
Der spielfreie SC Eltersdorf hat an diesem Wochenende gar nicht gespielt, ist jedoch einer der großen Gewinner des 19. Spieltages. Durch die Niederlage von Neumarkt sind die Quecken (ein Spiel weniger, ein Punkt Rückstand) nun heimlicher Spitzenreiter der Bayernliga Nord. Nicht die einzige Schlagzeile am Samstag...
Vor dem Pausentee die entscheidende Phase. "Da waren wir im Tiefschlaf", gibt Hof-Manager Thomas Popp zu. Und während die Bayern irgendwo waren, erzielte Cham zwei Tore. Simon Haimerl und Jakub Hrudka waren erfolgreich. "Wir waren keine zwei Tore schlechter. Aber es gibt solche Tage. Satz mit X."
Trotz der Niederlage im Sechs-Punkte-Spiel lief beim SC Großschwarzenlohe auf der Rückfahrt im Bus laute Musik: Es wurde gefeiert! "Natürlich sind wir krass enttäuscht", ist Florian Bauer, Trainer des mittelfränkischen Schlusslichtes, ehrlich. "Aber diese Niederlage ist auch kein Grund für Weltuntergangsstimmung. Dass wir Qualität haben, sieht man auf dem Rasen. Wir brauchen inzwischen, das ist offensichtlich, ein kleines Wunder. Dafür werden wir gemeinsam arbeiten!"
Das Duell der zwei Teams mit den zwei Gesichtern geht an den oberfränkischen Regionalliga-Absteiger. "Zwei Gesichter reichten auf lange Sicht nicht", macht Heimtrainer Arber Morina nach erneut unterschliedlichen Halbzeiten seiner Truppe deutlich. "Das ist auch eine Qualitätsfrage. Es reicht nicht, wenn nur zwei, drei Spieler gut spielen. Der zweimaligen Führung folgte ein mannschaftlicher Totalausfall."
"Sehr unglücklich", zieht Gästetrainer Michael Rister ein grundsätzliches Fazit, ehe er ins Detail geht und seine erste Aussage somit erklärt: "Ein starkes Spiel und nach einer Chancenflut musst du zur Halbzeit mehr als 1:0 führen." Selbst nach dem Seitenwechsel hatte Weiden noch eine Hundertprozentige, um die Führung auszubauen. Doch stattdessen kam Neudrossenfeld auf. "Wir haben ein Spiel verloren, nicht mehr und nicht weniger", sieht Riester erneut das Große und Ganze. "Bis zum Ende werden wir hart gegen den Abstieg arbeiten und positiv bleiben."
Ja, so kann man sein erstes Heimspiel absolvieren! Zur Premiere von Christian Breunig an der Linie in der Zellerau schenkte ihm sein Team nicht nur einen Sieg, sondern ein deutliches Ausrufezeichen! Der glückliche WFV-Trainer und sein Resümee: "Das war einer der Tage, an dem alles funktioniert hat. Wir haben uns wahnsinnig viel vorgenommen und investiert. Die Jungs haben gekämpft bis zum Umfallen. Der langersehnte Heimsieg, der mit der Fans gefeiert werden darf. Beeindruckend!"
Sieben Spieler, die im Profikader gelistet sind, hat Stefan Pröpster, Sportlicher Leiter des ASV Neumarkt, in der Startelf des FCI II ausgemacht. Und dementsprechend geht die "Niederlage klar in Ordnung". Aber, und das muss der Vertreter der mittelfränkischen Oberpfälzer auch noch los werden: "Wir haben keinen vollen Koffer bekommen. Das Ganze grenzt an Wettbewerbsverzerrung."
Der Nackenschlag in der Nachspielzeit in Form des Ausgleiches macht es Andy Graml, der den privat verhinderten Dominic Rühl als Chef an der Linie vertreten hat, "sehr, sehr schwer", das Spiel einzuschätzen: Er probiert es dennoch: "Es tut unfassbar weh. Fakt ist nur, und das ist sehr positiv: Wir hatten die Jahn-Elf über 90 Minuten im Griff. Wir waren eine Klasse besser. Schade, dass wir uns wegen einer dummen Situation nicht belohnen konnten."
