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Allgemeines

Bous in der Pole Position

Ausblick auf den Stand der Dinge Landesliga West

von Thomas Schreiner · 22.02.2026, 11:57 Uhr · 0 Leser
Der Bouser Rubin Demir (links) zeigt im Testspiel gegen den SC Roden am 11. Februar vollen Einsatz. Der Landesligatabellenführer gewann die Partie mit 2:1.
Der Bouser Rubin Demir (links) zeigt im Testspiel gegen den SC Roden am 11. Februar vollen Einsatz. Der Landesligatabellenführer gewann die Partie mit 2:1. – Foto: Mike Engels

Mit 44 Punkten aus 16 Spielen und fünf Punkten Vorsprung auf den direkten Verfolger SSV Pachten, geht Bous als Spitzenreiter ins Aufstiegsrennen. Wenn am ersten Märzwochenende der Startschuss für die Restrückrunde fällt und der 18. Spieltag einläutet wird, gibt es bei keinem der 16 Mannschaften Überraschungen an der Linie. Alle Clubs vertrauen im weiteren Saisonverlauf auf ihre bisherigen Übungsleiter.

Die FSG Bous als Ligaprimus startet gleich mit einer englischen Woche ins Titelrennen. Zunächst empfängt die FSG zuhause auf der heimischen Sportanlage am ersten März Aufsteiger Bachem-Rimlingen. Drei Tage später muss das Team von Trainer Alexander Zimmer und Co-Trainer Marco Daub dann unter Fluchtlicht zum Nachholspiel des zehnten Spieltages beim Tabellenvorletzten SG Moseltal II antreten. In Bous setzen die Verantwortlichen nicht nur auf das bewährte Trainergespann, sondern vertrauen auch dem aktuellen Team. Das Ziel sofortiger Wiederaufstieg in die Verbandsliga Südwest daher auch mit unverändertem Kader angegangen. Beste Offensive und stärkste Defensive untermauern eindeutig diese Einschätzung.

Auch beim Tabellenzweiten SSV Pachten sah man nach dem bisher sehr guten Saisonverlauf keinen Handlungsbedarf den Kader noch nennenswert zu verstärken. Die Truppe von Spielertrainer Dennis Staub und Co-Trainer Maximilian Tautz stellt mit 45 Treffern die drittbeste Offensive und mit 25 Gegentreffern in 17 Spielen die zweitbeste Defensive nach Spitzenreiter Bous. Da das Team auf allen Positionen Top besetzt ist, sind die Abgänge von Peter Kapitzka, Giuseppe Mazza und Sebastian Böhm, die sich alle dem Bezirksligisten Stella Sud anschlossen, sicherlich aufzufangen.

Nach Pachten hat die Zweite Mannschaft des FV Schwalbach noch die besten Karten im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz. Bei nur vier Punkten Rückstand auf die SSV und einer guten, konstanten Vorstellung in der Hinrunde, in der man vor allem offensiv zu überzeugen wusste, sah man auch bei den Verantwortlichen in Schwalbach keine Notwendigkeit am Kader von Trainer Marco Lauer noch einmal herumzuschrauben.

Anders hingegen die weiteren Verfolger, der SV Düren-Bedersdorf und der FSV Hemmersdorf, die aber schon beachtliche acht Punkte auf den von Pachten belegten Relegationsplatz zurückliegen. Beide dürften nur dann Chancen haben in das Aufstiegsrennen noch einzugreifen, wenn die Konkurrenz öfter schwächelt und Federn lässt und man dann zur Stelle ist und stabil punktet. Während sich Hemmersdorf für die Restsaison im Abwehrbereich noch einmal verstärkt hat und sich ausgerechnet Lucas Bauer vom Lokalrivalen Düren-Bedersdorf angelte, transferierte der SVD trotz des Verlustes hingegen keine Neuen mehr.

Enttäuschend verlief die bisherige Saison für den SV Bardenbach. Zu Saisonbeginn sicherlich höher eingestuft, geht für den Tabellenneunten nach ganz oben nichts mehr. Daran dürften auch die Neuverpflichtungen nichts ändern. Mit Peter Fuchs kehrte in der Winterpause ein alter Bekannter vom SV Büschfeld-Nunkirchen zurück. Zudem stießen mit Yusuf Öztürk und Kaan Dilek zwei Akteure von der SG Saubach zum Team von Trainer Luca Lanfranco.

Die SV Wahlen-Niederlosheim steht auf Platz 10 eigentlich im Niemandsland der Tabelle. Trotzdem sorgten sie in der Winterpause für einen echten Knaller. Mit Tobias Müller vom FC Wadrill-Sitzerath kommt ein Verbandsligaspieler nach Wahlen, der bis dahin zwölf Mal in der höheren Klasse erfolgreich war. Er wird ab sofort zusammen mit Marc Dillenburger als Spielertrainer fungieren.

Sehr stark performt hat hingegen Aufsteiger Oppen. Die SSV rangiert auf Platz Sieben, sammelte bereits 29 Punkte und hat mit dem Abstiegskampf nichts zu tun. Das Team um Spielertrainer Tobias Adam überzeugte dabei nicht nur in der heimischen Lückner Arena, sondern auch auf fremden

Terrain. Auch in Hülzweiler ist man stolz auf die Mannschaft. Der SVH hat einen Punkt mehr auf dem Konto als Oppen und belegt einen guten sechsten Platz. Mit einer starken Offensivleistung, nur Bous, Pachten und Schwalbach haben mehr Treffer erzielt, sowie einer sehr stabilen Abwehr mit nur 25 Gegentoren, zeigt, wie stark sich die Truppe um Trainer Sascha Schumacher und Co-Trainer Andreas Weber in dieser Saison präsentierte. Deshalb sah man wie in Oppen auch, keinen Bedarf am Kader etwas zu verändern.

Beim abgeschlagenen Tabellenletzten SV Weiskirchen-Konfeld hingegen ist die Stimmung im wahrsten Sinne des Wortes im Keller. Mit nur einem Zähler ist der Hochwaldclub Schlusslicht und die Schießbude der Liga. Offensichtlich hat man bei zwölf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer kaum noch Hoffnung auf den Klassenerhalt, denn nach Verstärkungen für die Restsaison sucht man vergebens.

Aber auch die SG Moseltal II als Vorletzter, Aufsteiger Gerlfangen-Fürweiler und Verbandsligaabsteiger SF Rehlingen-Fremersdorf sind nicht in bester Stimmung und können das Abstiegsgespenst nicht verleugnen. Während Moseltal keine Neuen im Kader hat, präsentiert man in Gerlfangen-Fürweiler mit Dion Winter aus Hemmersdorf, Dominik Schors vom SC Roden und Wajide Moumni vom SC Großrosseln gleich drei Neuzugänge. Rehlingen-Fremersdorf hat mit Tim Theuerkorn vom FV Stella Sud zumindest ein neues Gesicht im Kader.

Für die Restrückrunde ist jedenfalls für reichlich Spannung gesorgt. Sowohl an der Spitze, als auch in den unteren Gefilden, wo man alles daransetzen will, dass das Abstiegsgespenst doch noch vertrieben werden kann.