
Wenn am 19. Spieltag der SV Prackenbach den SV Irlbach zum Spitzenspiel bittet, ist Hochspannung in der Kreisklasse Straubing garantiert. Beide Teams rangieren mit 34 Punkten in der direkten Verfolgerrolle von Tabellenführer SC 1928 Rain (36 Punkte). Während Prackenbach aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses (+27) aktuell den Relegationsplatz zwei belegt, lauert der punktgleiche Aufsteiger aus Irlbach direkt dahinter.
Der SV Prackenbach geht mit Rückenwind in die Partie. Zuletzt feierte die Milicevic-Elf einen knappen 2:1-Erfolg beim SV Ascha, bei dem man vor allem Nehmerqualitäten bewies. Sportleiter Stefan Kuffner ordnet den jüngsten Dreier realistisch ein: „Den Sieg in Ascha muss man bei schwierigen Platz- und Windverhältnissen unter die Kategorie Arbeitssieg einordnen.“
Nun wartet jedoch ein anderes Kaliber auf den SVP. Die Vorfreude im Verein ist riesig, schließlich geht es um die Big Points im Aufstiegsrennen. „Auf das Heimspiel gegen Irlbach, das ja aktuell ein absolutes Spitzenspiel Zweiter gegen Dritter ist, herrscht natürlich eine große Vorfreude im Verein und der Mannschaft. Dass es nicht einfach wird, hat ja das Hinspiel gezeigt, in dem Irlbach vorne immer wieder gefährlich vor unserem Tor auftauchte“, warnt Kuffner. Das Ergebnis des Wochenendes könnte richtungsweisend sein: „Die Zielsetzung für die restliche Saison werden wir nach diesem Spiel neu einordnen.“
Der SV Irlbach ist zweifellos die Überraschungsmannschaft der Liga. Als Aufsteiger nach 18 Spieltagen punktgleich mit dem Tabellenzweiten dazustehen, übertrifft alle Erwartungen. Zuletzt bewies das Team von Trainer Peter Semmelmann beim 4:3 gegen Motzing enorme Moral und drehte einen Rückstand. „Das Spiel gegen Motzing war eine typische Partie nach der Winterpause – viele Fehler auf beiden Seiten und wenig Spielfluss. Nichtsdestotrotz haben unsere Jungs nach einem unglücklichen Rückstand gegen kampfstarke Motzinger Nehmerqualitäten bewiesen und das Spiel rumgerissen. Da stimmt die Moral, was mich für Sonntag positiv stimmt“, so Irlbachs sportlicher Leiter Klaus Heimann.
Vor dem Gegner hat man in Irlbach großen Respekt, erinnert sich aber gerne an das Hinspiel, als man Prackenbach am Rande einer Niederlage hatte. Heimann betont: „Prackenbach haben wir im Hinspiel trotz des Unentschiedens als bisher beste Fußballmannschaft in Erinnerung. In einem spannenden Hinspiel war die Gewichtung wirklich 50:50 – da war auch der späte Ausgleich nicht unverdient. Besonders mit ihrem Spielertrainer Milicevic haben sie einen Klasse-Mann in ihren Reihen, der den jungen Goalgetter Wolf füttert – da müssen wir aufpassen.“ Trotz der Außenseiterrolle wolle man sich nicht verstecken: „Gegen einen starken Gegner aus Prackenbach brauchen wir aber auf jeden Fall einen Sahnetag, dann können wir sicher etwas mitnehmen.“
Dass dieses Duell Spektakel verspricht, zeigte bereits das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison. Vor beachtlichen 269 Zuschauern führte Irlbach bereits mit 2:0 durch Tore von Felix Haubner und Vasile Mihai. Prackenbach bewies jedoch einen langen Atem: Bilel Bouzid verkürzte in der 62. Minute, ehe Spielertrainer Ivan Milicevic höchstpersönlich in der Nachspielzeit (90.+2) den 2:2-Endstand markierte.
Ein echtes Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um die Bezirksliga-Relegation. Prackenbach stellt mit 60 Treffern die mit Abstand gefährlichste Offensive der Liga, doch Irlbach hat im bisherigen Saisonverlauf bewiesen, dass sie gegen die „Großen“ der Liga über sich hinauswachsen können.
Die restlichen Spiele des 19. Spieltags: