
Nach der Niederlage in München wartet das nächste Spitzenspiel. Gegen den TSV Landsberg braucht der FCP endlich Tore und Punkte.
Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel. Der FC Pipinsried muss vier Tage nach dem Match beim Tabellenführer TSV 1860 München II (0:1) zum Nachholspiel beim Tabellenzweiten, dem TSV 1881 Landsberg, antreten. Anpfiff am heutigen Mittwoch im Landsberger C3-Sportpark ist um 18.30 Uhr.
15 Punkte beträgt der Abstand der FCP gegenüber den Spitzenteams aus München und Landsberg. Nach Lage der Dinge sind beide Teams für die Ilmtaler in unerreichbare Sphären davongezogen. Das erklärte Ziel, der dritte Platz, ist allerdings noch in Sichtweite. Diesen belegt derzeit der FC Deisenhofen mit 38 Punkten, die Gelb-Blauen aus Pipinsrieder haben 31 Punkte auf ihrem Konto – allerdings hat der FCP drei Spiele Rückstand.
Nach dem verlorenen Spiel am vergangenen Samstag war natürlich zunächst Tristesse im Lager des Teams aus dem Dachauer Hinterland. Lange Zeit hatte man dem Ligaprimus ordentlich Paroli geboten, lange Zeit sah es nach einem 0:0 aus. Sieben Minuten vor Ende machten die Junglöwen allerdings den Sack zu, Arin Garza traf zum goldenen Treffer für sein Team – Pipinsried ging leer aus. Hoffnung aus Sicht des FCP macht die gute Defensivarbeit, jede Menge Luft nach oben hat hingegen die Offensivarbeit.
Ob es heute wie schon in München zu einem Abnutzungskampf kommt, ist offen. Die Landsberger haben mit 58 Toren in 22 Spielen den besten Angriff der Liga – und zudem meldete sich der lange verletzte Goalgetter Furkan Kircicek am vergangenen Wochenende beim 3:2-Sieg gegen Erlbach zurück. Mit Max Berwein und Daniel Sgodzaj (je zehn Tore), sowie Jeton Abazi und Max Seemüller (jeweils acht Treffer) hat der TSV eine torhungrige Offensivabteilung.
Der FCP trifft bei den Lechstädtern auf einige Ex-Pipinsrieder Spieler. So spielten TSV-Trainer Christoph Rech, Jannik Fippl und Ünal Tosun schon im Ilmtal. Ob die Landsberger von einem möglichen Aufstiegsrecht Gebrauch machen, ist fraglich, denn Geldgeber und Abteilungsleiter Nico Held zog sich zurück. Der zweite Abteilungsleiter und ehemalige Spieler und Trainer des FC Pipinsried, Muri Salemovic, hat schon abgewunken. „Wir haben andere Probleme“, so der frühere Edeltechniker.
Beim FC Pipinsried steht Innenverteidiger Tobias Schröck noch nicht Verfügung. Valdrin Konjuhi, Max Engl, Dustin Kothmair und Quentin Jakob fallen aus. Bei Verteidiger Angelo Mayer ist der Einsatz fraglich, denn beim Mach musste er wegen Wadenproblemen ausgewechselt werden, aber der Pipinsrieder Publikumsliebling will auf die Zähne beißen und sich seinem Team zur Verfügung stellen.
FCP-Stürmer und Ex-Löwe Nico Karger bei seinem ehemaligen Klub wieder von Anfang an, der Torjäger scheint langsam aber sicher wieder in Schwung zu kommen. Und diesen Schwung wollen und müssen die Pipinsrieder mitnehmen. In Landsberg wird eine stabile Defensive und ein gradliniges offensives Spiel gefordert sein – vor allem mit mehr Zug zum Tor. Die Ilmtaler sind nach zwei Spielen im neuen Jahr noch immer torlos. „Wir fahren nicht nach Landsberg, um einen Ausflug zu machen“, so FCP-Trainer Roman Langer. „In München hätte ein Tor für uns das Spiel total verändert. Hat es dann aber nicht. Trotzdem bin ich zuversichtlich, denn irgendwann werden wir für den Aufwand belohnt“, ist sich Langer sicher. Mit einer sicher stehenden Defensive und mehr Punch im Angriff werden die Pipinsrieder die favorisierten Gastgeber sicherlich fordern, das Hinspiel gewann der FCP mit 3:2.