2026-04-16T10:11:10.190Z

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Brosius: „Das wird per Handschlag und zwei, drei Sätzen besiegelt“

Stabilität als Fundament: Der SSV Markranstädt bindet sein Trainerduo und empfängt die SG Taucha 99 am Freitagabend.

von red · Heute, 12:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Jakob Reiche

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In einer Phase der Saison, in der viele Vereine bereits die Weichen für die Zukunft stellen, sendet der SSV Markranstädt ein Signal der Kontinuität aus. Wie der Verein bekannt gab, wird das Trainerduo Olaf Brosius (62) und André Bittner (47) auch in der Saison 2026/2027 die Geschicke an der Seitenlinie leiten. Für die beiden Übungsleiter, die die erste Herrenmannschaft im Sommer 2019 in der Landesklasse übernahmen und prompt zum Aufstieg führten, wird es die achte gemeinsame Spielzeit am Bad sein.

Die Vertragsverlängerung folgt dabei einer Philosophie, die im modernen Fußballgeschäft seltener wird. Trainer Olaf Brosius, der bereits seit 1973 im Verein aktiv ist, beschreibt den Prozess als bemerkenswert unkompliziert: „Das läuft in Markranstädt relativ entspannt ab. Hier gibt es nichts Großartiges. Das wird per Handschlag und mit zwei, drei Sätzen besiegelt.“ Laut Brosius stünden ohnehin andere Aspekte im Vordergrund als finanzielle Details: „Das ist für mich und den Verein nie eine Sache des Geldes. Hier geht es einfach darum, dass man die Mannschaft in Ruhe weiterentwickeln kann. Und das macht mir mit den Jungs im Moment richtig viel Spaß. Und deshalb mache ich das auch noch im hohen Alter. Es ist einfach eine gute Truppe mit viel Motivation, mit viel Potenzial. Und das macht es so interessant.“

Diese Harmonie im Umfeld – gestützt durch die Weiterverpflichtung von Torwarttrainer Martin Werner und Mannschaftsleiter Uwe Berndt – soll nun auch auf den Platz getragen werden, wenn am Freitagabend um 19:30 Uhr die SG Taucha 99 gastiert. Nach dem überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen den SV Tapfer 06 Leipzig geht der SSV, derzeit Tabellenzehnter mit 24 Punkten, mit Rückenwind in das Duell gegen den Tabellendritten.

Die Aufgabe gegen Taucha, die im Hinspiel lediglich ein 1:1-Remis gegen Markranstädt erreichten, stuft Brosius jedoch als ungleich schwerer ein. „Dort erwartet uns natürlich ein defensiv extrem guter Gegner, der über eine solide Defensive erst mal ins Spiel sich reinarbeitet“, analysiert der Coach. Besonders die physische Komponente werde entscheidend sein: „Du musst dort robust sein. Du musst die Zweikämpfe natürlich extrem führen. Du darfst keinen weglassen. Du musst hellwach sein. Du musst Räume verengen.“

Taucha, das zuletzt eine knappe 0:1-Niederlage gegen Laubegast hinnehmen musste, verfügt über eine enorme Gefährlichkeit bei ruhenden Bällen. „Nicht nur, weil sie groß sind, sondern weil sie auch die Standards gut schlagen und gut vor das Tor bringen“, warnt Brosius. Dennoch sieht er seine Elf, die zuletzt spielerische Akzente setzen konnte, nicht chancenlos. Er habe sich den Gegner selbst angesehen und Schwächen ausgemacht: „Wenn es uns gelingt, die auszunutzen, dann schauen wir mal.“

Trotz der Außenseiterrolle gegen den Favoriten, der mit 48 Punkten weiterhin im Meisterschaftsrennen mitmischt, gibt man sich in Markranstädt bescheiden, aber ambitioniert. Ein Punktgewinn, so Brosius, wäre bereits ein Erfolg: „Wir hoffen, es wird am Ende wieder ein toller Fußballabend. Und wir haben unterm Strich vielleicht was Zählbares, ein Punkt würde uns schon riesig freuen.“