärt Amiri. In den vergangenen Tagen hat der Verein zudem ein deutliches Signal gesetzt: Mit mehreren Leistungsträgern wurden die Verträge vorzeitig verlängert. Der aktuelle Kern soll langfristig zusammenbleiben.
Auch der jüngste witterungsbedingte Spielabbruch gegen Eintracht Bad Kreuznach (1:1 zur Pause) bringt den Rhythmus nicht durcheinander. „Wir haben vorher sechs Spiele in 20 Tagen absolviert – alle gewonnen. Das wird keine Rolle spielen.“
Den kommenden Gegner Bodenheim, derzeit Tabellenvorletzter, nimmt Amiri dennoch sehr ernst: „Für mich war Bodenheim vor der Saison klar unter den Top fünf. Sie haben Qualität, das wird ein unangenehmes Spiel – gerade unter Flutlicht.“ Beim VfB gab es unter der Woche einen personellen Wechsel: Marco Jantz zog nach der Niederlage beim Schlusslicht Steinbach die Reißleine und trat zurück, der spielende Co-Trainer Damir Bektasevic übernimmt interimsweise bis zum Winter.