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Borussias U17 macht ihr Finale daheim perfekt

Im Borussia-Park schlugen Borussias B-Junioren im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft Bayern München 3:1. Ein Doppelpacker wurde zum Matchwinner.

von RP / Frederik Schlößer · 10.06.2025, 14:30 Uhr · 0 Leser
Borussias U17 steht im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft.
Borussias U17 steht im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. – Foto: Markus Verwimp

„Die Seele brennt“ sollte am 34. Bundesliga-Spieltag eigentlich zum letzten Mal in dieser Saison im Borussia-Park gespielt werden. Doch durch den Einzug in das Halbfinale der DFB-Nachwuchsliga hat Borussia Mönchengladbachs U17 den Fans noch einmal die Möglichkeit gegeben, die Vereinshymne vor der Sommerpause in ihrem „Wohnzimmer“ mitzusingen – und am Ende zu jubeln. Vor 6.272 Zuschauern setzte sich das Team von Trainer Mihai Enache mit 3:1 gegen den FC Bayern München durch und zieht ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein.

Ein Monat ist vergangen, seit der Borussen-Nachwuchs im Viertelfinale mit 5:3 gegen die TSG Hoffenheim gewann. Im Vergleich dazu nahm Enache gegen den FC Bayern nur eine Veränderung in der Startelf vor, brachte Mika van Lipzig für Can Armando Güner im Sturm. Schließlich kamen die Gäste mit viel Selbstvertrauen nach Gladbach. Ohne Punktverlust hatten sie die Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga abgeschlossen, gewannen im Viertelfinale 3:1 gegen Borussia Dortmund.

Zu Spielbeginn bestimmte Gladbach allerdings das Geschehen. Durch einen Kopfball von Wael Mohya kamen die Gastgeber zur ersten Gelegenheit (4.). Die Gäste hatten ihrerseits nur drei Minuten später eine ihrer wenigen Chancen, als Leopold Schmid nach einer Flanke nur knapp am Tor vorbeiköpfte.

„Meine Jungs hatten Lust darauf, Fußball zu spielen“, sagte Enache nach dem Spiel. „Es waren viele gute Aktionen dabei, aber leider haben wir uns zu sehr in diese guten Aktionen verliebt und waren nicht mehr so zielstrebig.“ So beruhigte sich die Partie zunehmend – bis zur 37. Minute, als Wisdom Mike mit einem Flachschuss ins lange Eck zur 1:0-Führung für die Gäste traf.

Borussia zeigt Moral

Doch wie schon in den vergangenen K.o.-Duellen im Achtel- und Viertelfinale ließ sich Borussia nicht von einem Rückstand verunsichern und glich nur sechs Minuten später durch Mohya aus. „Das Gegentor kam für mich ein bisschen aus dem Nichts. Aber die Art und Weise, wie wir zurückgekommen sind, war schon beeindruckend“, befand Enache.

Schließlich drehte Borussia nach dem Ausgleich weiter auf. Mittelfeldspieler Niko Horvat, der zuvor die Vorlage zum 1:1 gegeben hatte, gelang kurz vor der Pause sogar die 2:1-Führung, als er nach einem langen Pass von Armin Spahic allein vor Torhüter Leonard Ruland die Nerven behielt (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab. Zum nächsten Abschluss kam Borussia durch Kapitän Mathieu Nguefack, doch sein Versuch aus der Distanz wurde an der Strafraumkante geblockt (57.). Die Gäste taten sich gegen Gladbachs kompakte Defensivreihen schwer: Marcello Trippel im Borussen-Tor bekam nur wenig zu tun. Die beste Gelegenheit im zweiten Durchgang hatte Mohya, der sich links auf der Grundlinie im Eins-gegen-Eins durchsetzte und aus spitzem Winkel an den Außenpfosten traf (76.).

Entscheidung in der Nachspielzeit

Kurz vor Spielende stand Mohya wieder im Mittelpunkt, als er bei einem Konter im Strafraum einen Handelfmeter herausholte. Doch beim Versuch, den Ball beim anschließenden Strafstoß ins Tor zu „chippen“, scheiterte Nguefack an Ruland und verpasste die Vorentscheidung (89.).

Bestraft wurde das jedoch nicht. Beinahe wäre Bayern durch Mike zum Ausgleich gekommen, doch Gladbach erhöhte im Gegenzug auf 3:1, als Mohya den Ball im Strafraum über den herauslaufenden Ruland lupfte und sich zum Matchwinner kürte (90.+3).

Vor dem Duell mit RB Leipzig am kommenden Sonntag gelte es nun, die „maximale Frische“ aus der Vorbereitung herauszuholen. „Wir haben schließlich das Finale im Borussia-Park“, sagte Enache. „Und ich glaube, das ist eine Sache, auf die wir alle stolz sein dürfen.“