
Selten sorgte ein Transfer eines luxemburgischen Talents zu einem luxemburgischen Verein online für soviel Wirbel wie neulich die Bekanntgabe des Wechsels von David Jonathans zur Escher Jeunesse.
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Bayern triggert – das war uns durchaus klar, als wir am Freitag den Wechsel von David Jonathans zu Jeunesse Esch ankündigten. Dass sich auf unserer Facebook-Seite die Reaktionen zu diesem Transfer jedoch an der Grenze zu einem Shitstorm bewegten (s.u.), kam für uns trotzdem überraschend.
Zu den Fakten: David Jonathans ist ein Talent und war beim FC Bayern München im Nachwuchs und in der Regionalligamannschaft, ehe er sein Glück beim niederländischen Zweitligisten FC Den Bosch suchte. Die beste Auskunft konnte unserer Meinung aber sein neuer Vereinstrainer Reinhold Breu geben.
Dieser ließ uns am Freitag folgende Stellungnahme zur Verpflichtung von David Jonathans zukommen:
„Ich kenne David seit seinem 9. Lebensjahr und habe ihn in Monnerich von der U14 bis zu seinem Wechsel zum FC Bayern trainiert und ausgebildet. Schon früh hat er gezeigt, dass er international zu den besten Talenten seines Jahrgangs gehört. Beim FC Bayern bekommt man nur dann eine Chance, wenn man ein echtes Toptalent ist.
Mit Ryan Johansson und David Jonathans haben es bisher zwei Spieler aus der FLF-Fußballschule zum besten Verein Deutschlands geschafft. Und es ist ganz sicher keine Schande, wenn man dort nicht den finalen Durchbruch schafft.
David ist heute 21 Jahre alt und für die U21 des FC Bayern in der Regionalliga altersbedingt bereits zu ‚alt‘. Deshalb geht er aktuell einen Weg, der für viele Fußballinteressierte schwer zu verstehen ist – für mich aber, nach über 23 Jahren Erfahrung in der Talententwicklung, ist es genau der richtige Schritt: Er macht bewusst den Schritt zur Jeunesse um anschließend wieder neu anzugreifen.
Die Jeunesse kann ihm finanziell nichts bieten, dafür aber eine klare sportliche Perspektive in einem tollen Team mit guten Charakteren und mit mir als Coach, der ihn genau kennt und weiß, was er braucht. Das war auch der Grund für seine Entscheidung gegen mehrere BGL-Klubs, die finanziell deutlich attraktiver gewesen wären.
Davids fußballerische Qualität ist unbestritten: Er ist schnell, technisch stark und im offensiven Eins-gegen-Eins äußerst gefährlich. Dazu kommt seine Persönlichkeit – ein kluger, charakterstarker junger Mann aus einem hervorragenden Elternhaus.
Die Jahre beim FC Bayern haben ihn geprägt, und diese Zeit wird er niemals vergessen. Denn wer kann schon von sich behaupten, vier Jahre bei einem der besten Klubs der Welt gespielt zu haben?“
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// Update 3.2.2026, 18:15 Uhr //
Zur richtigen Einordnung: laut Media Manager des FC Bayern Campus werden jedes Jahr „wahrscheinlich“ hunderte Spieler vor allem im Großraum München gescoutet. Ab der U15 kommen dann Spieler aus ganz Deutschland und ab der U17 aus dem EU-Ausland hinzu. Anspruch des Vereins sei es, dass alle Spieler, die es bis in die U19 schaffen, später auch in der 2.Mannschaft spielen können.
Weiter erklärte der deutsche Rekordmeister FuPa Luxemburg gegenüber, dass 45 Prozent der Absolventen nachhaltig Profi werden mit dem Vermerk, dass dies in Ligen der Fall sei, in denen man als Spieler im Schnitt rund 100.000 Euro im Jahr verdient. Aktuell hat der FC Bayern regelmäßig sieben bis acht Akademie-Spieler im Spieltagskader der Profis, Musiala, Stanisic, Pavlovic und Karl sind dabei Stammkräfte.
FuPa hat versucht, über Social Media direkten Kontakt zu einem der Hauptkritiker dieses Wechsels aufzunehmen, um dessen Argumente näher zu beleuchten. Eine Antwort haben wir bis Redaktionsschluss am Montagvormittag nicht erhalten.
Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass jegliche Kommentare auf sozialen Netzwerken i.d.R. öffentlich einsehbar sind und so u.U. auch von den betroffenen Personen selbst gelesen werden können. Niemand hat etwas gegen fundierte Kritik und einen konstruktiven und kritischen Austausch.
Da FuPa Luxemburg verantwortlich für seine Social-Media-Kanäle zeichnet, behalten wir uns aber stets das Recht vor, auf unserer Meinung nach haltlose oder böswillige Behauptungen zu reagieren und bei schlimmen Fällen diese zu löschen, wie am Wochenende geschehen bei einem Kommentar der u.U. Copyright-geschützte Inhalte enthielt. Wir bitten dafür um Verständnis.