2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligavorschau

Brisanz im Tabellenkeller: »...das einzige Derby in dieser Saison«

Mönchröden empfängt Lichtenfels im Kellerduell +++ Beide Teams warten nach der Winterpause noch auf Punkte +++ Hinspiel endete dramatisch 1:1

von Marco Baumgartner · Gestern, 08:00 Uhr · 0 Leser
Bislang nichts zu holen: Der 1. FC Lichtenfels (in rot) wartet im Jahr 2026 noch auf die ersten Punkte in der Landesliga Nordwest. Diese sollen nun im Derby gegen den TSV Mönchröden folgen.
Bislang nichts zu holen: Der 1. FC Lichtenfels (in rot) wartet im Jahr 2026 noch auf die ersten Punkte in der Landesliga Nordwest. Diese sollen nun im Derby gegen den TSV Mönchröden folgen. – Foto: Andreas Roith

Im Tabellenkeller der Landesliga Nordwest kommt es zum richtungsweisenden Derby: Der TSV Mönchröden (14.) empfängt den 1. FC Lichtenfels (15.). Beide Mannschaften sind nach der Winterpause noch ohne Punkte und wollen im direkten Duell unbedingt den Negativtrend stoppen.

Für beide Teams steht im Derby zwischen dem TSV Mönchröden und dem 1. FC Lichtenfels einiges auf dem Spiel. Die Gastgeber rangieren derzeit mit 27 Punkten auf Rang 14, nur drei Punkte vor den Gästen aus Lichtenfels. Diese liegen mit 24 Zählern auf Platz 15 und könnten mit einem Sieg punktetechnisch gleichziehen.

Der TSV Mönchröden hat sich den Start in das Pflichtspieljahr deutlich anders vorgestellt. Nach einer ordentlichen Vorbereitung blieb die Mannschaft in den ersten Spielen nach der Winterpause hinter den eigenen Erwartungen zurück. Coach Achim Engel ordnet das nüchtern ein: „Es zeigt halt auch wieder, dass Vorbereitungsspiele und Punktspiele trotzdem zwei Paar Stiefel sind.“

Im letzten Spiel offenbarte seine Mannschaft vor allem Defizite in der Intensität. „Leider haben wir es dann nicht geschafft, diese Intensität und Energie auf den Platz zu bringen, wie in den Vorbereitungsspielen“, erklärte Engel. Zwar zeigte sein Team phasenweise gute Passagen, insgesamt fehlte aber die Konstanz über die gesamte Spielzeit. „Auf der einen Seite unglücklich, wie die Tore gefallen sind. Auf der anderen Seite aber auch – und das gehört zur Wahrheit dazu – zu wenig investiert.“

Der Coach erwartet daher gegen Lichtenfels eine andere Herangehensweise seiner Mannschaft. „Wenn du in so einem Strudel bist, dann musst du einfach mehr investieren, um das zu brechen“, so Engel. Deshalb kündigt er auch Veränderungen an: „Auch was die Aufstellung betrifft, werden wir reagieren. Es wird eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen gegen Lichtenfels.“

Besonders wichtig wird aus seiner Sicht die richtige Einstellung von Beginn an sein. „Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute unser Spiel durchziehen, die richtige Intensität auf den Platz bringen, den Willen und die Entschlossenheit.“

Personell müssen die Gastgeber auf einige Spieler verzichten. Noah Büchner fällt krankheitsbedingt aus, zudem fehlen weiterhin mehrere Langzeitverletzte. Hoffnung besteht hingegen bei Lukas Köhn, der nach einer Verletzung wieder ins Training zurückkehren könnte.

Auch beim 1. FC Lichtenfels verlief der Start nach der Winterpause holprig. Chefanweiser Stefan Dietz war mit der Vorbereitung seiner Mannschaft ohnehin nicht zufrieden. „Wir hatten eine schwierige Vorbereitung, sodass ich mit der dieser ehrlicherweise gar nicht zufrieden bin.“

Nach einer knappen Niederlage in Bad Kissingen folgte zuletzt eine deutliche 0:3-Heimpleite gegen den Tabellenvorletzten Fuchsstadt. Dietz fand klare Worte für die Leistung seines Teams: „Wir haben zu Hause gegen den Tabellenvorletzten völlig verdient mit 3:0 verloren. Das war von uns eine bodenlose und katastrophale Leistung.

Gerade im Abstiegskampf vermisste der Trainer die nötigen Tugenden. „Der Gegner wusste, um was es an dem Tag geht, nämlich Abstiegskampf. Wir haben den leider nicht angenommen.“

Das Derby in Mönchröden bekommt dadurch zusätzliche Brisanz. Der erst 32-Jährige ordnet die Bedeutung der Partie klar ein: „Mönchröden ist ein Derby für uns, das einzige Derby in dieser Saison.“ Sein Team wolle, wie auch die Gegenseite, vor allem über Einsatz ins Spiel finden: „Für uns ist es auf jeden Fall so, dass wir erstmal über den Kampf ins Spiel finden müssen.“

Auch das Hinspiel dürfte beiden Mannschaften noch in Erinnerung sein. Damals dominierte Lichtenfels lange die Partie und ging durch Maximilian Pfadenhauer in Führung (29.). Doch in der siebten Minute der Nachspielzeit gelang Yusupha Njie noch der Ausgleich für Mönchröden zum 1:1.

Dietz erinnert sich noch gut an diese Partie: „Im Hinspiel haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, haben den Gegner über 90 Minuten dominiert, haben aber leider nur ein Tor erzielt.“ Der späte Ausgleich schmerzte besonders: „So blieb das Spiel immer offen und dann mussten wir in der 97. Minute den bitteren Ausgleich hinnehmen.“

Die Voraussetzungen für das Rückspiel sind daher klar: Beide Teams stehen unter Druck, beide brauchen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Dietz erwartet deshalb ein intensives Duell: „Von daher erwarte ich ein kampfbetontes, körperliches Spiel.“

Für Mönchröden bietet sich derweil die Chance, den Abstand auf die Abstiegszone etwas zu vergrößern. Die Gastgeber setzen dabei auf ihren Heimvorteil. „Zu Hause wollen wir natürlich die drei Punkte behalten“, betont Engel. „Jetzt müssen wir den Heimvorteil einfach nutzen.“

Alles spricht damit für ein emotionales Derby, in dem für beide Mannschaften mehr als nur drei Punkte auf dem Spiel stehen.